Büro für Vieles https://www.gunwalt.de/blog Sat, 22 Apr 2017 11:05:16 +0000 de-DE hourly 1 https://wordpress.org/?v=4.7.4 17709097 Ich oute mich https://www.gunwalt.de/blog/blog/2017/04/ich-oute-mich/?pk_campaign=feed&pk_kwd=ich-oute-mich https://www.gunwalt.de/blog/blog/2017/04/ich-oute-mich/?pk_campaign=feed&pk_kwd=ich-oute-mich#respond Fri, 21 Apr 2017 08:46:56 +0000 https://www.gunwalt.de/blog/?p=12823 ]]> Ich oute mich. Jawohl. Ich werde übernächste Woche mal wieder wählen gehen. Am 13. Mai. Und ich werde CDU wählen. Heute sah ich dieses Plakat und das hat mich nun wirklich überzeugt!! Also Werbung wirkt.

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Verortung https://www.gunwalt.de/blog/blog/2017/04/verortung/?pk_campaign=feed&pk_kwd=verortung https://www.gunwalt.de/blog/blog/2017/04/verortung/?pk_campaign=feed&pk_kwd=verortung#respond Wed, 19 Apr 2017 14:58:36 +0000 https://www.gunwalt.de/blog/?p=12815 ]]> Ich greife einen alten Text aus dem Jahre 2013 von mir auf; aus aktuellem Anlass und ohne weitere Worte …

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Schlange stehen https://www.gunwalt.de/blog/blog/2017/04/schlange-stehen/?pk_campaign=feed&pk_kwd=schlange-stehen https://www.gunwalt.de/blog/blog/2017/04/schlange-stehen/?pk_campaign=feed&pk_kwd=schlange-stehen#respond Fri, 14 Apr 2017 07:41:47 +0000 https://www.gunwalt.de/blog/?p=12814 ]]> Das Ei zum Verlieben gibt es wirklich; ein dezent schmucker Karton mit Druck dieser Worte, der sein behütetetes Produkt umgibt und beschützt. Und dabei Raum für allerlei Phantasien offen lässt. Warum habe ich das gesehen? Weil ich in der Kassenschlange im Supermarkt an einem Abend vor einem Feiertag stand. Und in der gespenstige Stille herrschte. Sicher, es war ein leises Schlurfen zu hören, auch das Schieben von Einkaufskörben und -wagen Richtung Kasse von einem Haufen Zeitgenossen mit gesenkten Köpfen. Auch wenn die Apokalypse durch die Realpolitik noch ein hypothetisches Ereignis ist, das ist mir jetzt schlicht und ergreifend zu viel. Denn niemand guckt von seinem persönlichem Einflüsterer in Form seines Smartphones hoch; da werden (private) Katastrophen, niedliche Tierbilder, Ostermahlrezeptvorschläge und das neueste Parship-Angebot gewischt. Schnell, schnell, noch vor der Kasse muss das erledigt sein. Und so bin ich mit meiner spontanen Neugierde des Umherschauens und Entdeckens und Flirtens in diesem spontanen und unerwarteten Freiraum ziemlich allein. Es ist „Eiszeit für Poesie“, wie ich mal geschrieben habe.

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Ich bin mittendrin https://www.gunwalt.de/blog/blog/2017/04/ich-bin-mittendrin/?pk_campaign=feed&pk_kwd=ich-bin-mittendrin https://www.gunwalt.de/blog/blog/2017/04/ich-bin-mittendrin/?pk_campaign=feed&pk_kwd=ich-bin-mittendrin#comments Tue, 11 Apr 2017 14:15:32 +0000 https://www.gunwalt.de/blog/?p=12809 ]]>

Ich bin mittendrin – im Hasenwahnsinn, in der Endzeit, im Ausverkauf. Und in der allgegenwärtigen leeren Geschäftigkeit ist gerade die Hochzeit der Foodblogs. Interessieren würde mich nun – und das wäre eine kreative Erweiterung – wie literarische Texte und Gedichte zum Thema Essen in einem Foodblog umgesetzt werden; z.B. den, den ich vor Ostern im April 1997 geschrieben habe. Schließlich geht es hier auch um ein kulinarisches und geschmackvolles Gericht.

