Aufhören

Vielleicht ist das Grundproblem des öffentlichen Diskurses, das einmal Angefangenes nicht einfach und still und leise beendet werden kann und darf. Warum eigentlich nicht? Denn es wäre viel mutiger und innovativer einfach einmal NEIN zu sagen. Dinge gehen halt zu Ende.

Das betrifft das Essener Light Festival dessen Ausgabe 2026 gelinde gesagt eine Publikumsverarsche war. Warum tut man sich so etwas an? Und der Stadt überhaupt! Ist der Qualitätsbegriff des Lichtkunstkonsumenten – ist das hier aber wirklich so etwas wie Lichtkunst im Ernst – so weichgespült, das bunte Bildchen an Fassaden bereits für einen Besuch mit Dopaminkick reichen. Zwei pulsierende Herzen am Neubau des Weberhauses, lieblos angestrahlte Gebäude am Kennedy- und Willy-Brandt-Platz, eine Luftskulptur vor der VHS, etc. Da war mal was – ganz anderes – und das ist lange her. Wenigstens fehlte der Baum der Wünsche nach drei oder viermaliger Wiederholung. Das ist ja schon einmal etwas und ich in den nächsten Jahren auch. Aber wer bin ich schon?

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