Bottrop – Die Stadt mit der letzten Kohle

Bottrop ist - wie der Geierabend mal meinte - die westlichste Stadt Polens oder die östlichste der Niederlande. Im Jahre 2018 ist das aber anders, weil es neue und andere Themen in der Öffentlichkeit gibt. Dann nämlich endet hier mit

E.D.I.D.W.G.U.G.L.

In seinem Buch "The Tourist Gaze“ etablierte der britische Soziologe John Urry 1990 die These vom "touristischen Blick“, mit dem Urlauber fremde Städte, Landschaften und Kulturen konsumierten. Und die Verantwortlichen in Stadtverwaltungen und Fremdenverkehrsaemtern usw. würden sich diesen Erwartungen nur

Kirgisistan

In meinem 2012 erschienenen Buch über ein kleines Land in Südosteuropa finden sich im Vorwort die folgenden, sehr treffenden Worte: „Albanien? Warum fährst Du nach Albanien, wurde ich mehrfach im Vorfeld der Reise gefragt. Ist es so, dass vermeintlich weiße

Usbekistan

Wenn man Usbekistan von Kirgistan kommend durch das Ferganatal betritt, fallen einem sofort die breiten Straßen, die von neuen Häusern gesäumt sind, auf. Ein wenig irritierend ist vielleicht, das alle diese Bauwerke in ihrer eigenwilligen Eleganz ein wenig amerikanisch wirken.

Suburbia

Im Januar 2017 erreichte mich eine Email des Ensemble Ruhr, das, wie in den Jahren zuvor, sein Musik- und Kunstprojekt „Die sieben letzten Worte an sieben Orten“ an verschiedenen Orten spielen wollte. In der Email las ich: “Kennen Sie einen

Suburbia

Mein grüner Ort ist kein grüner Ort. Das wäre zu langweilig und zu eindimensional. Mir fallen eher Parallel- und Suborte der Mobilitätsgesellschaft ein. Was wäre da naheliegender um an die Orte zu gehen, die das darüber liegende halten und stützen,

GE – ein Stadtspaziergang

In der Wochenzeitung “Die Zeit” las ich, das der Schriftsteller Thorsten Nagelschmidt abgetörnt ist von der Meinungshölle auf Bewertungsplattformen und das er es befreiend findetsich naiv auf einen neuen Ort einzulassen. Dem stimme ich ohne Einschränkungen zu, denn Bewertungsplattformen sind

Visus

Visus bezeichnet das Ausmaß der Fähigkeit eines Lebewesens, mit seinem Sehorgan Muster und Konturen in der Außenwelt als solche wahrzunehmen. Und um solche geht es hier; Muster und Konturen, ungeschönt, im permanenten Gegensatz zu den eingeübten und langweiligen Selfie-Gesichtern. Visus

Moldova

Um in die Republik Moldau und in die Hauptstadt Chișinău zu gelangen, ruckelt man etwa zwölf Stunden in einem sowjetischen Schlafwagen der Eisenbahngesellschaft CFM von Bukarest durch die Nacht. Schwere Türen, verrammelte Fenster, Vorhänge aus gekrepptem Polyester, golden bestickt mit

Ausstellungseröffnung „Bruckhausen – Ein Stadtteil wird...

Der Fotograf Bernd Langmack hat die Lebenssituation in Duisburg-Bruckhausen porträtiert. Begrüßung: Stefan Berger, Vorstandsvorsitzender der Stiftung Bibliothek des Ruhrgebiets Einführung: Heinrich Theodor Grütter, Direktor des Ruhr Museums Essen Ulrich Land, Schriftsteller, Hörspiel-Autor: Abriss in Bruckhausen – Duisburgs Masterplan mit Rissen

Rumänien

Rumänien? Was erwartet den Reisenden, der geprägt ist vom politischen Tageszeitungsjournalimus, der zu häufig immer nur schwarz und weiß kennt. Liegt irgendwo in Südosteuropa, ist ehemaliger Ostblock, Zigeuner und Banden etc. Und den Geschichts- und Literaturbewußten sagt der Name Nicolae

Sichtweise

Sichtweise ist ein Bilderbuch eines Jahres. Ohne exakte Daten oder Ortsbezeichnungen. Aber es ist auch eine Neuerfindung, ein phantstischer Kunstraum des abgelaufenen Jahres. Guntram Walter: Sichtweise 100 Seiten, vierfarbig, 18 × 18 cm, broschiert, print-on-demand ISBN 978-3-942974-08-8 edition dpe Auch

Bilkblicke

Auch das gibt es; Stadtteilbücher über Stadtteile ohne die, in diesen liegenden, Wahrzeichen. In diesem Fall ein Buch über den traditionsreichen Düsseldorfer Stadtteil Bilk aber ohne Rheinblick, Parlament, Rheinturm und Medienhafen. Zumindestens in der Totalen, denn das sind die bekannten

Das Zukunftsfest

Dieser Platz zum Philosophieren steht auf dem Tana-Schanzara-Platz vor dem Schauspielhaus in Bochum. Da hiess es heute Platz nehmen und sich mit den Gedanken einer (um eine) Zukunft beschäftigen, streng nach dem Motto eines künstlerischen Festivals, das eben anders sein wollte

