Offenbar kennen Tausende die „Buchmaus“ wie ich im Spiegel erfahren habe. Alleine die Selbstbeschreibung in dieser Verniedlichungsdimension ist schon eine Aussage an sich. Und was macht denn so eine „Buchmaus“? Die Antwort ist irgendwas mit Büchern, in diesem Fall empfiehlt sie Bücher das im Gegensatz zu rezensieren steht, was ein Kritiker für sich in Anspruch nehmen würde. Also Literatur- und Geschichte, Hintergrundwissen gegen Bezahlung, Tränen und „wenn ein Buch sie zerstört hat, ist es gut.“ Also nicht mehr als das in der „Schnatterzone einer Damentoilette“ – und hat Heidegger vielleicht jetzt doch recht – was ich jetzt aus einem anderen, irgendwie tragischen, Zusammenhang gerissen habe.
Dazu ist nur zuschreiben, das in der sog. offenen Gesellschaft nach dem kapitalistischen Modell alles möglich ist. Es muß dem Individuum nur nützen, dazu positiv sein mit Sternchen und viel viel Herzen und keine Verletzungen machen.
Ich folge keinen gestylten und wohlige Watte ausstoßenden Sternchen und Sternen. Ich denke! Was aber die Möglichkeit des Verirrens impliziert. Das aber kann schon beängstigend sein, ist aber eigentlich nur großartig!