Osterüberraschung
Alles ist lila
BH, Slip

die Blumen, die sie sich
hineingesteckt hat

Veilchen, Iris
ihre Stengel sind bemalt

so kommt die Spinnenfrau
und beginnt mich zu entgarnen

dann fängt sie an, mich mit
Rosmarin und Thymian zu füttern

ich bin wichtig
und ihr Appetit ist groß

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Endlich Zeit für … https://www.gunwalt.de/blog/blog/2017/04/endlich-zeit-fuer/?pk_campaign=feed&pk_kwd=endlich-zeit-fuer https://www.gunwalt.de/blog/blog/2017/04/endlich-zeit-fuer/?pk_campaign=feed&pk_kwd=endlich-zeit-fuer#respond Thu, 06 Apr 2017 17:05:01 +0000 https://www.gunwalt.de/blog/?p=12784 ]]> Irgendetwas stimmt hier im Zug nach Dortmund nicht und lässt mich sofort an alte Bilderrätsel denken; zwei Bilder sind nebeneinander gedruckt und es galt die Fehler in einem finden. Genauso fühle ich mich gerade auch. Auch wenn der Fehler hier irgendwie offensichtlich ist. Und so nebenbei – kaum zu merken – hier, an dieser Tür, erscheint plötzlich das Wort barrierefrei gerade fast in seiner Ursprünglichkeit, aber nur eben fast. Aber was noch nicht ist, kann ja noch werden. Und das mit dem barrierefrei wird schon von den 68er kolportiert, barrierefrei alles, was einen bedrückt, los zulassen. Im Sitzen oder im Stehen. Ob nun die Bahn drauf und dran ist, das zu übernehmen, ist eine Frage, die sich nicht einfach beantworten lässt. Tatsächlich könnte es eher sein, das es sich hier um das Drumherum der Bahnoffensive „Die Bahn macht mobil“ und „Endlich Zeit für …“ handelt. WLAN also immer und ständig und für alle im Zug. Es könnte also sein, das nun mit dem Einbringen eines Gefühls des privaten Unwohlseins in Form dieses eigenwilligen Türanschlusses – wenn man dahinter ist – sanft pädagogisch in die persönliche Zeitgestaltung des Reisenden eingegriffen werden soll. Damit er sich nicht versäume und das Bahnangebot „Endlich Zeit für …“ mittels WLAN wirklich zu seiner vollsten Zufriedenheit nutzen kann. Soll gute Stimmung bringen. Und Likes!!

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Vorwärts https://www.gunwalt.de/blog/blog/2017/04/vorwaerts/?pk_campaign=feed&pk_kwd=vorwaerts https://www.gunwalt.de/blog/blog/2017/04/vorwaerts/?pk_campaign=feed&pk_kwd=vorwaerts#comments Tue, 04 Apr 2017 15:27:40 +0000 https://www.gunwalt.de/blog/?p=12794 ]]> NRW geht vor. Ich gehe vor. Ich will Spaß, will AUTO fahren, schnell, schneller. Ich will Beschleunigung. Ich wähle die Beschleunigung. Ich stütze das System. Mir geht es gut. Ich will nichts verändern. Vorwärts!! Weiter so!! Und mit was eigentlich?

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Suburbia https://www.gunwalt.de/blog/blog/2017/03/suburbia/?pk_campaign=feed&pk_kwd=suburbia https://www.gunwalt.de/blog/blog/2017/03/suburbia/?pk_campaign=feed&pk_kwd=suburbia#respond Fri, 31 Mar 2017 08:02:03 +0000 https://www.gunwalt.de/blog/?p=12792 ]]> Mein grüner Ort ist kein grüner Ort. Das wäre zu langweilig und zu eindimensional. Mir fallen eher Parallel- und Suborte der Mobilitätsgesellschaft ein. Was wäre da naheliegender um an die Orte zu gehen, die das darüber liegende halten und stützen, nämlich zu schauen und hinzugucken u.a. unter Brücken … das ist Suburbia. Im Pott.

