Hömma Kunst

Postindustrielle Brachen, lieb- und leblose Einkaufszonen, missratene Kulturzentren, betongraue Straßenzüge und Brücken quer durch gewachsene Stadtviertel, dann wieder rätselhafte Formen und Figuren – auch auf historischen Gebäuden – das Ruhrgebiet ist und bleibt ein interessantes und zugleich rätselhaftes Fleckchen Erde.

Das zu erklären und weiterzuentwickeln, hat sich die Kulturhauptstadt Essen 2010 aufgemacht und als Motto einen Satz des Hagener Industriellen und Kunstmäzens Karl Ernst Osthaus gewählt: „Wandel durch Kultur – Kultur durch Wandel“. Das aber klingt ziemlich steif und akademisch.

Das Gegenstück dazu fand ich dann als Plakat an der Autobahn bei der A40 Still-Leben im Juli 2010 und hier lautete es: „Die interessanteste Kultur kommt immer noch von der Straße“. Diesem ungleich verständlicheren und demokratischeren Ansatz bin ich im vergangenen Jahr gefolgt. Der daraus entstandene Bildband „Hömma Kunst“ zeigt facettenreich und subjektiv Aspekte des vergangenen Kulturhauptstadtjahres. In seiner poetischen Bildersprache ist es ein Kunstprodukt wie die Kulturhauptstadt selber, allerdings immer aus dem Blickwinkel des Zuschauers.

Guntram Walter: Hömma Kunst
160 Seiten, 280 Fotografien, vierfarbig,
25×20cm, broschiert, print-on-demand
ISBN 978-3-942974-01-1  (edition dpe)

Auch als eBbook im iBookstore von Apple erhältlich.

Rezensionen:
EnergieKulturRur: „Das Geheimnis des goldenen Rahmens“
Prinz Ruhrgebiet 3/2011
WDR 3 /Mosaik, 13.05.2011