Das Geben

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Das Ergebnis des morgendlichen Einkaufs im Supermarkt kann sich sehen lassen. Neben dem zuzahlenden Preis steht auf dem Kassendisplay, das ich für meinen Einkauf zwei Cosmic Shell Päckchen erhalte. Nicht dem Wissen um dieser Worte mächtig freue ich mich irgendwie spontan über die Sinnlosigkeit des Gebens. Cosmic Shell klingt ja sprachlich eigentlich ganz spannend und aufregend. Ist es aber nicht wirklich.

Ja, mit dem Geben ist das immer so eine Sache. Und da ist dieses heilige Fest Dreh- und Angelpunkt von vielfachen Aktionen und Mißverständnissen. Und so beginnt schon vor den heiligen Tagen das Kassemachen. Die Inbetriebnahne und die Entsorgung von Dingen, neudeutsch Blacklist genannt, beginnt. Das sind Betriebsversammlungen mit vielen Worten. Aber manchmal reichen auch stille, einfache Worte über eine Stundensatzerhöhung – das zeugt von einer besonderen Wertschätzung, besonders wenn Sie nüchtern in eine pdf-Datei gekleidet sind. So geschehen im musealen Kulturbereich im Ruhrgebiet, worin sich natürlich nur die Großverdiener tummeln, die jede Erhöhung ihres Salärs direkt in Champagner umrechnen können. Und das würde beim Konsum der Lidl-Marke „BISSINGER Champagner Premium Cuvée, brut“ mindestens 16 Stunden Arbeit bedeuten. Aber Lidl hat ja nicht wirklich guten Champagner. Willkommen also weiterhin im Kulturprekariat!!

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