Guntram Walter: Suburbia
ca. 100 Seiten, vierfarbig,
25 × 20 cm, broschiert, print-on-demand
ISBN 978-3-942974-45-5
edition dpe

Erscheint im Mai 2017

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Tohuwabohu https://www.gunwalt.de/blog/blog/2017/03/tohuwabohu/?pk_campaign=feed&pk_kwd=tohuwabohu https://www.gunwalt.de/blog/blog/2017/03/tohuwabohu/?pk_campaign=feed&pk_kwd=tohuwabohu#respond Thu, 30 Mar 2017 14:10:47 +0000 https://www.gunwalt.de/blog/?p=12783 ]]> Der früher öfter gehörte Appell – heute, mit anderen Worten – „Spiel nicht mit den Schmuddelkindern“, weist etwas, was jenseits des persönlichen Ordnungskosmos liegt, weit weg. Was man auch als „Tohuwabohu“ bezeichnen könnte; ein heilloses Durcheinander, Anderes und modernisiert mit „Wirrwarr“ und/oder „Chaos“ zu übersetzen. Damit wäre man aber am Anfang Gen. 1.1. „Die Erde war wüst und leer“ oder im multikulturellen urbanen Raum Dortmund Nordstadt. Und so ist „Tohuwabohu – Tal der fliegenden Messer“ im kommenden Mai (Uraufführung am 6. Mai 2017,19.30 Uhr) ein Stück der Dortmunder Künstlergruppe artscenico, das eben hier stattfindet. Mitten im Kiez. In der kontrolliert chaotischen Inszenierung kommt vieles zusammen, was im Alltag, auf der Straße, in der Politik und in den Privaträumen, auf Sofas, in Küchen diskutiert und erlebt wird – Interaktion, Konfrontation und Irritation.

www.artscenico.de

Trailer zu Tohuwabohu/ Tal der fliegenden Messer

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Es quietscht https://www.gunwalt.de/blog/blog/2017/03/es-quietscht/?pk_campaign=feed&pk_kwd=es-quietscht https://www.gunwalt.de/blog/blog/2017/03/es-quietscht/?pk_campaign=feed&pk_kwd=es-quietscht#respond Tue, 28 Mar 2017 17:00:04 +0000 https://www.gunwalt.de/blog/?p=12779 ]]> Am S-Bahnhof Wehrhahn sind die Lager der Rolltreppe kaputt. Es quietscht und dann kommt es irgendwie von überall her. Die beiden Herren vor mir scheint das nicht zu stören. Wenn ich der Aufschrift von Taschen und Kisten Glauben schenken darf, sind sie irgendwie vom Fach. Da quietscht es manchmal auch. Nur in einer anderen Dimension. Im Prinzip könnten sie auch jetzt helfen.

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Fake News https://www.gunwalt.de/blog/blog/2017/03/fake-news/?pk_campaign=feed&pk_kwd=fake-news https://www.gunwalt.de/blog/blog/2017/03/fake-news/?pk_campaign=feed&pk_kwd=fake-news#respond Thu, 23 Mar 2017 19:15:00 +0000 https://www.gunwalt.de/blog/?p=12776 ]]> Ich wusste gar nicht, das #AmericaFirst sich solch alter historischer, fast vergessener, Symbole bedient; wo Geschichte aus Wut doch gewissermassen mit dem Establischment gleichgesetzt wird, das per se hinweggefegt werden soll. Dabei ist es immer das Volk, das doch aufsteht – unter Anleitung. So war es schon immer. Die Working Class des Rust Belts huldigt jetzt wieder Herrn Becher und seinen Zeilen „Auferstanden aus Ruinen und der Zukunft zugewandt“. Dazu passen natürlich Hammer und Sichel. Das hat Donald in Moskau gelernt – nämlich das Revolutionmachen. Oder wollte es zumindestens.

