Büro für Vieles https://www.gunwalt.de/blog Fri, 23 Feb 2018 15:47:54 +0000 de-DE hourly 1 https://wordpress.org/?v=4.9.4 Karnevalsende https://www.gunwalt.de/blog/blog/2018/02/karnevalsende/?pk_campaign=feed&pk_kwd=karnevalsende https://www.gunwalt.de/blog/blog/2018/02/karnevalsende/?pk_campaign=feed&pk_kwd=karnevalsende#respond Thu, 22 Feb 2018 12:54:19 +0000 https://www.gunwalt.de/blog/?p=13938 ]]> Ich weiß nicht wirklich wofür oder wogegen vor zwei Wochen auf dem Geisterzug in Köln heftig getrommelt wurde. Ging es etwa um die Geister der Reinheit und der Achtsamkeit die im Karneval etwas abhanden gekommen sind gegenüber der privaten Erbauung durch das individuelle in sich Hineinschütten von Getränken. Und wenn dem so ist, ist der Wunsch nach der Rückkehr zu einem Ursprung – was immer das nur ist – nur zu gut verständlich. Und das ist viel einfacher als es zunächst scheint. Denn da hilft wunderbar die aktuelle politische Debatte mit den Dieselfahrverboten. Denn die Logistik des Karnevals und des -zuges wird mit dieser alten Technik krampfhaft am Leben erhalten erhalten. Das Heer der gesponserten Trecker und Sprinter in der Organisationsstruktur ist schon beachtlich und Rosenmontags bestens zu begutachten. Jetzt also her mit den Fahrverboten. Und darauf einen Tusch oder zwei. That’s just meine two cents. „Wolle mer’n eroilosse? Ein letztes Mal?“

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Ein Woche später https://www.gunwalt.de/blog/blog/2018/02/ein-woche-spaeter/?pk_campaign=feed&pk_kwd=ein-woche-spaeter https://www.gunwalt.de/blog/blog/2018/02/ein-woche-spaeter/?pk_campaign=feed&pk_kwd=ein-woche-spaeter#respond Wed, 21 Feb 2018 16:49:16 +0000 https://www.gunwalt.de/blog/?p=13932 ]]> Ich habe mich gerade eine ganze Woche bezüglich Fastenzeit und einem personifizierten Opfergedanken herumgeschlagen. Nichts wirklich sinnvolles wollte mir einfallen auf das es sich zu verzichten lohnt. Aber heute morgen kam jetzt die Erlösung wie aus dem Nichts herbei: Ich verzichte mir weiter Gedanken zu machen. Auch weil ze.tt einfach gefragt hat, was für euch bis Ostern tabu ist. Da ist alles drin. Und nächstes Jahr werde ich dann aus dem Text eine Wortliste machen und dann würfeln. Das ist einfacher. Und ich werde mich dann garantiert nicht ärgern …

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Költ https://www.gunwalt.de/blog/blog/2018/02/koelt/?pk_campaign=feed&pk_kwd=koelt https://www.gunwalt.de/blog/blog/2018/02/koelt/?pk_campaign=feed&pk_kwd=koelt#respond Sun, 11 Feb 2018 15:15:59 +0000 https://www.gunwalt.de/blog/?p=13906 ]]>

Vielleicht ist es ja eine Erfindung eines Geistes. Dieses Költ! Einem Mischmasch aus Kölsch und Alt. Und dieser steckte noch mit alle seinen Gallen in den Vermählungskesseln. Jedenfalls gestern abend auf dem Geisterzug in Köln habe ich weder ihn noch sein Produkt gesehen oder gerochen. Wäre doch eine gute Gelegenheit gewesen. Zwischen Astronautennahrung, Cabernet Sauvignon und diversen Pinnchen. Dafür gab es vieles andere mehr …

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Veganer aufgepasst! https://www.gunwalt.de/blog/blog/2018/02/veganer-aufgepasst/?pk_campaign=feed&pk_kwd=veganer-aufgepasst https://www.gunwalt.de/blog/blog/2018/02/veganer-aufgepasst/?pk_campaign=feed&pk_kwd=veganer-aufgepasst#respond Wed, 07 Feb 2018 18:12:16 +0000 https://www.gunwalt.de/blog/?p=13904 ]]> Veganer aufgepasst! Ihr seid fast am Ziel. Denn in den künftigen Regierungsumzügen – veranstaltet vom neuen Innenministerium, Ressort Heimat, marschieren die Tiere jetzt mit großem Aufzug mit. Und haben eine Stimme. Kein Tier wird mehr leiden oder sterben und niemand sich beschweren. Alles wird gut!

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Komplett https://www.gunwalt.de/blog/blog/2018/02/komplett/?pk_campaign=feed&pk_kwd=komplett https://www.gunwalt.de/blog/blog/2018/02/komplett/?pk_campaign=feed&pk_kwd=komplett#respond Mon, 05 Feb 2018 10:29:45 +0000 https://www.gunwalt.de/blog/?p=13884 ]]> Zugegebenerweise ist die ideologische Einordnung des Plakates nicht ganz eindeutig. Rechts außen wäre da der althergebrachte Mutterschaftgedanke, worauf „Zeit online“ in einem Artikel hinwies. Dann ist da noch im eher linken Spektrum die Selbstbestimmung der Frau zu nennen und drittens der eher unpolitische, scheinbar helfende Kapitalismus, der sich prima mit zwei bekannten, aber dämlichen, Werbeslogans wie „Nichts ist unmöglich“ oder „Geht nicht, gibt’s nicht“ beschreiben lässt. Letzteres gipfelt dann in dem ungeheuerlichen Schlußsatz „Sie haben uns komplett gemacht.“ Und alles zuvor trieft in vermeintlicher Demut. Hey hey!! Welch ein krude Vorstellung wenn nur ein Ganzes Lebensglück ist; das Eindeutige und ein Abweichen von der Norm falsch ist – das zukünftige China lässt grüßen. Und wer definiert eigentlich was und welche Rolle spielt auch das eigene Kopfkino, das hier auf dem Plakat wunderbar eingefangen werden soll. Wahrscheinlich sogar erfolgreich.

Und wenn es im übrigen in der #metoo Debatte um Herrschaftsverhältnisse geht, wäre es an der Zeit auch an dieser Stelle einmal genau hinzuschauen. Denn auch darum geht es hier – um das Ausnützen von Macht und Notlagen. Der Sexualwissenschaftler Dr. Christoph Joseph Ahlers bringt es in seinem Buch „Der Himmel auf Erden“ gut auf den Punkt: „Es muss auf den Punkt etwas stattfinden, funktionieren, klappen und – im wörtlichen Sinne – etwas dabei ‚herauskommen‘. Beim Mann das Sperma, bei der Frau das Baby.“ Leistungsdruck pur.

