Ausstellung: Das Zeitalter der Kohle

Unter dem Wiegeturm vor der Kokerei Zollverein ist die Leistungsschau der Industrietechnik aufgebaut. Auf neu terrassierten Schotter stehen Stempel, Schrämladerkopf, etc. – industrielle Kohlestahlkolosse allenthalben, verrostet, verstummt, museal. Willkommen deswegen in Dingskirchen. So heißt der neue Asterix in Ruhrdeutsch. Darum

Mittagessen

Im Vorfeld des Festes der Liebe bleibt auch beim Mittagessen in einem hippen Imbiß der Narzist bei dem Gegenüber des eigenen Spiegelbildes. Obwohl es physisch nach außen anders aussieht. Und redet. Und redet. Über diese große Stadt des ehemaligen Vorbildlandes,

Es gibt nix Gutes, außer Mensch tut es

„Ein feste Burg ist unser Gott“ ist ein Kirchenlied, dessen Text von Martin Luther geschrieben wurde. Auch die Melodie gilt als sein Werk, schreibt Wikipedia. Das Lied ist aber nicht nur eins der protestantischen Kirche, sondern die erste Strophe fügt

Poesie

Das Verschwinden der Poesie und die Wiederkehr des Reellen – so ist es nach jeder Wahl. Es ist entschieden. Irgendwie. Manches war schreiend komisch. Die Plakate werden dann eingemottet, es wird wieder still. Schreiend still. Es könnte in dieser Zeit

Ach Du liebes Festival

Jetzt wird es immer langweiliger. Nicht Du und nicht die Nächte unter Burg-Herzberger Vollmond mit vielfältiger Poesie und bedingungslosem Antiglauben. Und ich merke, das ich über die Anwendung eines Satz nachdenke, den ich bisher immer weit von mir gewiesen habe:

Fake News

Ich wusste gar nicht, das #AmericaFirst sich solch alter historischer, fast vergessener, Symbole bedient; wo Geschichte aus Wut doch gewissermassen mit dem Establischment gleichgesetzt wird, das per se hinweggefegt werden soll. Dabei ist es immer das Volk, das doch aufsteht

Auf diese Zukunft

Die vollständige Rückkehr der Trinkhalle respektive des Tante-Emma-Ladens steht kurz bevor. Denn im Zuge eines gesellschaftlichen und individualistischen Me-First verschwinden derzeit immer mehr frei verkäufliche Waren in die Glasvirtrinen. Wie die Süddeutsche Zeitung berichtet, sperrte ein Supermarkt nach Seriendiebstahl Steaks

Alte Visionen

Ich bin auf einen alten Artikel mit dem Titel „Gewaltige Tastaturen“ hier im Blog von 2009 gestossen. Im Februar 2017 mutet dieser Beitrag und das dahinter liegende Ereignis zumindestens seltsam an – wenn nicht ganz und gar weltfern. Die Internetseite

Zeit-Räume Ruhr

Das Ruhrgebiet ist eine Region im Wandel. Die anhaltende wirtschaftliche und soziale Veränderung stellt seine Bewohner vor die Frage: Wo kommen wir her und wo wollen wir hin? Vor diesem Hintergrund will das vom Institut für soziale Bewegungen und von

Glanzbilder

Eigentlich Mädchensache, oder? Ich habe sie nie besessen. Aber vom System her Teil einer Erinnerungskultur. Und nicht nur meiner. Sind Idylle, Kitsch, Träumerei. Mag sein. Und dann Jimi Hendrix, Che Guevara und „Make love, not war“: Sie sind alle wieder

Wohin würden Sie mit einer Zeitmaschine reisen

Gerade fand ich im Archiv ein Foto von „Kanalglühen“ wieder – einer Reise auf auf dem Rhein-Herne-Kanal im Rahmen der Kulturhauptstadt 2010, auf der die Spundwände des Kanals während der Fahrt als Leinwand und Projektionsflächen benutzt wurden. „Wohin würden Sie

Till There’s Nothing Left

So, es ist fast überstanden, es ist vollbracht. Fast ein Golgota; kleine Ausgabe. Morgen ist Dienstag, dann folgt Mittwoch, der 9.11.2016. Und dann kehrt hoffentlich etwas Ruhe ein. Ich kann dieses unendliche mediale Getöse kaum mehr ertragen. Wegen dieser Wahl

Aus

AUS sind die ersten drei Buchstaben des Wortes Ausnahmezustandes, das derzeit in aller Munde ist. Das gerade modern ist, sich tätowiert auf Unterarmen mit den Worten „I am I am I am“ findet und mit dem sich die vermeintlich großen

Placeholder

Nach dem großen Heulen und Zähneknirschen

Nach dem großen Heulen und Zähneknirschen wird sich die Welt aber weiterdrehen und die Sonne weiter auf- und untergehen. Das ist quasi ein Gesetz. Das sagt die Erfahrung, die Deduktion. Weniger Gesetz scheint dagegen zu sein, das Dinge sich überhaupt

Das freie Leben

In der Zeitung vom Samstag lese ich heute – oh, ich bin schon wieder so ein bißchen aus der Zeit gefallen – das sich der britische Premierminister dafür eingesetzt hat, Tampons und Binden zum Thema eines EU-Gipfels zu machen. „Er

