Heimat Opel

Ende 2014 wird der Strukturwandel in Bochum abgeschlossen sein. Abgeschlossen im ironischen Sinne, denn das die Nachfolgebetriebe nach Kohle und Stahl – in Bochum sind und waren das u.a. Nokia und Opel – den gleichen Weg des Niedergangs wie die Vorgänger gehen würden, hat man sich in der neuen Euphorie nach der Kohlekrise kaum vorstellen können. Es kam aber ganz anders und dann hing fast wie ein Damoklesschwert über der Stadt der Name einer anderen Opelstadt, die als das negative Beispiel für den Niedergang einer mobilen Idee stand: Detroit.

Daraus wurde im Sommer 2014 in Bochum „This is not Detroit“ und „der neue Sound an der Ruhr“. Im Programmheft des gleichnamigen Festival heißt es dazu programmatisch: „Doch nun ist es still an der Ruhr. Die Fabriken schweigen, die großen Werke schließen. Was kommt? Wie klingt der Sound von morgen an der Ruhr? Und wer gibt den Takt an?“ Ein Haufen Fragen von Künstlern gestellt, ratlos und auf vielfache Weise nach Antworten suchend und eine Opelwerbekampagne reiht sich auch darin ein: „Ist Opel noch so wie sie denken?“

Dass Weggehen Spuren hinterlässt ist unbestritten. Jedes Weggehen hinterlässt Spuren und das gilt auch für den Stadtraum Bochum. Und so macht sich dieses Buch auf zu einer Begegnung mit der Stadt und den Menschen jenseits von Hochglanzbroschüren und Imagekampagnen jeglicher Art.

Guntram Walter: Heimat Opel
Eine Stadtraumerkundung
160 Seiten, 169 Fotografien, vierfarbig,
broschiert, 25 × 20 cm, print-on-demand,
ISBN 978-3-942974-35-6
edition dpe

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