„Mittlerweile belegen auch Studien, dass verordneter Kalendersex im Rahmen reproduktionsmedizinischer Behandlungen konkret beziehungsgefährdend sein kann. Nach einer Umfrage der Ruhr-Universität Bochum gaben 80 Prozent der Patientinnen an, dass die emotionalen Kosten einer Kinderwunschbehandlung »hoch oder sehr hoch« seien, und viele Paare überstehen diese Behandlung nicht als Paar. So verkehrt sich der Prozess gegen sich selbst! Am Ende gibt es womöglich mit geringer Wahrscheinlichkeit ein Baby, das mit hoher Wahrscheinlichkeit kein Elternpaar mehr hat.“

Und wie war das dann mit dem Komplett? Oder ist das Komplett doch etwas anderes? Die pure Selbstbestimmung? Oder …

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Rundgang 2018 https://www.gunwalt.de/blog/blog/2018/02/rundgang2018/?pk_campaign=feed&pk_kwd=rundgang2018 https://www.gunwalt.de/blog/blog/2018/02/rundgang2018/?pk_campaign=feed&pk_kwd=rundgang2018#respond Fri, 02 Feb 2018 23:56:18 +0000 https://www.gunwalt.de/blog/?p=13888 ]]>

Gerade lese ich auf meinem favourisierten Newschannel: „Sichte gerade mein visuelles Tagebuch vom Rundgang in der Kunstakademie von gestern. Diesmal wieder gute Arbeiten und sehr inspirierende Werke entdeckt. Hingehen lohnt sich. Ist noch wenige Tage geöffnet.“ Vielleicht auch weniger – wenn man auf die aktuelle Kunstdebatteund auf das Abhängen von Werken rekuriert und das persönliche Getriggert sein (eine neue Art des post-heidegger-seins) als den Nabel aller möglichen Welten setzt. Aber vielleicht ist das furchtbar entspannte Düsseldorfer Publikum da anders. Und die Hoffnung stirbt zuletzt …

 

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Schunkeltraining https://www.gunwalt.de/blog/blog/2018/02/schunkeltraining/?pk_campaign=feed&pk_kwd=schunkeltraining https://www.gunwalt.de/blog/blog/2018/02/schunkeltraining/?pk_campaign=feed&pk_kwd=schunkeltraining#respond Thu, 01 Feb 2018 17:53:32 +0000 https://www.gunwalt.de/blog/?p=13886 ]]> Natürlich mache ich mit, damit ich gewappnet bin. Im Trockenkurs ist es ganz einfach: Einhaken und nach links, dann nach rechts und wieder links. Es folgt das obligatorische Wiederholungszeichen … und im Unicodeblock Notenschriftzeichen des internationalen Zeichenkodierungssystems Unicode liegt das linke Wiederholungszeichen auf Position U+1D106 („Musical Symbol Left Repeat Sign“), das rechte auf U+1D107 („Musical Symbol Right Repeat Sign“).

Jetzt bin ich drin, ich fühle mich sicher. Die Musik ist auch da. RUMTATA!! Jetzt suche ich die App, wo ich das alles (mich und den Rest) bewerten kann. :-B

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Das Biolandmädel https://www.gunwalt.de/blog/blog/2018/01/das-biolandmaedel/?pk_campaign=feed&pk_kwd=das-biolandmaedel https://www.gunwalt.de/blog/blog/2018/01/das-biolandmaedel/?pk_campaign=feed&pk_kwd=das-biolandmaedel#respond Sun, 28 Jan 2018 15:32:47 +0000 https://www.gunwalt.de/blog/?p=13880 ]]> Wie geht das Biolandmädel eigentlich mit der #metoo Debatte um. Weil es ungefragt angegrabst, aufgerissen und verspeist wird. Das wird doch wohl noch gesagt werden dürfen!! Oder sollen wir unsere Sprache nur noch rein neoliberialistischen Kriterien unterwerfen, in dem bei jedem Wort marketingmäßig nach Ursache und Wirkung geprüft wird. Wie es jetzt schon in der Lyrik diskutiert wird. Das wäre sehr traurig und ein gesellschaftlicher Ausverkauf. Wenn radikale und übersubjektive Empfindlichkeit eine mächtige Disziplinar- und Kontrollgesellschaft hervorruft, in der die Konformität über die Begierde (Deleuze) gesteuert wird, sieht es sehr finster aus. Und alles, was nicht dem entspricht, kann einpacken. Der Soziologe Zurawski nennt dies den „Konsum der Überwachung“, was nichts anderes heißen soll, als dass bestimmte Überwachungstechniken und Praktiken von uns angenommen werden, weil sie „cool“ sind, etwas, das man sich leisten kann, ein Distinktionsmerkmal. Ich bin aber keine Maschine und keine Kontrolle meiner selbst und werde auch keine sein und werde mir ab und zu nach wie vor auch ein Biolandmädel kaufen.

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Die Wa(h)re Fortschritt https://www.gunwalt.de/blog/blog/2018/01/einkaufen/?pk_campaign=feed&pk_kwd=einkaufen https://www.gunwalt.de/blog/blog/2018/01/einkaufen/?pk_campaign=feed&pk_kwd=einkaufen#respond Mon, 22 Jan 2018 17:45:15 +0000 https://www.gunwalt.de/blog/?p=13877 ]]> Endlich kann ich jetzt einkaufen ohne zu reden! An der Kasse zum Beispiel. Denn das ist out. Herumstöbern im Laden, ereignisarm und zielorientiert. Willkommen im Autistenland, des pragmatischen stoischen Zugreifens und Zueignens von Dingen gegen Geld. Willkommen im App-gesteuerten Amazon Store – leider derzeit nur in Seattle – aber sicher mit Optionsscheinen für den Rest der Welt. Nicht Jeff Bezos! Und auch willkommen in der Gated Community der Habenden (aber nicht unbedingt der Seienden), die vielleicht eine höhere Seinsstufe zur Vervollkommnung ist. Aber was denn eigentlich? Die App?

Was mache ich eigentlich, wenn ich spontan Lust auf einen Kaugummi o.ä. während eines Spaziergangs habe, das Handy aber vergessen habe? Oder zu faul bin, noch einmal in die Wohnung hochzusteigen um es zu holen. Und dann merke noch während des Schreibens dieses Satzes, das das eine furchtbar altmodische Frage oder Gedanke ist. Aus der Sicht der Weltverbesserer und -optimisten. Kein Handy dabei? Geht nicht – gibt’s nicht. Denn ich verlasse meine Wohnung ja auch nicht (oder fast nie) ohne Schlüssel. Und darum geht es. Vorbei also die Zeiten, die das Wort „Anschreiben“ am Büdchen kannten. Oder das Wort „Deckel“, der monatlich abgerechnet werden kann, gewissermassen ein Art individueller Schufa freier Kredit auf Vertrauensbasis, Blickkontakt und Anrede. Vorbei also die Zeiten oder auch nicht!

Übrigens, jetzt kann man sich anmelden für den 2. Trinkhallentag am 25.08.2018 im Ruhrgebiet:
http://www.tagdertrinkhallen.ruhr/

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Ein bisschen Bio-Suppe https://www.gunwalt.de/blog/blog/2018/01/ein-bisschen-bio-suppe/?pk_campaign=feed&pk_kwd=ein-bisschen-bio-suppe https://www.gunwalt.de/blog/blog/2018/01/ein-bisschen-bio-suppe/?pk_campaign=feed&pk_kwd=ein-bisschen-bio-suppe#respond Wed, 17 Jan 2018 15:50:42 +0000 https://www.gunwalt.de/blog/?p=13872 ]]> Heute möchte ich Euch zwei neue Produkte vorstellen, die ich eben selber gekauft und nicht wie viele Kollegen zugeschickt bekommen habe. Ich werde also testen aus freien Stücken.

Suppe und dann noch Bio ist doch in aller Munde. Ja gleich, bestimmt. Schnell etwas Leckeres und Gesundes zu sich nehmen und dann noch mit solchen tollen Geschmackskompositionen. Mich hat das sofort angesprochen. Die handliche Form der Flasche – überall verstaubar, das zeitgemäße Etikett und die leckere Farbe der Suppe. Na klar, wenn man aber nachdenkt, die Flaschenform ist nicht wirklich neu. Man kennt sie, weniger glasklar, aber dann aus weißen Kunststoff mit dem Aufschrift Actimel. Dieses L.Casei Kulturen-Zeug. Und genau das suggeriert diese Flasche auch; ein Sofort – ein Instant Genuß. „Soup to Go“ etwas was man immer dabei haben muss, wenn man Lust drauf hat. Und das einem gut tut. Und dann in dieser Flasche – ich kann sie genau so zielorientiert an den Mund setzen wie die Actimelflasche. Das Design ist ähnlich – habe ich ja schon geschrieben – die Suppenmenge aber größer und über die Dauerwirkung lässt sich kaum eine verlässliche Aussage treffen, da Actimel sicher über einen längeren Zeitpunkt getrunken werden sollte. Was bei Suppen vielleicht schwieriger sein könnte – aber vielleicht hilft ja die Sortenanzahl. Ich habe nur zwei Flaschen gekauft.