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Der Prepper https://www.gunwalt.de/blog/blog/2017/03/der-prepper/?pk_campaign=feed&pk_kwd=der-prepper https://www.gunwalt.de/blog/blog/2017/03/der-prepper/?pk_campaign=feed&pk_kwd=der-prepper#respond Mon, 20 Mar 2017 14:03:13 +0000 https://www.gunwalt.de/blog/?p=12772 ]]> Mein eingebauter Vokabelspeicher hat gerade ein neues Wort gelernt und erfolgreich abgelegt. Neben dem Hipster gibt es auch den Typ des Preppers und das kommt, wie ich einem Zeitungsartikel entnehme, vom englischen to be prepared – bereit sein. Um das zu verstehen reicht eigentlich schon die Lektüre von aktuellen Zeitungen und danach das Schauen von mehreren Folgen der Fernsehserie „The Walking Dead“, was gewissermaßen ein Vor- und ein Nachher von Etwas sein könnte. Und so kommt man unweigerlich auf die Theorie, das der Hipster nur der getarnte und sich versteckende Prepper ist, man wusste es schon lange bevor. Getarnt deswegen um in der Stadtkultur nicht aufzufallen – bei seinen hedonistischen Sammeltouren für Maulwurfsbauten und Bunker und gated communities. Auch hier wiederum sei der Verweis auf „The Walking Dead“ (hier z.B. der Rückzugsort Alexandria) erlaubt. Und irgendwie habe ich es schon immer gedacht; Bärte schonen Ressourcen und Flanellhemden lassen das Horten von Raviolidosen und Fertigmahlzeiten wegen einer möglichen kulturellen und kulinarischen Verwandtschaft weniger offensichtlich werden. Aber natürlich ist der Prepper nicht klassenlos. Das wäre zu einfach. Private Krisenachtsamkeit als höhere Bewusstseinsstufe oder nur Outdoorhobby, das sind sehr entfernte Verwandte und die außerdem nur bedingt miteinander reden. Man teilt eher nur die Philosophie der Sorge oder der der Angst. Gestern zum Beispiel, bei diesem schönen Wetter, saß ich kaffeetrinkend entspannt am Straßenrand und fand diesen Blumenstrauß. Eigentlich schön. Oh no, das geht natürlich gar nicht – für einen Prepper. Ich habe gesündigt gegen das „sei alle Zeit bereit“, nicht Herr Bannon? Und jetzt kann mir nur noch mein Beichtvater helfen. Wer aber könnte das sein? Etwa meine stumme Anti-Depressionslampe? Meine nervöse, eschatogisch angehauchte, Facebookgruppe?

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Leben https://www.gunwalt.de/blog/blog/2017/03/leben/?pk_campaign=feed&pk_kwd=leben https://www.gunwalt.de/blog/blog/2017/03/leben/?pk_campaign=feed&pk_kwd=leben#respond Thu, 16 Mar 2017 11:28:51 +0000 https://www.gunwalt.de/blog/?p=12757 ]]> Der aufgeregte Städter mit den Insignien der Lifestyletrends der liberalen Mittelschicht hetzt von Event zu Event. Eben noch auf der Suche nach veganer Seide aus weltweit wachsendem Pflanzenmaterial kommt er am erst am Streetfood-Wagen am Stadtrand mit dem Collagen-Idylle von Wüste und Kakteen (New Mexiko?) und Rotwild dazu zur Ruhe. Mampft das ökologische Fleischbret, das faire Brötchen, die Gewürze von Welt (echt und glutamatfrei), trinkt ein perfektes IPA und ist mit sich im wesentlichen eins. Das muss natürlich mit Social Media geteilt werden, um die angemessene Huldigung zu erhalten. Und fertig ist das Paradies, wo alle von den richtigen Bäumen essen und jeder sich von seiner besten Seite zeigt. Das Streben nach Makellosigkeit aber ist irre langweilig. Das wusste schon Dante. Und malte das gelebte Leben in der Hölle viel wortprächtiger aus und „was wir beim Lesen der Bibel (und anderer Bücher) immer schon ahnten, wird beim Scrollen Gewissheit: Das Leben, von dem sich zu erzählen lohnt, beginnt erst mit einem kapitalen Fehler. Nicht jedem gelingt eine Erbsünde, zugegeben.“ Muß es auch nicht.

