„Ein Tag Deutschland“ – Der Fotografenverband FREELENS setzt einem Tag im Mai ein Denkmal

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Der 7. Mai 2010 wird ein ganz gewöhnlicher Freitag sein. Und doch wird er für lange Zeit in Erinnerung bleiben. Denn an diesem Tag werden hunderte Fotografen durch ganz Deutschland reisen, um festzuhalten, was vor ihrer Kamera geschieht: in Schulen und Wohnzimmern, auf Fußballplätzen und Flughäfen, in Parlamenten und Diskotheken. Sie werden über die Dörfer und durch die Großstädte fahren und nach den Momenten Ausschau halten, die dieses Land repräsentieren. Von Flensburg bis Garmisch-Partenkirchen wird so eine einzigartige visuelle Bestandsaufnahme entstehen: „Ein Tag Deutschland“, festgehalten von den besten Fotografen des Landes.

Initiiert hat das Projekt der Fotografenverband FREELENS, dem inzwischen knapp 2000 Fotografen angehören, die für alle renommierten Magazine und Verlage arbeiten. FREELENS will damit ein Zeichen setzen: Durch den historischen Strukturwandel der Medienbranche werden überwiegend nur solche Themen publiziert, die auf ein kurzfristiges Interesse des Zuschauers stoßen. Themen, die nicht reißerisch oder voyeuristisch sind, kommen in den Medien immer seltener vor.

Fotografen haben von je her Gesellschaften erforscht und dokumentiert – in ihren ganzen Breite und Tiefe und unabhängig von Redaktionsaufträgen. Dies wollen sie auch mit dem Projekt „Ein Tag Deutschland“ machen – ohne auf die Verwertbarkeit in den Medien zu achten. Sie wollen erzählen, wie es wirklich „aussieht“ in Deutschland. Mit kleinen Geschichten aus der Nachbarschaft, mit einem unvoreingenommenen Blick in das Kanzleramt, mit lustigen und traurigen Geschichten aus Dörfern und Städten – über 24 Stunden am 7. Mai 2010. Dabei werden sie nicht nur Großereignisse beobachten und fotografieren, sondern sich auf Menschen in alltäglichen Situationen konzentrieren, vielleicht eine Kellnerin auf der Zugspitze beobachten, den nebenamtlichen Bürgermeister eines Dorfes, einen Chirurgen in Hannover, eine Bäuerin im Emsland, einen Asylbewerber und einen Sachbearbeiter im Ausländeramt. Der Mensch wird in dieser Chronik im Mittelpunkt stehen.

„Ein Tag Deutschland“ wird den Beweis antreten, dass eine Kamera allein noch nicht ausreicht, um ein gutes Foto zu machen. Es bedarf dafür auch des besonderen, authentischen Blicks. An einem gewöhnlichen Freitag wird eine außergewöhnliche Dokumentation entstehen, die damit auch die gesellschaftliche Relevanz hochwertiger Bilder unterstreicht.

FREELENS übernimmt die Koordination des Projektes und stellt eine Jury aus namhaften Art-Direktoren und Fotografen zusammen, bei der sich jedes Mitglied mit einem Exposé bis zum 31. März 2010 bewerben muss. Die Ideen werden so ausgewählt, dass am Ende ein möglichst umfassendes Abbild des 7. Mai entsteht.

Präsentiert werden die Arbeiten anschließend auf der mehrsprachigen Internetseite www.eintagdeutschland.de und in einem großen Bildband, der im Herbst erscheinen wird sowie auf elektronischen Lesegeräten wie dem Apple iPad.

FREELENS e.V.
Steinhöft 5
20459 Hamburg
Telefon 040-300664-0
www.freelens.com

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