Im Bioladen findet ihr dieses Suppensortiment direkt an der Kasse. Zumindestens bei mir war es so. Dort nämlich, wo früher einmal Schokolade, Zigaretten und die obligatorischen Flachmänner standen. Alles out. Dabei beschreibe ich ich mal eine Szene aus Black Mirror. Aber dafür kann ich die Suppe ähnlich gut wie einen Flachmann handhaben. Ich berausche mich – in diesem Fall – mit einem guten Gefühl. Und der Preis der Suppen – proportional zur Menge – leider rauschhaft astronomisch hoch. Das aber ist der Luxus dieses „to go“. Das ich auch als Designobjekt in meinem Einkaufskorb nützen kann, denn ich muss – was ich bisher vergessen habe zu schreiben – die Suppe leider noch warm machen. Steht auf der Rückseite der Flasche. Im Kleingedruckten.

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Frühstück https://www.gunwalt.de/blog/blog/2018/01/fruehstueck/?pk_campaign=feed&pk_kwd=fruehstueck https://www.gunwalt.de/blog/blog/2018/01/fruehstueck/?pk_campaign=feed&pk_kwd=fruehstueck#respond Sat, 13 Jan 2018 18:19:36 +0000 https://www.gunwalt.de/blog/?p=13869 ]]> Ach das Jahr ist noch so jung und ich bin schon mitten drin im Sündenpfuhl des Hedonismus weil ich vergessen habe rechtzeitig dies und das einzukaufen. Und dann fand ich das hier: Politisch-korrekte, ökologische Aufbackbrötchen in Demeterqualität. Und gut, das meine Stadtwerke Windstrom anbieten. Das schafft ein gutes Gewissen … Ich bin mit mir im Reinen.

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Ausstellung „neueheimat.ruhr“ https://www.gunwalt.de/blog/blog/2018/01/ausstellung-neueheimat-ruhr/?pk_campaign=feed&pk_kwd=ausstellung-neueheimat-ruhr https://www.gunwalt.de/blog/blog/2018/01/ausstellung-neueheimat-ruhr/?pk_campaign=feed&pk_kwd=ausstellung-neueheimat-ruhr#respond Mon, 08 Jan 2018 16:50:47 +0000 https://www.gunwalt.de/blog/?p=13827 ]]> neueheimat.ruhr ist eine themenbezogene Plattform für Fotografie und ganze Serien von Bildautoren. Sie zeigt die Entwicklung der multikulturellen Gesellschaft im Ballungsraum der Metropolregion und spiegelt die Normalität, aber auch die Spannungen im Alltag wider. Das Alleinstellungsmerkmal der Region Ruhr ist ihre Industriegeschichte. Diese ist wiederum mit der Geschichte der Arbeitsmigration verbunden, die den Lebensalltag in der Region und das Bild der Städte bis heute prägt.

Neben der Arbeitsmigration gab es auch Einwanderungswellen wie die nach dem Asylrecht seit den 1980er Jahren, die der Spätaussiedler in den 90ern oder die der Kontingentflüchtlinge. Die massenhafte Flucht nach Deutschland, insbesondere aus Syrien und Afghanistan, aber auch die Zuwanderung aus den neuen EU-Mitgliedsstaaten seit 2015 ist für breite Bevölkerungskreise zunehmend problematisch und stellt den Zusammenhalt der Gesellschaft vor erhebliche Aufgaben.

In der Vergangenheit ist die Integration der Menschen aus anderen Kulturen in der Region weitgehend geglückt – an vielen Stellen sogar vorbildlich. Standen etwa die Gastarbeiter aus Polen und Italien über Jahrzehnte gemeinsam „vor der Kohle“ oder am Hochofen, gilt es heute, an diese Tradition anzuknüpfen und unter den veränderten Vorzeichen der Gegenwart neue Formen des Miteinanders ins Leben zu rufen.

neueheimat.ruhr
Fotoarbeiten zur Migration im Ruhrgebiet (1965 – 2017)
22. Januar – 21. April 2018
montags bis freitags 6 – 19 Uhr
samstags 7.30 – 17 Uhr

Wissenschaftspark Gelsenkirchen
Munscheidstraße14
45886 Gelsenkirchen
Tel: 0209 167 1000

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Bottrop https://www.gunwalt.de/blog/blog/2018/01/bottrop/?pk_campaign=feed&pk_kwd=bottrop https://www.gunwalt.de/blog/blog/2018/01/bottrop/?pk_campaign=feed&pk_kwd=bottrop#respond Thu, 04 Jan 2018 13:49:02 +0000 https://www.gunwalt.de/blog/?p=13830 ]]> Bottrop ist – wie der Geierabend meint – die westlichste Stadt Polens oder die östlichste der Niederlande. 2018 wird das aber anders sein. Dann nämlich endet hier mit der Stilllegung des Bergwerkes Prosper-Haniel die Förderung von Steinkohle in Deutschland. Und damit auch ein riesiges Stück Kultur- und Identitätsgeschichte. Dazu wird es viele Feierstunden geben bevor die Stadt und das Ruhrgebiet am Ende des Jahres 2018 wieder in den Dämmer des Da-war-doch-mal-etwas verschwindet, der immer mal wieder durch markante Großereignisse aufgebrochen wird. Erinnert sei da nur an die Kulturhauptstadt 2010, Emscherkunst, Grüne Hauptstadt Essen 2017, IGA 2027 und evt. Olympia 2036.

Wie aber sieht nun Bottrop 2018 aus? Das wird der Bildband zeigen; und zwar ähnlich wie schon zuvor bei den Stadtbüchern Duisburg, Bochum und Gelsenkirchen. Man darf gespannt sein. Ich bin es auch und freue mich auf viele spannende Begegnungen.

Guntram Walter: Bottrop – Die Stadt mit der letzten Kohle
ca. 100 Seiten, 25 × 20 cm, vierfarbig,
broschiert, print-on-demand
ISBN 978-3-942974-49-3
edition dpe

Erscheint im Herbst 2018

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Tut mir wirklich leid, liebe Hipster https://www.gunwalt.de/blog/blog/2017/12/tut-mir-wirklich-leid-liebe-hipster/?pk_campaign=feed&pk_kwd=tut-mir-wirklich-leid-liebe-hipster https://www.gunwalt.de/blog/blog/2017/12/tut-mir-wirklich-leid-liebe-hipster/?pk_campaign=feed&pk_kwd=tut-mir-wirklich-leid-liebe-hipster#respond Sat, 30 Dec 2017 10:23:26 +0000 https://www.gunwalt.de/blog/?p=13832 ]]> Bei meinem foodora und deliveroo freien Frühstück (habe ich denn wirklich aus Gründen der Gleichberechtigung alle genannt) bin ich beim analogen Lesen der Zeitung auf ein neues Wort gestossen und dies dann flux in mein alltägliches Tu-dies-und-tu-das-Verhalten integriert: „Social-Cooling“. Unter dem Überschrift „Der überwachte Mensch zensiert sich selbst“ lese ich dort über den Hacker-Kongress des Chaos Computer Club, der eben darüber diskutiert; wie wir unser Leben angesichts drohender Totalüberwachung einschränken. Denn die großen Datensammlungen und die Möglichkeiten, sie algorithmisch auszuwerten, beeinflussen das Verhalten der gesamten Gesellschaft. Ein spannender Gedanke und spontan die Überlegung, das man den Spieß auch umdrehen kann, indem man aktiv über seine Verhaltensänderungen in einer überwachten Gesellschaft nachdenkt und eben nicht das tut, was alle machen und üblich ist. Sondern etwas anderes. Denn schon seit langem ärgert mich die Präsenzverlagerung des öffentlichen Diskurses und Lebens in den „privatisierten“ Raum der sog. „sozialen Medien“. Und so werde ich als Resümee nun ab übermorgen alles was ausschließlich nur noch auf Facebook und Twitter, etc. an Veranstaltungen, Läden und Restaurants usw. zu finden, meiden. Mit hedonistischen Besuchen. Eben weil ich beim Aufrufen derer Internetpräsenzen Datenspuren für die großen Weltverbesserungsinstitute hinterlasse. Und wenn es nur um Öffnungszeiten geht. Tut mir wirklich leid, liebe Hipster!