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Die guten Dinge https://www.gunwalt.de/blog/blog/2017/03/die-guten-dinge/?pk_campaign=feed&pk_kwd=die-guten-dinge https://www.gunwalt.de/blog/blog/2017/03/die-guten-dinge/?pk_campaign=feed&pk_kwd=die-guten-dinge#respond Mon, 13 Mar 2017 13:10:46 +0000 http://www.gunwalt.de/blog/?p=10025 ]]> Es gibt sie noch – die guten Dinge oder auch die guten Taten und zwar auch jenseits der kapitalistischen Vermarktung wie sie etwa das Kaufhaus Manufactum betreibt. Reden wir hier zum Beispiel also von der guten alten Hollywoodschaukel, dieser perfekten Zweieridylle und dem auf und ab der Bewegung. Wunderschön. Aber ich schreibe hier nicht nur an einem kulturgeschichtlichen Artikel der Reminiszenz. Denn jenseits von sommerlichem Kaffeetrinken, etc. ist die Sitzfläche aber auch auch multifunktional verwendbar. Und in Zeiten wo jeder Energieerzeuger ist – dank Solarplatten, Wärmepumpe und heimischer Biogasanlage – könnte jetzt sogar die Hollywoodschaukel mittels erweiteter Wankband-Technologie in eine sprudelnde Energiequelle verwandelt werden. Also einfach nur durch Liebe machen – während parallel die Apparaturen zur Vermessung und des Erfolges – und nicht des Gefühls – still und unheimlich ihren Dienst tun. Wir nennen es i.Con. Hat man schon mal irgendwo gehört.

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Wiedersehen in Mülheim https://www.gunwalt.de/blog/blog/2017/03/wiedersehen-in-muelheim/?pk_campaign=feed&pk_kwd=wiedersehen-in-muelheim https://www.gunwalt.de/blog/blog/2017/03/wiedersehen-in-muelheim/?pk_campaign=feed&pk_kwd=wiedersehen-in-muelheim#respond Wed, 08 Mar 2017 16:32:16 +0000 http://www.gunwalt.de/blog/?p=4815 ]]>

Rückbau ist ein sehr schönes Wort für Abriss, Abbruch, österreichisch auch Demolierung, wie ich es bei Wikipedia finde. Und die Perspektive, die dann aus diesem herrührt, sollte doch eine nach vorne, also in die Zukunft gerichtete sein, sonst ist der Rückbau eigentlich obsolet. Das ist wunderbare Theorie denn natürlich gibt es auch den Rückbau und dazu dann die Trostlosigkeit des zurückgebauten Raumes.

Mülheim, Stadtbahnhaltestelle Eichbaum erbaut in den 70er Jahren mit den großen verkehrspolitischen Versionen damals. Und dann? Durchgangsstation, Angst- und Zwischenraum einer mobilen Gesellschaft. Ich bin dort zum ersten Mal im Februar 2009 gewesen, in den Vorbereitungen zu einer kulturellen Umwertung dieses Ortes. Eine Oper an einer Straßenbahnhaltestelle – und weitere Artikel unten – organisiert von raumlabor berlin, das gab es noch nicht. Dazu eine Landmarke in Form von einer deutlich sichtbaren Containerskulptur. Und damit verknüpft weitere Pläne: Kiosk, Verein, ein bisschen 70er Jahre-Visionen. Alles wird besser. Das ist nachzulesen und zu schauen auf einem hölzernem Wandrelief von urbikon, das seit 2010 an den Betonwänden hin zur Blücherstraße hängt. Und dann Stillstand. Nachdem die Container dann noch einmal eine goldene Farbe bekommen haben, sind sie nun rückgebaut worden. Jetzt ist nur noch Stille, Leere dort, außer dem dem Mobilitätsläm der A40 und den Drucklufttüren und -Bremsen der Straßenbahnlinie U18. Der Dornröschenschlaf geht weiter. Die Endzeitstimmung auch. Dazu passen irgendwie die Menschensilhouetten aus Metall, die über die ganze Station verteilt sind. Manches ist kopflos.

