Sauerkraut

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Die Gesprächsfetzen dieser Tage sind schon deutlich. Heute morgen hörte ich: „Ich ziehe mir den ganzen Tag schon Weihnachtslieder rein“, was sicherlich eine aktive Beschäftigung mit verschiedensten Arten von Background ist, auch die passiver und depressiver Art. Von da aus ist es nicht wirklich weit zu einem globalisierten Hilferuf, der die verstreute Familie an den heimatlichen emotional aufgeladenen Tisch ruft und dank Jung von Matt ist dieses System der Heimholung jetzt medial sehr bekannt. Einziges Problem ist, das die Methodik der Lüge oder Täuschung in der Anwendung in Bezug auf alle künftigen Feiertage jetzt verbraucht ist, d.h. der (vermeintliche) Schwächeanfall oder ähnliches ruft nur noch ein müdes Lächeln hervor nach dem Motto „ach Opa kennen wir doch schon. Machst Du doch jedes Jahr“. Und das für den Preis, das EDEKA genug Sauerkraut im Aromapack verkauft. Metaphorisch könnte man aber das Sauerkraut auch sehr frei für die leicht vergorene Familienstruktur setzen, die jetzt plötzlich wieder entsteht. Guten Appetit also im familiären Kunstraum. Unter natürlich unterm künstlichen Baum. Aber das passt in die Werbung nicht.

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