Obst 2.0

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Wunderbar, aus Web 2.0 wird jetzt Obst 2.0. Das lese ich an einer Plakatsäule auf der einer der modernen Fruchtpürierer wirbt.

Die Hochindividualisierung des Daseins verlässt nun den virtuellen Raum und sucht sich eine Heimstatt im Realen. Und damit kann ich jetzt Obst kommentieren, empfehlen und mit anderen Angeboten verknüpfen. Toll!

Wenn ich das so schreibe, erscheint mir dir gedruckte Werbeschlagzeile als gar nicht wirklich Neues und Innovatives, weil all das bisher bereits möglich war.

Das Einbringen der Computersprache in die Nahrungsmittelkette verheisst aber dennoch nichts Gutes. Denn allgemein bekannt ist, das der gemeine User im EDV-Bereich immer der Betatester ist, der durch seinen Kauf und das spätere Bemühen der Hotline kostenlos mithilft, ein unfertiges aber bereits im Verkauf befindliches Produkt zur Serienreife zu bringen.

Und der Analogschluß für das Nahrungsmittel heisst dann: ist noch fertig, muß weiter entwickelt werden. Ich esse also eine unreife Frucht oder trinke einen halbfertigen Püree, obwohl alles schmeckt und ganz passabel aussieht. Wie aber sieht dann das fertige Produkt aus oder wie wird es schmecken? Keine Ahnung. Fest steht aber, das das Schlagwort Obst 2.0 nichts beschönigt. Ich weiss Bescheid, was ich kaufe.

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