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Kiss the devil https://www.gunwalt.de/blog/blog/2017/03/kiss-the-devil/?pk_campaign=feed&pk_kwd=kiss-the-devil https://www.gunwalt.de/blog/blog/2017/03/kiss-the-devil/?pk_campaign=feed&pk_kwd=kiss-the-devil#respond Mon, 06 Mar 2017 12:26:36 +0000 https://www.gunwalt.de/blog/?p=12681 ]]> Von Peter Gabriel gibt es den großartigen Song „Kiss that frog“. Und mit Hinblick auf die Szene, die ich neulich am Hauptbahnhof fand, müsste es an dieser Stelle hier heißen „Kiss the devil“. Was nicht viel anderes ist. Und wenn daneben noch für etwas mit dem Titel „Impuls für Europa“ geworben wird, ist das doch eine großartige Perspektive. Nicht Marine, Jaroslaw, Geert und wie sie alle sonst noch heißen? Diese Zukunftspessimisten.

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Der 1000ste https://www.gunwalt.de/blog/blog/2017/03/jubilaeum-1000-beitraege/?pk_campaign=feed&pk_kwd=jubilaeum-1000-beitraege https://www.gunwalt.de/blog/blog/2017/03/jubilaeum-1000-beitraege/?pk_campaign=feed&pk_kwd=jubilaeum-1000-beitraege#comments Wed, 01 Mar 2017 12:55:56 +0000 https://www.gunwalt.de/blog/?p=12733 ]]> Hier, jetzt; der 1000ste Eintrag im Blog. Jubiläum! Ich habe Jubiläum und darauf schenke ich mir jetzt einen Kuchen und zwar ohne Sorge und Angst vor Kalorien wie man es vielleicht aus der ästhetischen Kleberei am Kucheneck herauslesen könnte. Oder ich schenke mir ein Getränk. Sekt oder Champagner. Mal sehen.

Als ich den ersten Eintrag schrieb – damals am 2. März 2008; das war ein Beitrag zur Vernissage „Zerstörung“ in der Kunsthalle Wuppertal. Das war, von heute ausgesehen, fast Steinzeit für Internet und Blogger und vor allem – bloggen war noch nicht cool, anders als heute wo es nur eine „sinnleere Lifestyle-Pose eines jungen Mainstreams, dessen Hauptproblem sein wählerisches Konsumverhalten ist“ geht.

Okay, ertappt! Ich mache mit. Aber nur ein bisschen. Denn auch hier im Blog geht es natürlich um Konsumverhalten. Und wieder ertappt. Deswegen der Kuchen oben. Aber ich mache keine Werbung. Ich will einfach nur feiern. Und dann weiter schreiben. Den 1001sten Beitrag.

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Altpapier ist Brausepulver https://www.gunwalt.de/blog/blog/2017/02/altpapier-ist-brausepulver/?pk_campaign=feed&pk_kwd=altpapier-ist-brausepulver https://www.gunwalt.de/blog/blog/2017/02/altpapier-ist-brausepulver/?pk_campaign=feed&pk_kwd=altpapier-ist-brausepulver#respond Mon, 27 Feb 2017 14:32:41 +0000 https://www.gunwalt.de/blog/?p=12705 ]]> Altpapier ist Brausepulver!! Das ist sicherlich eine Fake-News genauso wie das, das BILD Düsseldorf heute titelt: „Polizei-Zettel auf arabisch gegen Karnevals-Störer“. In den Bereich weiterer Legende gehört auch die Frage ob sich Theresa May vor dem finalen Schuss mit dem Brexit-Colt in den Mund, den sie sich auf dem Düsseldorfer Rosenmontagszug setzt, die Zähne geputzt hat. Fragen über Fragen also – über Verfassung, Freiheit, Diktatur und gehasste und geliebte öffentliche Personen. Aber wie heißt es immer auch in einer bekannten Genussmittelwerbung: „Vive le Moment“. Und hier sind jetzt ein paar „fotografische Metadaten“.

