Zur Herstellung und Erhaltung der Ruhe in Deutschland

Lieber Thomas D. und O., aus aktuellem Anlass und zur Herstellung und Erhaltung der Ruhe in Deutschland mache ich mich jetzt ganz frei und vertraue Dir hiermit meinen geheimsten Schlüssel an. Auf das Ihr sorgfältig und gewissenhaft damit umgeht. R81E-WM2Q-HAJG-5OB3-ELRE-M5MR-SZUL-6IA2-I5J5-UUVJ-Z3QY-OZ6E-CLRQ-S9OC-Q7WU-VVCA-W6NS-CQV2-LBH3-IE3C

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Identität

Kulturgeschichtlich ist der Lendenschutz schon lange out, der als minimalistisches Kleidungsstück eine große Rolle in der Verhüllung spielte. Doch das ist vorbei. Im Gegensatz dazu steht dann gewissermassen die Enthüllung, die gewollte Präsentation von Hautpartien mittels programmtechnisch zerstörtem Stoff. Gerade im

Aus

AUS sind die ersten drei Buchstaben des Wortes Ausnahmezustandes, das derzeit in aller Munde ist. Das gerade modern ist, sich tätowiert auf Unterarmen mit den Worten „I am I am I am“ findet und mit dem sich die vermeintlich großen

Satire, eine kleine

Nach der Karikatur im Berliner Tagesspiegel von heute unter dem Titel „Erdogan rätselt noch“ schreibt die Vereinigung der Solinger Klingen- und Metallschleifer einen Bittbrief an den türkischen Ministerpräsidenten Erdogan und betont das WIR – WIR können’s. Denn Äxte und andere scharfkantige und

Reden und Zuhören

Ich habe gerade mal nachgeschaut und mindestens seit 2013 gibt es das wunderbare Graffiti an einem alten und künstlerisch genutzen Bauwagen in Düsseldorf-Bilk. Zwei Kinder reden über ein selbstgebautes Funksystem mit Schlauch und zwei Dosen als Mikrofon für jeden von

Menschen und Tiere

Darf man einen ausländischen Staatsmann heute noch in Verbindung mit Tieren bringen, entweder fotografisch oder literarisch? Das ist die wirkliche Frage an diesem Tag. Ich habe das an dieser mal gemacht und begebe mich auf juristisches Glatteis. Hinzu kommt in

Liebes- und Merkgedicht

Was soll ich nur dazu schreiben – zur Staatskrise wegen Literatur. Nein, solidarisch gemeinte Slogans (wie #JeSuisBöhmermann) sind nicht meine Welt. Da schreibe ich mir lieber selber etwas – siehe oben. Und vielen Dank noch an Heinrich H. und Georg

Das Kapitalismus-Problem

2008, als dieses Foto entstand, gab es noch kaum Fotohandys und die wenigen waren nicht wirklich brauchbar. Sonst wäre das Foto hier aus praktischen Gründen wahrscheinlich mit Hilfe und Unterstützung von Android und MacOS entstanden und der zugrunde liegende Widerspruch

Willkommen in Deutschland!

Das sind eine Schnitzelbude. Allseitig bekannt. Da gehe ich manchmal rein. Nicht in diese, aber meine sieht so ähnlich aus. Das kann und darf ich, das ist mir nicht verboten, keiner hindert mich daran, obwohl ich in einem Land und

Alles im grünen Bereich

Die Große Mutter aller Deutschen, ansässig in Berlin, lobte in einer Zeitung, das die Proteste in Bayern gegen den G7-Gipfel, die je nach Sichtweise auch staatsgefährend sein können, „gelebte Demokratie“ sind. Soviel philosophischen und prosaischen Wert hat also dieses ältere

Frühstücksmusik

Freddie Mercury singt mich aus dem Schlaf. In diesem Hotel und dann im nächsten wieder und so weiter auf einer Reise durch Südmittelosteuropa. Der agile Sänger tanzt vor meinen Ohren, die auch ohne abendliche Rauschmittel, andere Geräusche außer diesem Gesang

Wir müssen reden

Es gibt viele Situationen, die mit den Worten beginnen: Wir müssen reden. Das ist eine Willenskundgabe, eine Absichtserklärung, eine klassische Szene im Beziehungsfilm. Und idealerweise geht der Andere auf diesen Wunsch ein. Das könnte man dann als Kommunikation, die eben

Daonian

Die Eroberer der Alltagssprache geben mit ihren Bleistiften bekannt, das jenes Jahr, jener Tag, an dem nicht konsumiert wird ins Vergessen geschickt wird; das war, als der Frühling zum  Klang von Eisenketten tanzte und ausgefüllte Stimmzettel als verdruckt erachtet und

Der DANKE-Kleber

Hallo, mir geht es gut, so kurz vor meiner Arbeit, Ich bin froh, das ich diesen Job bekommen habe Ich bin ein DANKE-Kleber. Mit temporärem Vertrag, dazu ein wenig prekär. Am 25. Mai, also übermorgen, abends nach Einbruch der Dunkelheit

Hier fühle ich mich sicher

Hier fühle ich mich sicher, denn zur Krippe geht es erst einmal durch die Sicherheitsschleuse mit Kameras. Puuh, geschafft. Ich bin im Reinraum der Sicherheit und Überwachung, wo alles was individuell schön ist, unter industriell verwertbaren Aspekten gesehen wird. Nun,

Revolutionsidylle

Was für eine Idylle, auf dem Boden sitzen, ein Transparent malen und aufhängen. Doch wer sieht und wer stört sich daran, außer ein paar Kleinbürger, die vielleicht um die vollständige Existenz ihrer Vorgartenzweige fürchten. Und das alte „A“ ist doch

Was bin ich

wer sagt was, wer bestimmt was, wer ist auf augenhöhe, wer schweigt, wer schreit, wer spielt wen, wer ist der könig, wer ist der getretene, wer ist kasper, wer ist das volk, was bin ich?

