Willkommen im Zombieland

Willkommen im Zombieland, willkommen in der Machbarkeits-, in der Wir-haben-immer-alles-in-Griff- oder Gesundheitsdikatur. Und als ich gerade in einfahrende Strassenbahn schaute, dachte ich einen winzigen Moment an eine witzige Kunstaktion. Dutzende von regungslosen Augenpaaren ohne sichtbare Restgesichter, alles Cowboys, alles Bösewichte

Böse

Auf dem Zettel auf der Plakatsäule steht “Autos sind böse”. Warum steht hier eigentlich nicht “E-Scooter sind böse”. Das habe ich noch nirgends gelesen und das werde es jetzt – überall dort, wo ich es sehe – handschriftlich ergänzen. Oder

Klarstellung

Den Gedanken hatte ich schon lange; etwas gegen das unsägliche, passive "Bleiben Sie gesund" zu schreiben, das mittlerweile fast überall als Gruß-und Abschiedsformel im Schriftverkehr Einzug gehalten hat. Gehts noch? Das ist so etwas von depressiv und und die vieltausende

Besetzungen

In der Sendung Morgenecho auf WDR kam heute die denkwürdige Nachricht, das im Zeitalter der Coronakrise mehr Bücher im Eigenverlag veröffentlicht werden. Abgesehen von der inhaltlichen Leere dieser Meldung und der platten Wiedergabe von Pressemitteilungen und dem fieberhaften Suchen nach

Stille

Am Hagener Hauptbahnhof stehen schon seit Tagen alle Uhren still. Was derzeit natürlich hoch symbolisch ist. Aber die permanent angezeigte Uhrzeit hat nichts mit der Zahl zwölf und dessen Metaphorik zutun, sondern zeigt die entspannte Seite des in den Startlöchern

Auf der Suche nach der Weltformel

Gerade suche auch ich nach der Weltformel; ich möchte die Welt verstehen, die sich verzweifelt nur um sich selber dreht. Douglas Adams hatte es da deutlich einfacher mit seiner Generalantwort und der Lösung “42“. Nach 7,5 Millionen Jahren. Im Übrigen

Ein Kuss

Vor einigen Tagen fuhr ich durch menschenleere Landschaften mit der S-Bahn. Natürlich nicht zum Spaß. Das betone ich mal aus aktuellem Anlaß. Spaß für Erwachsene, nicht der von Coronaparties, ist derzeit ein Luxusprodukt - nicht zu haben, obwohl nicht gehortet

Armer Pott

Natürlich ist dieser Kongreß zum Thema Heimat  – mein Heimatbeitrag hier – abgesagt worden. Wie so alles. Derzeit. Aber dieser Kongreß und schon die Werbung offerieren das Dilemma des System. Warum werbe ich z.B. bei “Nimm Dir Deinen (T)raum …”

Willkommen zurück – Weihnachten

Hey, schon wieder Weihnachten? Denn das Merckelsche Alternativlos, Version 2 = “möglichst alle Sozialkontakte vermeiden” bedeutet letztendlich nichts anders auf das Zurückgeworfensein auf Familie und den/die Nächsten. Was ja den Charakter des real existierenden und gelebten Weihnachten ausmacht. Es gibt

Ich hätte nie Tom Hanks umarmt …

Ich hätte nie Tom Hanks umarmt … Da bin ich mir ziemlich sicher. Ich glaube, daß wir nicht zusammen passen und außerdem bewegen uns in ganz unterschiedlichen Lebenswelten. Das ist natürlich reines Gegenwartsdenken und man sollte doch immer nach vorne

Ave Hysteria

Gegrüßet seist du, Hysteria, voll der Gnade der Mitnahme fast aller. Du bist gebenedeit unter den Deinesgleichen, und gebenedeit ist die Frucht deines Leibes. Man nennt es das Chaos. Heilige Hysteria, so bitte für uns, der wir von der gefühlten

Aschermittwoch

Das Ausbluten hat begonnen. Jetzt beginnt der Wettbewerb. Ich habe ein Flugzeug. Ich spreche in kurzen Sätzen. Und Du?

Valentinstag

So, am Valentinstag muß man handeln und rausgehen aus dem Schneckenhaus des Schweigens … hier also! Beste Grüße und mehr – und ohne das Anstellen im Blumenladen, radikal ökologisch, dabei ungeheuer sparsam, weil ich nie auf die 40€ komme, die

Blutmond

About fear and fun, love and lossA performance based on a society which is losing its balance Eine Live-Band spielt Swingnummern in Gypsy-Sound. Innerhalb des dritten Stückes verändert sich die Szenerie. Düstere Töne drängen in die Live-Musik. Es beginnt eine

Parallelwelten – Fotoarbeiten zur Kinderarmut in Deutschland

Fotografien von: Tamara Eckhardt, Robert Freise, Yolanda vom Hagen, Harald Hoffmann, Eva-Maria Horstick, Stefan Kalscheid, Brigitte Kraemer, Frank Bruno Napierala, Jürgen Nobel, Selina Pfrüner, Achim Pohl, Catharina Tews, Uwe Weber, Guntram Walter, Roland Willaert, Andre Zelck und Schülerinnen des Hölderlin

Das Sein

Der junge Mann auf der anderen Seite des Ganges im Rhein-Ruhr-Express liest Jean Paul Satre: Das Sein und das Nichts. Dem Blick, wie ihn Satre in seinem Hauptwerk aufzeigt, bin ich in anderer Form schon einige Momente zuvor begegnet: Der