Verkehrte Wald

Der Rechener Park (auch Südpark genannt) im Bochumer Ehrenfeld lädt ein, auf seinen verschlungenen Wegen – vorbei an aus Naturstein gemauerten Bauwerkresten – durch den wohl ältesten Baumbestand der Stadt zu spazieren. Betritt man jedoch die breiten Schotterwege der traditionsreichen Parkanlage über einen der vielen Eingänge, so begegnen einem meist nahezu ausschließlich Eichhörnchen und Ameisen. So schlummert das zentral gelegene und gut erreichbare ehemals beliebte Ausflugsziel und Ansichtskartenmotiv heute kaum beachtet im Herzen des Ehrenfelds.

Dieser wunderschön reizvolle ‚Un-Ort‘ wird am Tag der Architektur, dem 23./24.6.2012, durch die Kunst- und Kulturaktion „Verkehrte Wald“ umgewidmet – und mit ihm alle uns bekannten Naturgesetze, Konventionen und Normalitätsvorstellungen von Kunst und sozialem Miteinander verkehrt. An diesem Wochenende wird man den Wald betreten und auf alle möglichen Abnormitäten und Überraschungen stoßen, optische Täuschungen und Klangirritationen wahrnehmen und verhaltensauffälligen Personen in absurden Situationen begegnen.

Über einen Projektaufruf wurde für „Verkehrte Wald“ Projekte gesucht – der Kreativität und Ideenvielfalt waren keine Grenzen gesetzt. Vom bildenden Künstler über Schauspieler und Musiker bis hin zum Konzeptkünstler sind Projekte eingereicht worden. Inhaltlich werden sie überraschen, Sinne täuschen, verzaubern, Erstaunen wecken, verwirren, verwundern, verblüffen, durcheinanderbringen, verfremden, ad Absurdum führen etc. Sie werden künstlerisch mit dem Park, seiner Funktion, Form und Ästhetik spielen, auch gegenwarts- und sozialkritische Ideen werden umgesetzt.

Am 22.06.2012, 15 Uhr kommt in der Sendung Corso im Deutschlandfunk ein erster Beitrag über das Event.  Auch hier im Blog wird es Beiträge unter dem Titel Tag1 und Tag2 geben – also einfach hereinschauen.

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