In diesem Sinne einen guten Rutsch und ein noch besseres und freieres neues Jahr!!

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Artscenico Jahrestreffen 2018 https://www.gunwalt.de/blog/blog/2017/12/artscenico-jahrestreffen-2018/?pk_campaign=feed&pk_kwd=artscenico-jahrestreffen-2018 https://www.gunwalt.de/blog/blog/2017/12/artscenico-jahrestreffen-2018/?pk_campaign=feed&pk_kwd=artscenico-jahrestreffen-2018#respond Wed, 27 Dec 2017 11:32:01 +0000 https://www.gunwalt.de/blog/?p=13815 ]]>

Auch 2018 lädt artscenico traditionell zu einem Abend, an dem Publikum und Künstler zusammenkommen, um zurück- und vor allem nach vorn zu blicken, in die neue Saison 2018.

Wir laden Sie ein, mit den Akteuren und Künstlern des bekannten Dortmunder Produktionslabels artscenico einen angenehmen Abend zu verbringen und Informationen sowie Einblicke in ihre Arbeit aus erster Hand zu bekommen und wir lassen die letzten Produktionen Revue passieren und gestatten uns einen Ausblick auf die kommenden Ereignisse. Kurze künstlerische Darbietungen auf der Bühne werden Sie überraschen – der Eintritt ist frei.

Voraussichtlich mit Matthias Hecht, Georgios Kouldakidis, Rolf Dennemann und Überraschungsgästen.

Anmeldungen unter orga@artscenico.de oder telefonisch unter 0231-8634113

MO., 05.02.2018, 19 Uhr
Eintritt frei

Theater im Depot
Immermannstraße 29
44147 Dortmund

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Mittagessen https://www.gunwalt.de/blog/blog/2017/12/mittagessen/?pk_campaign=feed&pk_kwd=mittagessen https://www.gunwalt.de/blog/blog/2017/12/mittagessen/?pk_campaign=feed&pk_kwd=mittagessen#respond Fri, 22 Dec 2017 10:38:12 +0000 https://www.gunwalt.de/blog/?p=13823 ]]>

Im Vorfeld des Festes der Liebe bleibt auch beim Mittagessen in einem hippen Imbiß der Narzist bei dem Gegenüber des eigenen Spiegelbildes. Obwohl es physisch nach außen anders aussieht. Und redet. Und redet. Über diese große Stadt des ehemaligen Vorbildlandes, dessen Menschen immer alles verändern müssen und selbst wenn sie nur „greater“ sagen. Da spürt man im mitgehörten Gespräch die Faszination der Kulturtechnik des kollektiven Rausches, die ein morgendliches Joggen am Hudson mit sich bringt. Denn was alle machen, wird schon gut sein. Und dann der Doorman, der nach 3 Tagen schon persönlich grüßte. Wooah. Das aber ist nur ein verbales amerikanisches Geplänkel. Und in jedem Film zu sehen. Weiß die Wort- und Satzspeiende bestimmt nicht, die über ihre CD und Gesangsstunden und irgendeinen „New York Style“ redet. Muss mit Musik zu tun haben. Und dann kommt die Karriere. Durch und durch geplant, dazu ein schön systematisch geplanter Biografieaufbau ohne Pausenzeichen und deren schriftliche Fixierung könnte wahrscheinlich erst nach der erfolgreichen Beendigung einer Schreibschule lesbar werden. Als Live-Hörbuch derzeit komplett ungeeignet. Dazu passen diamentral die wunderbar chaotisch lesbaren biografischen Notizen, wie sie auf den Internetseiten von Walter Westrupp zu finden sind. Die Geschichte des Gesangsduos Witthüser & Westrupp. Ohne Schule und gelerntem Style, usw. Erleuchtung und Berufung geht auch anders. Das ist nicht traurig und ernst.

 

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Heiliger BimBam https://www.gunwalt.de/blog/blog/2017/12/heiliger-bimbam/?pk_campaign=feed&pk_kwd=heiliger-bimbam https://www.gunwalt.de/blog/blog/2017/12/heiliger-bimbam/?pk_campaign=feed&pk_kwd=heiliger-bimbam#comments Mon, 18 Dec 2017 13:41:15 +0000 https://www.gunwalt.de/blog/?p=13820 ]]> Paketschlangen sind seltsam schweigende Orte – habe ich gerade erst einmal wieder mitgekriegt – aber garantiert nicht von einer meditativen „Bei-sich-sein-Art“, sondern algorithmisch gesteuert wird fieberhaft der Versuch unternommen, wie überbrücke ich jetzt die Störung meiner gegenwärtigen Taktung. Und das bedeutet Schweigen, gewissermaßen mit einer alten Demutsgeste den Kopf gesenkt, hektisch zu wischen und zu schieben. Komme später. Wird heute nichts mehr oder wir machen das jetzt ganz anders.

In der offline Werbewelt im Fernsehen gibt es im Abspann der vor 20 Uhr gezeigten Medikamentenwerbung immer den grauen Bildschirm mit dem vorgetragenen Satz, der eigentlich besser zu einem Schnelllesewettbewerb passt: „Zu Risiken und Nebenwirkungen fragen Sie ihren Arzt oder Apotheker“. Risiken und Nebenwirkungen in anderer Hinsicht sind gerade wieder in aller Munde, weil eben einige der großen – ich nenne es mal so – Gestaltungsgrößen unseres virtuellen und unendlich beschleunigten Alltages jetzt irgendwie gerade zu Kreuze kriechen. Und ich hoffe nicht nur aus einer gefühlten Jahresendzeitstimmung heraus. „Wenn Facebooks Schöpfer vor Facebook warnen“ lautete die Überschrift eines Artikels in der Süddeutschen Zeitung vor einigen Tagen. Er (gemeint ist Chamath Palihapitiya, der bei Facebook einst für das Nutzerwachstum zuständig war) „fühle ‚ungeheure Schuld‘, dass er mitgeholfen habe, ‚das gesellschaftliche Gefüge auseinanderzureißen‘. Um dann zu erläutern, wie soziale Netzwerke wie Facebook und Instagram mithilfe plumper Anreize wie Daumen-hoch- und Herzchen-Symbolen dafür sorgen, dass seine Mitglieder möglichst viel Zeit in diesen Netzen verbringen, und wie dieser Mechanismus den öffentlichen Diskurs verzerrt.“

Tja und nun? Hat das etwas mit mir zu tun? Auf den Wunschzettel kann ich jetzt vor Weihnachten noch schnell den großen Wurf des „Alles-wird-anders-im-neuen-Jahr“ schreiben. Aber von wem soll ich mir das eigentlich wünschen? Muss mal in mich gehen. Zuvor muss das Alte erst einmal erfolgreich zu Ende gebracht werden. Und weil wir nur noch wenig Zeit haben, lassen wir gerne andere für einen arbeiten. Und so hat der Weihnachtsmann nicht immer einen roten Mantel an, manche tragen dazu gelbe Streifen, komisch braune Uniformen, blaue Jacken und stehen hermesgleich im Stau vor der Haustür, weil er keinen Parkplatz zum Ausliefern bekommen. Warum ist das nur so? Ich finde dann eine Postkarte im Briefkasten mit den rührseeligen Worten „Ihr Paket ist da und freut sich auf eine Abholung“. Denn die wird mir aller Wahrscheinlichkeit nach – ebenso wie bei der Rücksendung – einige Minuten Stille bescheren. Ich kann mich dann in der Schlange stehend z.B. weiter den weltbewegenden Klickzahlen meiner Projekte widmen. Sonst wäre dazu nicht gekommen. Heiliger BimBam, die sind tatsächlich schon wieder gestiegen.

