Frisör

Im Frisörstuhl lese ich heute Nachmittag in einer Zettelsammlung, die mir eine Gruppe Weltverbesserer oder Welterklärer auf die Schnelle in die Hand gedrückt hat und finde folgende Worte am Anfang der Genesis: “Die Erde war wüst und wirr und Finsternis

Im Schrebergarten

Es lebt sich gut im Schrebergarten Bayern, wo die Welt noch in Ordnung ist; zumindestens geht morgens die Sonne auf und zwischen diesem Zeitpunkt und dem des Sonnenuntergangs gibt es kein weiteres Ereignis, für man seine Augen und Ohren spitzen

Performative Heimatkunde in Klassenzimmern

An dieser Stelle ist vor einiger Zeit dem Tag des Lehrers gedacht worden. Das Kunstprojekt “Abendschule” beschäftigt sich nun noch einmal mit Beruf, Raum und Umgebung. In Klassenzimmern findet eine „performative Heimatkunde“ statt. Jede/r kann dreimal 45 Minuten den Darbietungen

Leidkultur

Gerade las ich “Klarer Kurs bei der Zuwanderung – Humanität, Ordnung, Begrenzung” , die jetzt die blau-weiße Einheitspartei in Deutschlands Süden – lautstark, leise geht nämlich nicht – propagiert. Und parallel dazu wird das Wort Leitkultur wieder in die Schlagzeilen

Ruhig verhalten

Der fortwährend andauernde Gebrauch von Euphemismen ist ja wie bekannt bei der deutschen Bahn alltäglicher Usus. Und ich bin immer wieder begeistert statt des überholten und staubigen Wortes “Verspätung” das dynamisch klingende “neue Ankunftszeit” zu vernehmen. Nun ist aber der

Beruhigt feiern

Nie zuvor habe ich mich im Karneval so sicher gefühlt. Ich bin umgeben von der wohligen Wärme der Überwachung und der Möglichkeit, das überall rechtzeitig jemand eingreifen kann, bzw. des wissenden Wissens um eine mögliche Aktion. Denn nie zuvor habe

Ich bin glücklich

Nachdem eine große Baumarktkette zu einen bundesdeutschen Kampf gegen das Hässliche aufgerufen hat, steigt der Lärmpegel in den Suburbs. Das einfache Sitzen an einem Platz im Garten ist zunehmend nur mit gelben Ohrinlays aus Polyprophylen möglich. Präsenz: Ich kärchere Du

Gorilla übertüncht

Der Vorsitzende des neuen muslimischen Kulturzentrums in Bristol, Saeed Ahmed, wollte doch eigentlich nur, dass die Außenwand des Vereins gebäudes einen gepflegten Eindruck vermittelt. Sie war ein wellig gammelig und vor allem: voller Graffiti. Also ließ Ahmed sie streichen. Nur

Der Zenmeister

Der Zenmeister ist heute der Appsmeister – er greift ordnend in die Welt ein (als “Cloud Translator”  – Nicolas Carr) und stiftet Sinn in dem seine Schöpfung einen “Verbindungskanal zwischen WWW und Endgerät, der die im Netz verteilten und vorhandenen

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