Papier, analog

Ich möchte heute hier im Blog eine Lanze für das analoge Notizbuch brechen. Dabei muß es nicht Moleskine oder ein anderes Papierdesignprodukt sein – ich werde auch nicht für das Aufzählen von Produktnamen bezahlt, was ich zum Beispiel von einer

Bevor es zu spät ist

Bevor es zu spät ist und wieder die Lobbyisten, die vielen Hiobs, aus dem Selbstoptimierungslager noch mehr triumphieren, habe ich hier noch etwas in meinem Archiv zusammengestellt, das die verschwindene Ästhetik der fleischlichen Genüsse gut beschreibt. Wenn die Satire schon

Intimität

Heute Mittag bekomme ich wieder diese Bilder per Livestream. In einer spärlich beleuchteten Raum, geradezu eine Höhle, passiert es, es wächst und verändert sich etwas. Es ist eine Art Peepshow in meiner Küche. Das zu beobachten ist ungeheuer spannend und

Graue Haare

Da Mutti ein besonderes Obacht auf ihre grauen Haare hat, erfand sie das affirmative „Alternativlos“ und ihr Freund Alexis aus einer ganz ähnlichen Motivation sein berühmtes „Ochi“. Der Blues kommt dann aber trotzdem – in der Konfrontation mit dem Anderen.

54. Stadt – Das Ende der Zukunft

"Passt auf, wovon ihr träumt!" Das stand auf den Baumwollbeuteln, die vor Beginn der Veranstaltung im Ringlokschuppen Mülheim mit Wasser, Apfel und süßer Waffel - gewissermaßen auch als Überlebenspackage - ausgeteilt wurden. Man weiß ja nie. Man befindet sich in

Das Gewicht eines Sterns

Tja, jetzt sind die Physiker, die Architekten, Designer, Philosophen und Psychologen gefragt, die sich nun die Köpfe zerbrechen müssen über das grundlegende Problem mit dem Gewicht eines Sterns. Eines Neuen. Eines Vierten. Eines, der fast zugeflogen kam und nun in

Mit der Liebe ist das so eine Sache …

Mit der Liebe ist das so eine Sache. Auch wenn seit gestern abend und dann noch illuminiert eine Art große Leuchtreklame am Förderturm des deutschen Bergbaumuseums in Bochum hängt und sein "HOW LOVE COULD BE" im Rahmen des Sommerfestival "This

Klassenkampf

Von der Front des real existierenden Wahlkampfes ist Erfreuliches zu berichten; nämlich die Vereinigung zweier, bisher unüberbrückbar, gedachter Klassengegensätze, zumindestens für eine Zeit am Laternenpfahl. Man kann der Zukunft zugewandt sein …

Was bin ich

wer sagt was, wer bestimmt was, wer ist auf augenhöhe, wer schweigt, wer schreit, wer spielt wen, wer ist der könig, wer ist der getretene, wer ist kasper, wer ist das volk, was bin ich?

Die gute alte Zeit

Angenehme Hauttöne werden nur von diesem (beinahe vergangenem und vergessenen) Beleuchtungsgerät wiedergegeben. Aber, was klage ich, die gute alte Zeit lässt sich nicht zurückholen.

Programmvorstellung Festival n.a.t.u.r.

Nachdem nun im Vorfeld alle Fragen zur Finanzierung des Festivals "n.a.t.u.r. – natürliche Ästhetik trifft urbanen Raum" geklärt sind, wurde am vergangenen Dienstag das irre Programm vorgestellt. Nadin Deventer und Marie-Loise Hansel erklärten in der Rotunde Struktur und zeigten persönliche

Eisige Zeiten

Die FAZ schreibt treffend zum Tod von Stéphane Hessel: „Und schon vermissen wir den europäischen Intellektuellen, der nach den politischen Irrtümern und der ideologischen Blindheit seiner berühmteren Kollegen des zwanzigsten Jahrhunderts dem Begriff des Engagements im neuen Jahrtausend neue Verbindlichkeit

Ich bin 679

Das sagt mir ein kleiner Zettel, den ein Apparat ausspuckt und mir auf diesem Weg mitteilt, was ich nun tun soll. Nämlich warten. Vor der Theke in einer Kassenschlange und es ist keine Stadtverwaltung oder öffentliche Hand, sondern ein Lifestyleladen

Die Bahn macht mobil

Jawohl  – die Bahn macht mobil – im RE 10619, heute nachmittag Richtung Minden erlebte ich live einen Zeitsprung. Die Digitalanzeige im Doppelstockwagen des Typs 761.2, sonst um keine Ausrede und Entschuldigung verlegen, verstummte plötzlich, wurde schwarz, um nach kurzer

2021

So schöne blaue Augen möchte ich auch haben – oder ist es die Spiegelung des Monitors, in den hineingeschaut wird. Das Bild verbreitet Spannung, volle Konzentration, denn der Arbeitsplatz ist Monitor und Rechner. Ich habe diese Augen aber nicht und

Durch die weitere Nutzung der Seite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.

Schließen