Bedeutet Freude eigentlich Stille? Zalando ist da anderer Meinung. Schöne Weihnachten!!

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E.D.I.D.W.G.U.G.L. https://www.gunwalt.de/blog/blog/2017/12/e-d-i-d-w-g-u-g-l/?pk_campaign=feed&pk_kwd=e-d-i-d-w-g-u-g-l https://www.gunwalt.de/blog/blog/2017/12/e-d-i-d-w-g-u-g-l/?pk_campaign=feed&pk_kwd=e-d-i-d-w-g-u-g-l#respond Mon, 11 Dec 2017 11:40:29 +0000 https://www.gunwalt.de/blog/?p=13519 ]]>

In seinem Buch „The Tourist Gaze“ etablierte der britische Soziologe John Urry 1990 die These vom „touristischen Blick“, mit dem Urlauber fremde Städte, Landschaften und Kulturen konsumierten. Und die Verantwortlichen in Stadtverwaltungen und Fremdenverkehrsaemtern usw. würden sich diesen Erwartungen nur allzu gern unterordnen. Ein Ort, ein Land – warm konfektioniert, was gerade die Kampagne der Agentur Jung von Matt über modernen Patriotismus für eine große bundesdeutsche Partei bei der letztjährigen Bundestagswahl gezeigt hat.

E.D.I.D.W.G.U.G.L. ist dagegen eher die bewusste Aufgeregtheit des Städters im gleißenden Balanceakt mit seinem Kaffeebecher und dann auch noch beim Lesen im Smartphone. Und willkommen jetzt im Posttourismus. Und willkommen auch bei „Deutschland Shorts“ – das waren Theaterkurzstücke, die im November 2017 in 10 Episoden den eigenwilligen und mehrdeutigen Kuschelcharakter hier als eine Art Reiseführer zu diesem Land beschrieben. E.D.I.D.W.G.U.G.L. könnnte nun Nummer 11 sein und diese kommt ausschließlich mit Fotografien.

112 Seiten, vierfarbig, 28 × 22 cm,
broschiert, print-on-demand
ISBN 978-3-942974-48-6
edition dpe

Auch im iBookstore von Apple erhältlich
und im ePub-Format hier.

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Kirgisistan https://www.gunwalt.de/blog/blog/2017/12/kirgisistan/?pk_campaign=feed&pk_kwd=kirgisistan https://www.gunwalt.de/blog/blog/2017/12/kirgisistan/?pk_campaign=feed&pk_kwd=kirgisistan#respond Mon, 04 Dec 2017 10:27:10 +0000 https://www.gunwalt.de/blog/?p=13494 ]]>

In meinem 2012 erschienenen Buch über ein kleines Land in Südosteuropa finden sich im Vorwort die folgenden, sehr treffenden Worte: „Albanien? Warum fährst Du nach Albanien, wurde ich mehrfach im Vorfeld der Reise gefragt. Ist es so, dass vermeintlich weiße Flecken vielen Zeitgenossen Kopfschmerzen bereiten?“ Und per Copy & Paste lässt sich dieser Satz im Prinzip jetzt auch hier als Einleitung gebrauchen. Mit dem kleinen Unterschied, das über Kirgisistan als Land fast nichts bekannt ist. Weder die Lage, kaum irgendetwas Geschichtliches und erst recht nicht, das das Land heute die stabilste Demokratie in Mittelasien ist. Und Stabilität macht in der Regel kaum Lärm. Es handelt sich also bei diesem Land erst einmal wissenstechnisch um einen sehr weißen, weißen Fleck, der dann natürlich ganz schnell in der Weltgeschichte mitspielt. Da Hochgebirgsland nämlich in Sachen Wasser. Zum Leidwesen der Nachbarn Usbekistan, Turkmenistan und Kasachstan. Ersteres bringt aber eine großartige und bisher kaum erschlossene Natur hervor. Schon deswegen würde es sich lohnen wiederzukommen. Über den Flughafen in der Hauptstadt Bischkek, dessen Anzeigetafeln für alle Flüge lediglich ein statisches Monitorbild zeigen.

Guntram Walter: Kirgistan
100 Seiten, vierfarbig,
28 × 20 cm, broschiert,
print-on-demand
ISBN 978-3-942974-46-2
edition dpe

Auch im iBookstore von Apple erhältlich
und im ePub-Format hier.

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Accordion Affairs https://www.gunwalt.de/blog/blog/2017/12/accordion-affairs/?pk_campaign=feed&pk_kwd=accordion-affairs https://www.gunwalt.de/blog/blog/2017/12/accordion-affairs/?pk_campaign=feed&pk_kwd=accordion-affairs#respond Sat, 02 Dec 2017 14:51:00 +0000 https://www.gunwalt.de/blog/?p=13320 ]]>

Den Abschluss des Jahres bei QQTec gestaltet – wie in früheren Jahren – eine Formation des Schlagzeugers Peter Baumgärtner. Sein neuestes und ganz spezielles Highlight: Accordion Affairs am 17.12. Trio oder Quartett? Beides trifft zu. Der besondere, eigene Sound entsteht durch das simultane Spiel von Akkordeon und Piano durch den blinden Jörg Siebenhaar, was die Möglichkeiten von Arrangement und Improvisation erheblich erweitert – Akkordeon und Piano werden eins! Ein ganz besonderes emotionales und musikalisches Erlebnis.

Besetzung:
Jörg Siebenhaar, acc., p
Konstantin Wienstroer, b
Peter Baumgärtner, dr

17.12.2017, 16:00 Uhr

QQTec e.V.
Forststr.73
40721 Hilden
Tel.: +49 (0) 172 2 00 84 95

Eintritt 20 Euro/ Vorverkauf 18 Euro, inklusive 1 Freigetränk
Tickets unter www.neanderticket.de/ und an der Tageskasse.

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Schatten tanzende Monde https://www.gunwalt.de/blog/blog/2017/11/schatten-tanzende-monde/?pk_campaign=feed&pk_kwd=schatten-tanzende-monde https://www.gunwalt.de/blog/blog/2017/11/schatten-tanzende-monde/?pk_campaign=feed&pk_kwd=schatten-tanzende-monde#respond Tue, 28 Nov 2017 11:50:26 +0000 https://www.gunwalt.de/blog/?p=13478 ]]> „Schatten tanzende Monde“ habe ich mal in einem Gedicht in den 90ern geschrieben. So ist es, und der Duisburger Hauptbahnhof ist im Winterhalbjahr und nachts voll davon. Ein eigenwilliger Kunstraum, mit individuell sich bewegenden Körpern, die dennoch planmäßigen Gesetzen folgen. Und noch bis 2022 ersichtlich. Dann nämlich umgebaut,  modernisiert und poetisch nivelliert, sagt der Fotograf und Dichter.

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Usbekistan https://www.gunwalt.de/blog/blog/2017/11/usbekistan/?pk_campaign=feed&pk_kwd=usbekistan https://www.gunwalt.de/blog/blog/2017/11/usbekistan/?pk_campaign=feed&pk_kwd=usbekistan#respond Thu, 23 Nov 2017 11:45:44 +0000 https://www.gunwalt.de/blog/?p=13491 ]]>

Wenn man Usbekistan von Kirgistan kommend durch das Ferganatal betritt, fallen einem sofort die breiten Straßen, die von neuen Häusern gesäumt sind, auf. Ein wenig irritierend ist vielleicht, das alle diese Bauwerke in ihrer eigenwilligen Eleganz ein wenig amerikanisch wirken. Dabei ist man doch in Mittelasien. Doch spätestens in Taschkent lösen sich diese Rätsel von selbst auf. Das ist die Hauptstadt mit einer unglaublichen Monströsität in der Architektur – zumindestens in ihrem modernem Teil – der aber durchaus ein bisschen bei Potemkin entlehnt zu sein scheint.

