Abenteuer in der Heimat Ruhrgebiet Anno Domini 2010

Audio-visuell-performatives Projekt – ein Blick auf das Kulturhauptstadtjahr 2010 mit perspektivischen Anmerkungen

Ein Aufnahmegerät samt hochempfindlichem Mikro, eine Spiegelreflexkamera, Notizbuch und Kugelschreiber sind die „altmodischen“ Werkzeuge, mit denen sich Rolf Dennemann und ein Team während des Jahres 2010 durch das Ruhrgebiet bewegen, um subjektiv festzuhalten, „was man denn so alles hört und sieht“. Ziele sind: Bestandsaufnahme, Reflexion, Rückblick als auch Ausblick auf die postkulturhauptstädtische Zeit. Produziert wird ein Bühnen-Hörspiel, das unterstützt durch Fotografie, Computereinsatz und Erzählung auf Bühnen des Reviers präsentiert wird.

Im letzten Quartal des Jahres werden die Ergebnisse an unterschiedlichen Orten des Ruhrgebiets der Öffentlichkeit vorgestellt, so z.B. im Theater im Grend (Essen) und dem Theater im Depot (Dortmund).

Die archaische Form des Erzählens auf der Bühne vor einem Publikum wird hier durch „altmodische“ Medien und moderne Computertechnologie angereichert.

Interviews, Live-Mitschnitte und Fiktion, Musikcollagen und typische Sounds aus dem Pott sind Anschauungsmaterial zu den Aktivitäten, die das Jahr 2010 uns ankündigt. Dazu kommen – je nach Ort – Gäste aus den Bereichen Tanz, Theater und Musik, Wissenschaft, Politik und Wirtschaft.

Was bleibt, was ist schnell vergessen, was kann man vergessen, was sollte in Zukunft weitergelten? Stimmen und Töne aus den prekären Stadtteilen, aus den Kulturzentren und von den Marktplätzen, von Bühnen und aus Cafés, aus Zügen und Zoos, aus Garagen und Einkaufszentren, von Spielen und Konzerten, Lesungen und Foyers.

Es entsteht eine Sammlung von Bildern und Audiomaterial, von Anekdoten und Berichten, die – übers Jahr verteilt – einen Blick werfen auf die Menschen im Revier und deren „Stand der Dinge“. Humor und „speak bitterness“ nicht ausgeschlossen.

2.12. Bochum Bahnhof Langendreer
8.12. Essen, Grend
9.12. Ringlokschuppen Mülheim
18.12. Oer-Erkenschwick
22.1.2011 Consol-Theater Gelsenkirchen