Spießrutenlaufen

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Derzeit gestaltet sich das Einkaufen im heimischen Supermarkt wieder als Spießrutenlaufen; zu erwerbende Waren vor sich hin- und herschiebend wähnt man sich auf dem direkten Weg zur Kasse. Leider nein, denn davor erheben sich im unendlichen Warenmeer Berge / Gebirge – Schokoladeninseln und -nester sind das. Aber wen wollen sie retten, wer verirrt sich dorthin, welcher Sturm kann so stark sein, das man dort Anker wirft.

Man kann dies tröstlich als Kompensationsprodukte für die dunkle Jahreszeit bezeichnen und mir gelingt es immer schwerer, diesen Inseln auszuweichen. Vielleicht haben sie etwas von Sirenen, aber ich lasse mich nicht an den Mast wie Odysseus binden. Ich müsste mich schon selber an den Mast binden und wer steuert dann.

Aber in diesem Gedanken ist auch etws tröstliches, weil rettendes, weil er die Strömung und die Kraft meines Warenschiffes ausnützt, das nun führerlos auf diesen Berg zurast – und ihn rammt. Dann fällt bestimmt die Sirene, irgendwo kommt eine neue, und ich habe gerade an einem weitverbreiteten Lebensentwurf gekratzt (leider nur einer); man erbaut sich seine idyllische Welt (auch das wird vorgekaut) – diese ist wahrscheinlich eine Hallig – und steht auf Schokolade.

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