Frühstücksbuffett im Hotel in Taschkent am anderen Morgen; es gibt dort einen eigenen Tisch für die Heißgetränke. Dahinter ein Hotelmitarbeiter mit weißem Hemd und Fliege, der aus zwei Heißwassergeräten permanent drei Thermoskannen befüllt, aus denen die Gäste dann ihren Tee und Kaffee entnehmen. An der Kanne für grünen Tee schauen zwei Beutelettiketten, aus der für den schwarzen Tee einer. Über den Gehalt an löslichen Kaffee in Kanne Nummer 3 kann ich nichts sagen. Und irgendwie passt zu diesem ausgeklügelten Service perfekt die Gratisflasche Wasser in jedem Hotelzimmer mit der Bezeichnung „Pure Life“. Dabei geht es nicht nur ausschließlich um die Firma Nestle, sondern mehr um die Illusion des in der Moderne Angekommenseins.

Usbekistan ist ein Land auf der Suche nach sich selbst mit den toxischen Altlasten der sowjetischen Geschichte inklusiver ökologischer Katastrophen und dem neuen usbekischen Volksheld Timur Lenk. Auf dessen Denkmal finden sich in Taschkent die markigen Worte „Strength in Justice“. Dennoch gilt er ebenfalls als wichtiger Förderer von Kunst und Literatur, der der Region den Beginn eines kulturellen und wissenschaftlichen Aufschwungs ermöglichte.

Guntram Walter: Usbekistan
100 Seiten, vierfarbig,
28 × 20 cm, broschiert,
print-on-demand
ISBN 978-3-942974-47-9
edition dpe

Auch im iBookstore von Apple erhältlich
und im ePub-Format hier.

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Essen HBF, gestern 22:05 Uhr https://www.gunwalt.de/blog/blog/2017/11/essen-hbf-gestern-2205-uhr/?pk_campaign=feed&pk_kwd=essen-hbf-gestern-2205-uhr https://www.gunwalt.de/blog/blog/2017/11/essen-hbf-gestern-2205-uhr/?pk_campaign=feed&pk_kwd=essen-hbf-gestern-2205-uhr#respond Mon, 20 Nov 2017 18:36:08 +0000 https://www.gunwalt.de/blog/?p=13485 ]]> Der Lieferandofahrer weiß schon Bescheid was wenig später in Berlin passieren wird und stählt sich jetzt schon mit einer Banane. Gegen die Schockstarre, gegen die Kälte in der Politik. Man kennt doch dieses Gelb irgendwoher. Manchmal nährt es, manchmal auch nicht. und dann … ?

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Der neue Konsum https://www.gunwalt.de/blog/blog/2017/11/der-neue-konsum/?pk_campaign=feed&pk_kwd=der-neue-konsum https://www.gunwalt.de/blog/blog/2017/11/der-neue-konsum/?pk_campaign=feed&pk_kwd=der-neue-konsum#respond Tue, 14 Nov 2017 11:06:46 +0000 https://www.gunwalt.de/blog/?p=13446 ]]> Großflächig werde ich gerade von Werbetafeln von Foodist.de gestört. Die Aktion mit dem veganen Adventskalender. Wobei man in der Vorweihnachtszeit in der rührseeligen Gefühlswelt ist. Sucht also Halt, Gedanken, Anlehnen und braucht dazu Helferchen. Warum auch nicht in der Ideologie der tierprodukt- und somit vermeintlich herrschaftsfreien Welt für mich und meine Liebsten. Mit dem kleinen Schönheitsfehler, das hier jetzt im Straßenbild für kleine Manufakturen und ihren moralischen Produkt inklusive Vertriebsgesellschaft genauso wie gehabt geworben wird. Das ist dann ein klassischer Systemfehler, den man individuell sehr viel besser und vor allem leiser in den Griff kriegt. Was wieder den Tieren nützt. Durch Verzicht nämlich, was die SZ vor einigen Tagen sehr eindrücklich beschrieb. Und ohne Werbeagentur und ohne ein systemische „Weiter so“ – hier jetzt mit dem politisch korrekten Konsumterror – das sich extrem nahe am bekannten Wort „alternativlos“ befindet.

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Annäherungen und Berührungen https://www.gunwalt.de/blog/blog/2017/11/annaeherungen-und-beruehrungen/?pk_campaign=feed&pk_kwd=annaeherungen-und-beruehrungen https://www.gunwalt.de/blog/blog/2017/11/annaeherungen-und-beruehrungen/?pk_campaign=feed&pk_kwd=annaeherungen-und-beruehrungen#respond Fri, 10 Nov 2017 10:34:57 +0000 https://www.gunwalt.de/blog/?p=13445 ]]>

Man kann mit ganz großen erstaunten und fragenden und traurigen Augen gucken oder vielleicht schallend lachen über dieses Fleckchen Erde Deutschland wie Rolf Dennemann es in der Performance „Mondnacht“ macht. „Mondnacht“ ist eine düstere und fragende Romantik – ein kurzes Theaterstück, das zu einer Reihe von 10 Experimenten zu Deutschland gehört: „DEUTSCHLAND SHORTS – ein theatraler Notvorrat“ .

Heute abend (10.11.2017) folgt nun im Theater Rottstraße in Bochum der zweite Teil von „Deutschland Shorts“. Wiederholt wird das ganze Projekt am Samstag und Sonntag, dem 11./ 12. November im Theater im Depot in Dortmund. Unbedingt anschauen!

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At the beach https://www.gunwalt.de/blog/blog/2017/11/at-the-beach/?pk_campaign=feed&pk_kwd=at-the-beach https://www.gunwalt.de/blog/blog/2017/11/at-the-beach/?pk_campaign=feed&pk_kwd=at-the-beach#respond Tue, 07 Nov 2017 15:49:40 +0000 https://www.gunwalt.de/blog/?p=13436 ]]> Alles ist ein wenig früher; an einer Hinweistafel an der Strandpromenade am Hauptstrand auf der Nordseeinsel Borkum hat man offenbar auf der Rückseite eine Produktwerbung vergessen, die gefühlsmässig in die 70er zurückgeht. Die Sonne, das Beautyprodukt, das Glück und ein wenig die Flowerpower-Typografie. Und ich zücke schnell meine alte Polaroid SX 70, um diese sonnige Vergangenheit festzuhalten. Und praktisch geht das natürlich dank Internet noch viel besser. Mittels Google kann ich die Zeit fast vollständig zurückholen – zumindestens olfaktorisch und so finde ich in diversen Foren erfolgreiche Suchanfragen nach diesem alten Duft – war das wirklich Duft? – und ihrer heutigen Entsprechung, wie z.B.:

„CB I hate perfume: At the beach 1966“
„Louanges profanes No.19“
„Numero Uno von Carthusia“

Aber es ist wie es ist. Und sonst nichts. Meine Haut ist eine andere geworden. Heute benutze ich andere Produkte und der Lichtschutzfaktor 10 von 1977 ist auch so etwas von out. Es ist eben auch nur eine Erinnerung und erlaubt sei der Gedanke, ob man mit fortgeschrittenem Alter und Erinnerungszeit vielleicht der poetischen Formulierungsphantasie: „Früher war alles besser – oder so“ unbewusst etwas mehr nachhängt

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Ach Winterparadies Kaiserwinkl https://www.gunwalt.de/blog/blog/2017/11/ach-winterparadies-kaiserwinkl/?pk_campaign=feed&pk_kwd=ach-winterparadies-kaiserwinkl https://www.gunwalt.de/blog/blog/2017/11/ach-winterparadies-kaiserwinkl/?pk_campaign=feed&pk_kwd=ach-winterparadies-kaiserwinkl#respond Sat, 04 Nov 2017 11:02:47 +0000 https://www.gunwalt.de/blog/?p=13442 ]]> Ach Winterparadies Kaiserwinkl. Wenn Du schon beim „Kaiserwinkl Winter-Opening“ für Deine kleinsten Devotionalien so wenig Augen hast – dem Minischneemann ist gerade etwas schlecht, das ihm die Möhrennase aus dem Gesicht gefallen ist … Aber was sage ich – abgesehen von der intellektuellen Absurdität wird natürlich hier (Düsseldorf Arcaden) wie dort (Kaiserwinkl) alles mit Ökostrom am Leben erhalten. Und der Stand eines großen Autohersteller aus Ingolstadt, der hier zufällig einem SUV abgestellt hat, ist da nur eine bedauerliche Panne. Alles wird gut. Alles ist gut!

