Feierabendgespräch: Stadtlandschaft 903

Dieter Jandt und Guntram Walter stellen ihren Außenblick auf Duisburg vor. “Wo man in der Regel als Tourist, als Ortsunkundiger nicht hinkommt, wird es erst richtig interessiert.” Das sagt Guntram Walter in einem Fernsehbeitrag in der Lokalzeit Duisburg über sein

Stadtlandschaft in 3Sat

Mit einem WDR-Team bin ich im Juni 2012 auf den Spuren meines Buches “Stadtlandschaft 903” in Duisburg unterwegs gewesen. Dieser Beitrag wird, nachdem er in der Duisburger Lokalzeit gelaufen ist, nun im “Ländermagazin” auf 3Sat am 25.08.2012 ab 15:15 Uhr

Stadtlandschaft 903

Die visuelle Erschließung und Beschreibung des urbanen Raumes durch Fotografie ist immer eine spannende Angelegenheit. Dies gilt insbesonders auch für die alten Montanregionen, wie z.B. das Ruhrgebiet und dessen Städte. Legt man dann aus der Sicht des Strukturwandels zusätzlich noch

Männer, Frauen, Tüten

Eine kleine und feine Nische der Street Photography ist das in diesem Buch vorgestellte Projekt “Männer, Frauen, Tüten”. Das Buch ist keine Kulturgeschichte der Plastiktüte, sondern zeigt ihre nackte und schonungslose Einbettung in den Alltag, im wesentlichen als Transport- und

My Street Photography

Der Spiegel brachte am 28.11.2011 eine interessante Rezension über spektakuläre Magnum-Fotografien. Naja, von Enthronung der Fotografen zu sprechen, deren bekannte Bilder immer im Rahmen einer Fotoserie, im analogen Bereich früher "Kontaktbögen" genannt, stehen, ist vielleicht ein bisschen zu dick aufgetragen.

Aserbaidschan

Nein, ich hatte kein wirkliches Bild von diesem Land und das, was irgendwo nebulös herumschwirrte, war uralt. Natürlich Öl und Gas ... Dann kamen mir Erinnerungen von der letzten Reise in diese Region; bei einem Flug nach Turkmenistan hatte man

Armenien

In einem Zeitungsartikel, der in der “Welt am Sonntag” im Herbst 2011 erschienen ist, fand sich der wunderschöne poetische Satz, nach “Armenien kommt man eben, um sich verwirren zu lassen”. Das ist wohl wahr; landschaftliche Extreme - Karst, Halbwüste, Hochgebirgsseen

Durch den wilden Kaukasus

Im Oktober diesen Jahres bereiste ich für einige Zeit die Kaukasusrepubliken Georgien, Aserbaidschan und Armenien. Nun, solche Kaukasusreisen haben über die Jahrhunderte viele Vorläufer; Schriftsteller, Künstler, religiös Verfolgte, die zur Arche am Berg Ararat wollten: “Scipius Claramontis im Jahr 1649

Grubenfahrten auf der Rolltreppe

Im April hatte einen Mitarbeiter der Kulturredaktion der Westdeutschen Zeitung in meinem nur mäßig aufgeräumten Atelier zu Besuch. Aus diesem Gespräch ist ein Artikel entstanden, der am 21.6.2011 in der WZ erschienen ist: www.wz-newsline.de/ oder als pdf-Version hier. Übrigens, der

Apropos Marx

Zu Beginn des Jahres 2011 schaut alle Welt in den Maghreb oder in den Nahen Osten und begleitet die dortigen Veränderungen mit Interesse, Gefühl und Bauchgrimmen. Dabei sind auch in Deutschland die Zeichen auf Veränderung gestellt, wenngleich eine politische Veränderung

The Ruins of Detroit

Es sind die Bilder eines menschenleeren Landes, deren Bewohner allenfalls noch hinter z.T funktionierenden Straßenbeleuchtungen vermutet werden können – ein leeres Land in vielfacher Hinsicht. Yves Marchand and Romain Meffre dokumentieren in diesem Buch ein 2005 begonnenes Projekt, das sich

Weihnachtsgeschenke 5

“Die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Deloitte & Touche hat auch dieses Jahr wieder untersucht, wie es finanziell so steht um Weihnachten. Das Ergebnis: Nicht schlecht. Optimistische Stimmung. Krise vorbei, das will bewiesen und gefeiert werden mit großzügiger Bescherung, etwa 300 Euro wollen die

My Christmas Tree

Bei einem großen deutschen Fernsehsender heißt es immer wieder “Colour our life”; gesagt – getan. Raus aus diesem Alltagsgrün des bundesdeutschen Wohnzimmerweihnachten und auf der Suche nach einer Alternative fand ich pünktlich zum 2. Advent des vergangenen Jahres in einem

Grubenfahrt

Krachend schließt sich das Gitter, dann fallen zwei metallerne Schläge. Es ruckelt und langsam setzt sich der Korb in Bewegung. Alles dunkel, nur erleuchtet vom Dämmerlicht der Helmleuchten anderer hier im Korb ... Der Begriff Grubenfahrt ist im Ruhrgebiet ein

Zwei

Im Vorwort des Buch "Eins" ist im letzten Satz des Vorwortes von einem Nachfolgeband die Rede. Die folgende Sammlung soll nun diese Rolle einnehmen, aber nicht in dem Sinne einer 1:1 Fortsetzung, sondern einer Weiterschreibung dieser Art und Weise der

Eins

Zugegebenermassen der Titel dieses Buches spielt bewusst mit einer möglichen Verwirrung des Betrachters. Denn was hat ein Bildband mit dem Wort "Eins" zu tun? Die Beziehung liegt direkt nicht auf der Hand. Beim Sichten meiner Archive stellte ich immer wieder

Some pieces of London

Dieses Buch sollte eigentlich „Die Mind-The-Gap-Stadt“ heißen, weil mich die ständigen gutgemeinten Ansagen in der U-Bahn nur genervt haben. Als nicht Engländer verfügte ich offenbar nicht über die Filtermechanismen, um über diese Dinge hinweg zuhören oder sie zumindestens unter dem

Achsen

Es ist wenig übriggeblieben vom Mondänen der ehemaligen Beelitzschen Heilanstalten. Die zwischen 1898 und 1930 von der Landesversicherungsanstalt Berlin errichteten Arbeiter-Lungenheilstätten Beelitz-Heilstätten bildeten einen der größten Krankenhauskomplexe im Berliner Umland. Es ist heute ein denkmalgeschütztes Ensemble von 60 Gebäuden auf

Registan

Der Registan ist einer der prächtigsten Plätze Mittelasiens in Samarkand / Usbekistan. Registan – ein Herz des antiken Samarkands, dessen Name als “Sandiger Platz” übersetzt werden könnte. Auf diesem Platz steht das Ensemble von drei Medressen als gutes und einmaliges

Eichbaum – eine semantische Verzahnung

Am 24. Juni 2009 verwandelte sich die U18-Haltestelle “Eichbaum” in eine Oper. In der Eichbaumoper erklingen zwischen Beton, Gitterstäben und Graffitis neue Arien und Geschichten. Orchester, Opernsänger, Schauspieler und Chöre erzählen von den Menschen, die neben uns an der Haltestelle