Google analog

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Das Auge ist ja in Verruf gekommen, weil überall. Die Glasaugen der allmächtigen Überwachung – es ist zu ihrer Sicherheit – stehen und hängen überall herum und glotzen starr. Speisen ihre Bits und Bytes in wirre Kabelnetze zur algorithmischen Auswertung und Weltverbesserung. Aber heute fand ich endlich etwas ganz Anderes, etwas Positiveres, vielleicht, ich dachte es einen Moment – und hier wieder ein Auge. Aber es ist auch ein altes Symbol der Tanszendenz mit seinen Schatten. Man findet das Motiv etwa im “orbis sensualium pictus” von Johann Amos Comenius, der unter anderem schreibt: “Das menschliche Gluckwesen ist nit zuzuschreiben dem Glück oder dem Zufall oder den Stern-Einflüssen, sondern Gottes allsehendem Aug und dessen allregirender Hand.” Hola. Kaum bin ich der Moderne mit den Kameras entkommen, werde ich hier in Freiheit wieder eingefangen. Sozusagen Google analog …