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Zum soliden Heini https://www.gunwalt.de/blog/blog/2017/11/zum-soliden-heini/?pk_campaign=feed&pk_kwd=zum-soliden-heini https://www.gunwalt.de/blog/blog/2017/11/zum-soliden-heini/?pk_campaign=feed&pk_kwd=zum-soliden-heini#respond Thu, 02 Nov 2017 16:12:56 +0000 https://www.gunwalt.de/blog/?p=13438 ]]> Willkommen in der Begräbnisstätte des guten Geschmacks. Erst recht, wenn man ein Standartwerk der deutschen Sprache sein eigen nennt und semantisch gerne Dingen auf den Grund gehen möchte. Denn hier findet man bei der Bedeutungsübersicht für „heini“ eine „dumme, einfältige männliche Person; jemand, über den man sich geärgert hat oder den man nicht leiden mag. Beispiel: so ein doofer Heini!“ Okay, nun also hier auch Heini, der auf der Insel Borkum Ferienwohnungen vermietet und was mit dem Wissen des Dudenhintergrundes damit zu einer echten Marketingherausforderung wird. Aber vielleicht bin ich auch nur in einer anderen Welt. Die Welt hier ist voller anderer Poesie. Und so heißt es auf einer anderen Werbetafel im Osten der Insel: „Cafe Ostland/ Die letzte Gaststätte vor Juist“. Aber warum ist am Weltenende eigentlich immer alles schwarz und bitter. Der Azulkaffee, der Service, die Bedienung …

 

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Halloween https://www.gunwalt.de/blog/blog/2017/10/halloween/?pk_campaign=feed&pk_kwd=halloween https://www.gunwalt.de/blog/blog/2017/10/halloween/?pk_campaign=feed&pk_kwd=halloween#respond Tue, 31 Oct 2017 14:08:09 +0000 https://www.gunwalt.de/blog/?p=13426 ]]> Recht so! Der Tod, der Grusel ist die antikapitalistische Alternative.

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DEUTSCHLAND SHORTS – ein theatraler Notvorrat https://www.gunwalt.de/blog/blog/2017/10/deutschland-shorts-ein-theatraler-notvorrat/?pk_campaign=feed&pk_kwd=deutschland-shorts-ein-theatraler-notvorrat https://www.gunwalt.de/blog/blog/2017/10/deutschland-shorts-ein-theatraler-notvorrat/?pk_campaign=feed&pk_kwd=deutschland-shorts-ein-theatraler-notvorrat#comments Wed, 25 Oct 2017 13:21:26 +0000 https://www.gunwalt.de/blog/?p=13429 ]]>

10 Experimente zu Deutschland – Theater, Musik, Tanz, Performance

Zehn kurze Theaterstücke (mit einer Länge von jeweils maximal 15 Minuten), die sich jeweils auf einen Aspekt des Themas „Deutschland“ beziehen, werden von 10 verschiedenen Künstlern, Künstlergruppen, Ensembles usw. aus allen darstellerischen Bereichen produziert. Die entstandenen Inszenierungen werden im Rahmen einer 2-tägigen Veranstaltung sowohl im Theater im Depot (Dortmund) als auch im Rottstr 5 Theater (Bochum) gezeigt.

Deutschland ist in kontemplativer Aufregung. Selten zuvor war das Gefühl so spürbar, dass sich so viele Ereignisse mit so unvorhersehbarem Ausgang überschlagen. Unsere Heimat: Soll man sich wohlfühlen oder aufbegehren? Oder tut man beides gleichzeitig?

Das Bestreben, unterschiedlichste Seiten eines ganzen Landes zu beleuchten – Historisches, Gegenwärtiges, Unmittelbares und Assoziatives, reifte zu der Konzeption dieses Projekts heran, das zwei Hauptziele hat: Eine Vielzahl künstlerischer persönlicher Blicke auf Deutschland zu ermöglichen und dabei dem ungewöhnlichen Format, dem „Short“, d.h. einer kurzen Performance, eine Bühne zu geben.

Drei renommierte freie Ruhrgebietstheaterinstitutionen bilden den Mittelpunkt, aus dem heraus eine Vielfalt an freien darstellenden Künstlern sich formieren und präsentieren sollen. Als aktive Produzenten schaffen sie Beiträge direkt aus den Reihen ihrer anerkannten Künstler, als Kuratoren bemühen sie ihr umfangreiches künstlerisches Netzwerk.

Uraufführungen
9. und 10. November 2017, 19.30 Uhr
Theater Rottstr.5 in Bochum
Karten unter www.rottstr5-theater.de/index.php/karten

11. und 12.11. 2017, 20.00/18.00 Uhr
Theater im Depot in Dortmund,
Karten unter www.depotdortmund.de/theater-im-depot/tickets.html

Eine Koproduktion des Rottstr 5 Theaters (Bochum) mit dem Theater im Depot (Dortmund) und artscenico e.V. (Dortmund)
Künstlerische Leitung: Hans Dreher (Rottstraße5 Theater) und Rolf Dennemann (artscenico)
Kooperationspartner: Berthold Meyer (Theater im Depot)

Beiträge von:

tsuˈhaʊ̯zə
Beobachtungen eines Zugezogenen

Grammatikalisch korrekte Beobachtungen und Geschichten. Das sind ein paar Quadratmeter durchdeklinierte deutsche Realität. Ein Einblick in den Mikrokosmos Nachbarschaft als Teil jüngerer deutscher Biografie. Perfekt, Präsenz, Futur….

Spiel: Georgios Kouldakidis
Regie: Matthias Hecht

Georgios Kouldakidis kommt aus Griechenland. Dort hat er 35 Jahre lang als Schauspieler und Regisseur für Film und Theater gearbeitet. Seit 5 Jahren lebt er mittlerweile in Deutschland.
Matthias Hecht ist freiberuflicher Schauspieler u.a. am Rottstr5 Theater und arbeitet seit Jahren mit Rolf Dennemann und artscenico e.V. zusammen.

Wenn Hände sprechen

Bei einer Vorrecherche wurden Tänzer aus verschiedenen Herkunftsländern, mit Wohnsitz in
Deutschland, in ihrer Landessprache interviewt. Der Fokus liegt dabei auf spontane persönliche und typische Gestikulation die im Nachhinein ausgefiltert werden und weiterhin in eine choreographische Sequenz zusammenwachsen. Die Faszination liegt in der Veränderung der Gestik bei einer Wiederholung des Interviews in deutscher Sprache.
Die Performance bewegt sich zwischen narrativen sowie abstrakten Be-Deutungen und sprachlichen Klängen. Choreographiert und getanzt von Photini Meletiadis und drei weitren Tänzerinnen.

Photini Meletiadis ist 1987 in Calw/DE geboren und wuchs in Kavala/GR auf. Ihr Diplom in Bühnentanz und ihren ‚Master of Arts‘ in „Tanzvermittlung im zeitgenössischen Kontext“ schloss sie am ZZT, HfMT in Köln ab. Sie ist als Tänzerin, Choreographin und Tanzpädagogin im Raum NRW, sowie im Ausland tätig. Ihr Fokus liegt auf site-specific Performance Inszenierungen und auf der Suche der Auseinandersetzung von Livemusik und Bewegung.