Neuland

1939 erschien im Verlag Hase & Koehler der Roman „Land aus Feuer und Wasser“ des heute im wesentlichen vergessenen Schriftstellers Hans Dominik. Lange Jahre vorbei habe ich dieses Buch einmal gelesen, im wesentlichen ist mir nur die symbolische Vermischung von

Privatgelände oder Gemeingut?

Über den zunehmenden Aufbau von privaten Zäunen im Internet brachte Breitband heute einen sehr nachdenklichen Beitrag: „Viele “öffentliche” Räume im Netz gehören Unternehmen. Dort entscheiden CEOs und Programmierer, wie kommuniziert und interagiert wird. Die Plattformen, denen gern demokratisierendes Potenzial zugeschrieben

Fischkonserve, Pumpernickel und das Eingemachte

In den Köpfen fängt es an, die „nostalogischen Ferien vom gesunden Essen“ (SZ) – endlich mal etwas anders; Gurken, Tomaten, Sprossen = ungesund, krankmachend, verdorben. Diese Reihe, Stand 07.06.2011, wird natürlich fortgesetzt. Und als Alternative bleibt nur die industrielle Variante,

Die große Ungeduld

Das Thema Geschwindigkeit war schon in 2021 ein Thema. Heute finde ich einen Artikel, der in die ganz andere Richtung geht: „Die große Ungeduld“ Und wiederum geht es um Geschwindigkeit, nämlich die, die Prozesse initiiert und damit zum Alphartierchen wird,

Apropos Marx

Zu Beginn des Jahres 2011 schaut alle Welt in den Maghreb oder in den Nahen Osten und begleitet die dortigen Veränderungen mit Interesse, Gefühl und Bauchgrimmen. Dabei sind auch in Deutschland die Zeichen auf Veränderung gestellt, wenngleich eine politische Veränderung

Apocalypse now – daheim

Im vergangenen Herbst lief in den Kinos der Film „Die kommenden Tage“ im dem es um die Entwicklung und den Zerfall einer Familie nach dem Jahre 2030 geht. Das hiess Flucht in die Individualität und Familie, nackte Existenzsicherung auf der

Das Empire schlägt zurück

Es schwante mir schon vor einigen Tagen, ich habe dann die Worte dann unterdrückt, nämlich die Verbindung von US-Staatsfeind 1 und 2, vergleichbar durch die Art und Weise ihres symbolischen Handels. Jetzt hat das Thema die Radiosendung „hr2-Der Tag“ aufgegeriffen

Spiegel-Affäre modern

Was hat Julian Assange mit Rudolf Augstein (Spiegel Affäre 1962) zu tun. Wahrscheinlich mehr als man denkt, denn auch dort ging es um Geheimnisverrat und die Lancierung von Geheimnissen in der Öffentlichkeit. Der Staat schlug mit überzogenen Mitteln zurück. Um

Schottern

Wikipedia weiß fast alles: „Schotter: natürliche und künstliche Steinschüttungen. Das Wort steht umgangssprachlich und bildlich auch für Geld. (…) Im Straßenbau wird Schotter mit abgestuften Korngrößen (Steingrößen) unter anderem für Tragschichten von Straßen oder mit Bindemittel (zum Beispiel Bitumen als

Gegenlicht 21

Die Initiatoren von Gegenlicht 21 wollen ein intaktes Stuttgart und die beste Infrastruktur für Bahn, Stadt und Land. Das heisst: leistungsfähig, nachhaltig, menschenfreundlich. All das verspricht ein modernisierter Kopfbahnhof. Der Tiefbahnhof Stuttgart 21 kann das nicht leisten. Mit guten Argumenten

S Einundzwanzig

Sich in eine laufende Diskussion einzuschalten ist immer schwierig, aber heute finde ich in der FAZ unter dem Titel „Fliegt hier bald alles in die Luft?“ einen sehr lesenswerten Artikel von Michael Klett, lange Jahre Verleger des Klett.Cotta-Verlages. Ein Satz

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Es ist zu ihrer Sicherheit

Dieser altväterlicher Satz kommt immer mehr in Mode und diente immer der Verschleierung denn der Aufklärung. Dies ist insofern erstaunlich, da wir doch in offenen und freien Gesellschaften leben. Das sagen die Philosophen und Politiker.  Naja, leider eher die Philosophen,

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Die Beichte der A.M.

Die Beichte der A.M. – unter der Rubrik ungehaltene Rede zu finden, weil sie zu ehrlich ist für die Wirklichkeit, die in Zeiteinheiten der Moderne denkt wo „unsere westlichen Demokratien“ nicht mehr funktionieren. „Demokratien wurden für Nationalstaaten gemacht, nicht für

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