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Drittes Hilfspaket

© Guntram Walter(Eigener Bericht) Nachdem am 17. Mai durchgesickert ist, das Wirtschaftsminister (Gunter) Gabriel (Rastlose Cowboys und ehrbare Mädchen) ein drittes Hilfspaket für Griechenland in Aussicht hatte, startete sofort die Dementi der Agenturmaschinerie des PR-Wesens. Allmählich wird aber klar, was gemeint war, nachdem wir mit Insidern geredet haben, die ihren Namen nicht an dieser Stelle lesen möchten. So war eigentlich gemeint, das die anvisierten 150.000.000 €, die der G7 Gipfel auf Schloß Elmau in Oberbayern Anfang Juni kosten soll, lieber den notleidenden Griechen als sofort Gehhilfe zur Verfügung gestellt werden sollten. Wenn schon, wurde uns hinter vorgehaltener Hand und bei einem guten Gläschen gesagt, soviel Geld in die Hand und dann verpulvert wird, wäre die pragmatischere und bessere und nachhaltigere Lösung unter allen Gesichtspunkten die der Südlandversenkung.

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Vergesst Wikipedia

© Guntram WalterVergesst Wikipedia, die Weltwissen-Enzyklopädie, die ich regelmäßig konsultiere, wenn ich mich in mir fremde Gebiete begebe, um gegen Überraschungen gewappnet zu sein. Man weiß ja nie. Dort kommt z.B die vielfältige Kulturlandschaft rund um den Borsigplatz in Dortmund nur in Reduktion auf die schwarz-gelben, nicht immer glücklichen, Ballspieler vor. Und natürlich ein bißchen Stadtgeschichte. Das die angrenzende Oesterholzstraße mit dem Wildschütz z.B. geradezu eine Straße von Berühmtheiten ist, Fehlanzeige. Über das Warum lässt sich aber nur spekulieren. Aber Verschwörungstheorien bringen einen nicht wirklich weiter. Und so lohnt es sich einen spaziertechnischen, führungsbegleiteten Abstecher auf diese Straße zu machen. Es ist wirklich erstaunlich. Die Fülle an Unbekannten und Skurillem … an Lebenskünstlern, Altären und Handwerkern, wissentschaftlich begleitet und ausgeführt von Dr. h.c. Wilfurt Loose. Das nebenstehende Foto zeigt im übrigen wie sich Einheimische neben ihrer Altarnische an der Dürener Straße fotografieren lassen.

Borsig-Vips, Führung zu unbekannten Berühmten und Mythen
Sa., 23. Mai, 14:00 Uhr
So., 24. Mai, 18:00 Uhr
Sa., 30. Mai, 14:00 / 18:00 Uhr
www.borsig11.de

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Danke Mark, danke!

© Guntram WalterDank Deiner Erfindung bin ich im Bilde, immer im Bilde. Ich weiß, das das Containerunternehmen seine Sammelbehälter dort und dort plaziert hat und überhaupt alles weitere aus dieser wirklich interessanten und aufregenden Branche. Und noch viel mehr. Ich weiß es aus dem Nachrichtenstrom in meinem Facebook-Account, wo mir das Wichtigste der Welt streng zensiert – und nicht nur die Hauptmeldungen – präsentiert wird. Ich will mitten im Geschehen sein und so bin ich dem Like-Buttom hörig, dieser verführerischen Eva des 21. Jahrhunderts. Ich bin neugierig. Ich will mehr …  Danke Mark, danke!

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Pottselfie

© Guntram WalterDie Erfinder und Vertreiber von Selfie-Stangen haben sich ein neues Projekt ausgedacht, denn dazu brauche ich diese Teleskopstangen; nämlich die Erweiterung der fotografischen Perspektive durch additive Hinzunahme des umgebenden fotografischen Raumes, der das narzistische Ich umgibt. Also fotografier Dich und ein bißchen mehr Landschaft dazu. Natürlich soll es nicht irgendwelche Landschaft sein, sondern Deine, sagen Sie. Nichts anderes will das Projekt ‎”ruhrselfie‬”, akademisch inspiriert aber uninteressant.

“Unter ‪#‎ruhrselfie‬ sammeln Studenten der Projektgruppe A01 der TU Dortmund Selfies vor eurem liebsten “typischen” Ruhrgebiet-Hintergrund! (…) Also Kameras raus, Selfies vor dem ‪#‎metropoleruhr‬ Hintergrund eurer Wahl machen und mit dem Hastag #ruhrselfie auf Instagram & Co. hochladen. Den Link dann noch an www.selbsti.ruhr/ senden – dort findet ihr auch alle weiteren Infos!”

Während in Berlin die re:publica stattfand, die sich kritsch mit der Digitalisierung in Deutschland, Europa und der Welt auseindersetzt, erzeugt das ‪#‎ruhrselfie so immer neue und interessante Metadaten. Für wen eigentlich? Aber ich darf das alles nicht so kritisch sehen. Vielleicht kommt tatsächlich etwas sinnvolles raus und wenn auch nur irgendwo neu Gitter und Zäune aufgestellt werden, weil die statische Häufigkeit des ‪#‎ruhrselfie auf fotografisch interessante, tatsächlich aber für Leib und Leben gefährliche Perspektiven hinweist. Dann bin ich aktiver Gestalter meiner immer sichereren und langweiligeren Welt. Yeah!! Ich fotografiere, ich werde fotografiert. Dann schon lieber doch die unsäglichen Lautsprecherdurchsagen am Ende einer kurzen Schiffsreise z.B., zu deren Beginn man beim Eintritt vor neutralem Hintergrund fotografiert wurde: “Ihre Bilder sind schon fertig”. Auch ein Art Selfie!