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Derniere FischBAR https://www.gunwalt.de/blog/blog/2017/02/derniere-fischbar/?pk_campaign=feed&pk_kwd=derniere-fischbar https://www.gunwalt.de/blog/blog/2017/02/derniere-fischbar/?pk_campaign=feed&pk_kwd=derniere-fischbar#respond Fri, 24 Feb 2017 14:11:53 +0000 https://www.gunwalt.de/blog/?p=12683 ]]> Das wars. Aus und vorbei. Nicht nach anderthalb Stunden sondern nach 6 Jahren. Und das ist nicht Cage mit seiner Minimalmusik und dem TON. Hier geht es um die FischBAR, ein Theaterabend im Depot in Dortmund, ein Objekttheater mit ungewissem Verlauf. Gewiss war aber immer nur das abendliche Ende und davor stand ein Herr Matthias Hecht, der alles was er brauchte – Objekte und Gegenstände – sich vom Publikum mitbringen und an den Bühnenrand legen ließ. Und dann begann ein Spiel; Geschichten, Situationen und Begegnungen entstanden. Einfach so und musikalisch begleitet von Philipp Ritter. Gestern war die Derniere dieses Theaterformats in Dortmund und gemäß der allgemeinen Veranstaltungsankündigung weiß nun niemand, „was als nächstes geschehen wird, wie es enden wird und ob es gelingen wird!“

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Glück https://www.gunwalt.de/blog/blog/2017/02/glueck-2/?pk_campaign=feed&pk_kwd=glueck-2 https://www.gunwalt.de/blog/blog/2017/02/glueck-2/?pk_campaign=feed&pk_kwd=glueck-2#respond Thu, 23 Feb 2017 15:20:13 +0000 https://www.gunwalt.de/blog/?p=12641 ]]>

Irgendwann sprühte jemand den Schriftzug „Glück“ an die Wand im Tunnel an der Matenastraße in Duisburg. Ich finde ihn schon auf meinen Fotos von 2013 und er ist in diesem Raum schon recht wunderlich; vielleicht weniger, wenn man das Erklärungsschild unter dem Straßennamen an der Kaiser-Wilhem-Straße ins Auge nimmt. „Matena bedeutet ‚Wiesenaue‘. Die Straße führte einst durch die Wiesen ins Dorf Alsum.“ Ab 1911 sogar mit einer Straßenbahn durch den Tunnel. Das ist lange her. Das Dorf gibt es nicht mehr – Alsum sinkt allein in den frühen 50er Jahren durch den Bergbau um über 1m ab – wird dann ab 1954 aufgegeben, die Brachen mit Schutt verfüllt und mit der heutigen Industrie besiedelt. Auch wenn es das Dorf nicht mehr gibt, der Weg war immer auch der direkte Weg direkt an den Rhein. Ein Glück, dass es diese Straße von Osten, von Bruckhausen her gab. Mit dem Glück ist es aber schon seit einiger Zeit vorbei. Der Tunnel ist schon vor einigen Jahren gesperrt; zuerst mit dem Argument einer Sanierung, die aber nie stattfand, damit sich die Autofahrer – und die Spaziergänger und Fotografen, die auf Schimanskis Spuren wandelten – an die längeren Wege nach Norden oder Süden gewöhnen konnten. So und jetzt werden neue Fakten mit einer Verfüllung des historischen Tunnels geschaffen, die von Seiten von Thyssen-Krupp als Besitzer immer schon anivisiert worden war. Traurig nur, das die Berichterstattung darüber derzeit tendenziös und fehlerhaft ist. Aber was sollte man denn erwarten, wenn es schon im ersten Bericht über die Stillegung 2013 groß und breit und kleingeistig über das Problem der Lichtkosten ging. Und die ein Großkonzern aufbringt. Aber so ist es halt in Duisburg.