Heimat Opel

Ende 2014 wird der Strukturwandel in Bochum abgeschlossen sein. Abgeschlossen im ironischen Sinne, denn das die Nachfolgebetriebe nach Kohle und Stahl - in Bochum sind und waren das u.a. Nokia und Opel - den gleichen Weg des Niedergangs wie die

Lebe – wohl – Bruckhausen

Crazy! Ob die Sprayer nur das Wort oder den Schriftzug gesamt als Wortmarke am Mauerwerk anbringen wollten, ist mir nicht bekannt. Auf jeden Fall passt das Graffiti in diese Situation. Ein schräger, ein kaputter Ort. Crazy ist schon eine sehr

Bilkblicke

Guntram Walter: Bilkblicke ca. 100 Seiten, vierfarbig, 25 × 20 cm, broschiert, print-on-demand, ISBN 978-3-942974-36-3 edition dpe ET: 31.07.2014

Nein, das ist Kunst

Bei dem amerikanischen Dichter und Philosophen Ralph Waldo Emerson finden sich die folgenden Zeilen: „Sei nicht zu schüchtern und zaghaft in deinen Handlungen. Das ganze Leben ist ein Experiment. Je mehr Experimente du anstellst, desto besser. Und was ist, wenn

Bruckhausen – Bildband

Bruckhausen, ein Stadteil im Norden von Duisburg, allen Krimifans über den Ermittler Horst Schimanski bekannt, der hier viele Einsätze hatte. Nun soll dieser seit langen stadtpolitisch vernachlässigte Stadtteil zum Teil verschwinden. Ich habe über lange Zeit die Veränderung und den

Ort Emscher

100 Tage war die Emscher orange. Nicht der Fluss an sich, sondern ein ihn begleitendes Zeichensystem. Doch das haben wir nicht Christo zu verdanken - der hatte gleichzeitig im Gasometer in Oberhausen zu tun - sondern der Emschergenossenschaft, die nach

Kunst- und Projektbuch: n.a.t.u.r.

Im lexikalischen Bereich findet man als Erklärung: „Natur (lat.: natura, von ‘nasci entstehen, geboren werden’) bezeichnet in der westlichen Philosophie in der Regel das, was nicht vom Menschen geschaffen wurde. Der Begriff wird jedoch unterschiedlich und bisweilen in sich widersprechenden

Photography

Die rückblickende Betrachtung, herausgelöst aus dem direkten Erlebnisprozesses, fördert immer wieder interessante Dinge zutage, die scheinbar vergessen oder als nicht wichtig betrachtet worden sind.So bekommt ein Zeitraum ein ganz anderes und neues Gesicht und Aussehen. “Photography” ist so ein Zeitraum

Tanz

Durch hartes Licht wird der Raum verdichtet, die Bühne oder der Steg grell und stechend in Szene gesetzt. Und mittendrin die Choreographie von Worten, von Lyrik. Hier erschafft die Schwarzweissfotografie, bei der die realen Farbhelligkeitsnuancen in einem bildgebenden Verfahren in

Albanien

Albanien? Warum fährst Du nach Albanien, wurde ich mehrfach im Vorfeld der Reise gefragt. Ist es so, dass vermeintlich weiße Flecken vielen Zeitgenossen Kopfschmerzen bereiten? Wahrscheinlich - aber auch ich wusste vor diesem Aufenthalt nichts von Albanien, das nur kanpp

Männer, Frauen, Tüten

Eine kleine und feine Nische der Street Photography ist das in diesem Buch vorgestellte Projekt “Männer, Frauen, Tüten”. Das Buch ist keine Kulturgeschichte der Plastiktüte, sondern zeigt ihre nackte und schonungslose Einbettung in den Alltag, im wesentlichen als Transport- und

My Street Photography

Der Spiegel brachte am 28.11.2011 eine interessante Rezension über spektakuläre Magnum-Fotografien. Naja, von Enthronung der Fotografen zu sprechen, deren bekannte Bilder immer im Rahmen einer Fotoserie, im analogen Bereich früher "Kontaktbögen" genannt, stehen, ist vielleicht ein bisschen zu dick aufgetragen.

Aserbaidschan

Nein, ich hatte kein wirkliches Bild von diesem Land und das, was irgendwo nebulös herumschwirrte, war uralt. Natürlich Öl und Gas ... Dann kamen mir Erinnerungen von der letzten Reise in diese Region; bei einem Flug nach Turkmenistan hatte man

Armenien

In einem Zeitungsartikel, der in der “Welt am Sonntag” im Herbst 2011 erschienen ist, fand sich der wunderschöne poetische Satz, nach “Armenien kommt man eben, um sich verwirren zu lassen”. Das ist wohl wahr; landschaftliche Extreme - Karst, Halbwüste, Hochgebirgsseen

Durch den wilden Kaukasus

Im Oktober diesen Jahres bereiste ich für einige Zeit die Kaukasusrepubliken Georgien, Aserbaidschan und Armenien. Nun, solche Kaukasusreisen haben über die Jahrhunderte viele Vorläufer; Schriftsteller, Künstler, religiös Verfolgte, die zur Arche am Berg Ararat wollten: „Scipius Claramontis im Jahr 1649

Durch die weitere Nutzung der Seite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.

Schließen