Mondnacht / Performance

„Je mehr ich darüber nachdenke, desto mehr zieht es mich hinaus in die Grübelei, in deutsche Grübelei. In einen Wald, in die Natur. Die Romantik.

Im Herbst das Laub der Wälder
Die dünne alte Haut
Der Himmel, die Erde
Fest verankert auf Heimatboden
Fliege ich dahin
Einigkeit und Recht und Freiheit“

Rolf Dennemann, Regisseur, Autor, Schauspieler und Redner, begibt sich in einen Tunnel der Improvisation.
Regie: Seit 1982 ca. 60 eigene Bühnenkreationen und ortspezifische Inszenierungen, Arbeit als Schauspieler seit 1979 auf Bühnen und in Kino und Fernsehfilmen, u.a. mit Adolf Winkelmann, Tom Tykwer und Fatih Akim
Autor: Hörspiele, Theaterstücke, Drehbücher, Rezensionen, Essays, Glossen und Kurzgeschichten, eigene Soloprogramme.
Leitete bis 2009 das internationale Symposium und Festival off limits und andere Festivals wie „Theaterzwang“ (1996/98).

Ohne Titel

Wir, die ANAListen, schauen mit unseren riesigen Augen auf diese winzige Welt: Du hast Erfolg, wenn Deine Konkurrenten am Boden sind. – Wer sind Deine Konkurrenten? Alle.

Ein Projekt von: LokalANAListen
TEXT: Matias Faldbakken; MACHT UND REBEL
REGIE: Mizgin Bilmen
Spiel: Linus Ebner

Mizgin Bilmen geb. am 18. Oktober 1983 in Duisburg ist freischaffende Regisseurin, stammt aus dem Gastarbeiterproletariat und lebt seit 2016 wieder in Duisburg, dem Puls ihres Schaffens. Kern ihrer Arbeit ist die analytische Auseinandersetzung des Verhältnisses des Einzelnen zur Gesellschaft und umgekehrt bis heute. Die Frage nach gesellschaftlichen Mechanismen, die das Verhalten des Einzelnen verändern und die Frage nach der Zeit, die wir er- und leben bilden bei Mizgin Bilmen ein zeitloses Spannungsfeld. Vom Opfer – zum Täter – zu Attentäter lautet ihre Devise.

Dilemma

Hier in Deutschland wird alles anders. Hier wird alles besser! Eigentlich sollte es sich hier alles um mich herum drehen. Stille. Russische Diplome, Zertifikate und andere unnötige Sachen. Wer bin ich eigentlich? Countdown läuft. Bin in einem Bratwurst-Dilemma.

Elena Leniger: Russische Tänzerin, Choreographin und Performerin. Ausgebildet und 10-jährige Tätigkeit an dem Moskauer Theater „Schule der dramatischen Kunst“ von Anatolij Vasiliev.  Eigene Dance Company „Po.V.S.Tanze“; Sascha Waltz und Teilnahme an der deutsch-russischen Co-Produktion „Na Zemlje (Auf Erde)“. Lebt seit 2010 in Deutschland.

Um den Schlaf gebracht – Hetzerträume werden wahr

Denk ich an Deutschland bei Nacht und würden dann alle negativen Prognosen eintreffen, wären alle Ängste begründet, würden all diese bösen Ahnungen, diese diffuse Gefahren tatsächlich eintreffen… wie sähe es in Deutschland aus? Und wie würde es sich anfühlen?
In der düsteren 15minütigen Aussicht und Einsicht in die Filterbubble der Hetzer wird, mit Stimmgewalten und minimalistischen Überspitzungen, dieses Zukunftsbild zwar nicht ernst genommen, aber so real, wie eine Bühne es nur zulässt.

Text: Das Internet
Performance und Konzept: Elisabeth Pleß

Elisabeth Pleß ist freischaffende Schauspielerin und Regisseurin Jahrgang 1981 mit der Basis in Köln. Sie wuchs auf in der Nähe von Leipzig und absolvierte -nach einem unvollendeten Physikstudium- das Schauspielstudium 2008 in Köln. Sie arbeitet seitdem u.a. mit der Bühne für Menschenrechte Berlin, dem Deutsch-Griechischen-Theater Köln, Theater Wrede Oldenburg und artscenico Dortmund. Seit 2008 konzipiert und inszeniert sie Performances und Theaterstücke, am liebsten interdisziplinär. 2014 gründete sie das Ensemble DRANGWERK. 2016 wurde sie für den „Förderpreis des Landes NRW für junge KünstlerInnen“ in der Sparte Theater und Tanz nominiert.

Und jetzt will ich nach Hause
nach Arno Geiger, Thomas Brasch und Lisa Genova
Dies ist die Geschichte einer Frau, die ihre Welt langsam verliert. Die ihr Zuhause zurückhaben will, aber nicht weiß, wo sie danach suchen soll. Und die ihres Sohnes. Dessen Jagd nach Heimat in eine Doktrin für Zugehörigkeit führt. Und es ist die Geschichte von Home. Von ihrer Sanftmut, ihrer Allgegenwärtigkeit und ihrer Zerbrechlichkeit.

Ariane Kareev. geb. 1994 in Bochum. Mit 11 Jahren konzertierte sie als Klaviersolistin in Deutschland und Bulgarien. Nach ihrer Tanzausbildung und ersten Regiearbeiten begann sie 2013 ihr Regiestudium an der HfS Ernst Busch Berlin. Ariane Kareev inszenierte in Bochum, Berlin, Straßburg und Karlsruhe u. A. „L’Histoire du Soldat“ von Igor Strawinsky und „Unschuld“ von Dea Loher. 2018 wird sie ihr Studium mit der Oper „Der Diktator“ von Ernst Krenek an der Neuköllner Oper in Berlin abschließen. Figuren

Deutschlands neuere Geschichte(n) – ein Blick zurück auf heute

Vor 100 Jahren tobte in Europa der 1. Weltkrieg, die „Ur-Katastrophe des 20.Jhrdts.“ Deren politische und kulturelle (Spät)folgen bzw. Grundsatzfragen, die sich aus dieser radikalen Umwälzung ergaben sind als Ausläufer bis heute spürbar – oder werden mit den neuesten politischen Entwicklungen gerade wieder aktuell. Anhand von exemplarischen Texten der Vertreter jener Generation, Ernst Toller, Ernst Jünger und Kurt Schwitters wird eine theatralische Sondierung dieser extremen Zeit versucht.

Carl-Herbert Braun 1963 in Freiburg geboren. Seit 1989 freischaffend u. a. in Berlin, Marburg und Hamburg, als Gast an den Staatstheatern Darmstadt und Stuttgart und am Jugendtheater Heidelberg. Zahlreiche literarische Programme und Lesungen, Sprechertätigkeit beim WDR. Lebt seit 2009 als freier Regisseur, Schauspieler und Autor in Köln.

Christoph Iacono studierte an der Hochschule für Musik und Theater Hannover. Als freier Pianist, Komponist, Theater- und Bühnenmusiker arbeitet er für unterschiedliche Theater wie beispielsweise das Thalia Theater Hamburg, Schauspiel Frankfurt, Schauspiel Köln, Schauspielhaus Bochum, Staatstheater Mainz, das Oldenburgische Staatstheater, Theater Bielefeld und Theater Dortmund. Regelmäßige Zusammenarbeiten verbinden ihn unter anderem mit den Regisseuren K.D. Schmidt, Wolf-Dietrich Sprenger, Laura Linnenbaum, Sébastien Jacobi und Andreas Kriegenburg.

Weiterer Schwerpunkt seiner Arbeit sind Kompositionen für Tanz und Tanztheater. Für zahlreiche Choreographen hat er bereits Stücke realisiert und spielt darüber hinaus auch in „Palermo, Palermo“ von Pina Bausch. Mit dem international renommierten ENSEMBLE LIBERTANGO hat Christoph Iacono die vom NDR produzierten CDs „El Angel“ und „El Porteño“ (Laika-Records/Rough Trade) veröffentlicht.

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