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Ich sorge mich https://www.gunwalt.de/blog/blog/2017/02/ich-sorge-mich/?pk_campaign=feed&pk_kwd=ich-sorge-mich https://www.gunwalt.de/blog/blog/2017/02/ich-sorge-mich/?pk_campaign=feed&pk_kwd=ich-sorge-mich#respond Tue, 21 Feb 2017 18:15:01 +0000 https://www.gunwalt.de/blog/?p=10768 ]]> Im großartigen Gedicht „Der Tabakladen“ von Fernando Pessoa finden sich die folgenden Zeilen: „Ich bin nichts./ Ich werde nie etwas sein./ Ich kann nicht einmal etwas sein wollen./.Abgesehn davon, trage ich in mir alle Träume der Welt.“ Und die verzweifelte Lacie aus der Netflix-Serie „Black Mirror“ würde diesen Sachverhalt wahrscheinlich folgendermaßen formulieren: „Ach, ich bin so grauenhaft unvollkommen. Ich schäme mich vor mir selber. Bin weit unter vier und versuche jetzt mühsam zu lernen, was dieser Wert für mich an Zukunft bedeutet.“ Tja. Aber Träume und Ziele zu haben, das ist schon mal etwas … und deren Vervollständigung und Befriedigung durch eine Korrektur von  – auch körperlichen – Tatsachen kann gut geholfen werden. In diesem Fall stieß ich auf das Wort und gleichzeitige Geschäftsmodell von „Partybrüsten“; einer Form von energetischem Aufpimpfen – aber leider nur als und für den temporären Akt. Aber darum geht es doch. Alles in Jetzt-Zeit, wo doch gerade der Seitensprung dank Finanzminister Schäuble billiger geworden ist durch eine Mehrwertsteuerbefreiung von Stundenhotels. Interessante Sache. Und wenn man schon einmal dran ist – es gibt viel zu tun. Deswegen zeige ich hier nicht mein Gesicht. Überall ist Optimierungsbedarf. Wie wäre es etwa mit einer medizinisch unterstützen G Punkt Intensivierung: Behandlungsdauer: 1 h inklusiver ärztlicher Aufklärung, Anästhesieleistung, Arzthonorar, Materalien und Nachsorge. Und die Vorsorge kommt mit Preiskalkulator und der Weggabelung „Schöner mit OP“ und „Schöner ohne OP daher“ daher. Was nun tun? Aber für den Anfang geht es vielleicht auch billiger – ganz ohne Arzt und Medizin und Hotel. Ich las von einem neuen Sexspielzeug, daß automatisch zu vibrieren anfängt, wenn im Hörbuch die erotischen Stellen kommen. Das eröffnet ungeahnte Perspektiven. Fangen wir mal an. Hauptsache ich fühle. Mich.

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Auf diese Zukunft https://www.gunwalt.de/blog/blog/2017/02/auf-diese-zukunft/?pk_campaign=feed&pk_kwd=auf-diese-zukunft https://www.gunwalt.de/blog/blog/2017/02/auf-diese-zukunft/?pk_campaign=feed&pk_kwd=auf-diese-zukunft#respond Fri, 17 Feb 2017 13:40:41 +0000 https://www.gunwalt.de/blog/?p=12637 ]]> Die vollständige Rückkehr der Trinkhalle respektive des Tante-Emma-Ladens steht kurz bevor. Denn im Zuge eines gesellschaftlichen und individualistischen Me-First verschwinden derzeit immer mehr frei verkäufliche Waren in die Glasvirtrinen. Wie die Süddeutsche Zeitung berichtet, sperrte ein Supermarkt nach Seriendiebstahl Steaks weg und die „Supermarkt-Angestellten werden sich also künftig daran gewöhnen müssen, dass es – neben teurem Schnaps, Tabak und Rasierklingen – jetzt ein weiteres Produkt gibt, das sie nur noch nach persönlicher Aufforderung herausgeben“. Und hier könnten natürlich sehr gut die inhabergeführten Läden in die Bresche springen. Mit ihrem Thekendienst, ihrem face-to-face und einem sprachlichen Mehr am Ende des Bezahlsvorgangs, der im Supermarkt nur routinemäßig mit „Vielen-Dank-schönes-Wochenende-Auf-Wiedersehen-etc“ treffend zu beschreiben ist. Wenn man sie denn lässt und nicht, wie in Bochum-Altenbochum, einen Kult-Kiosk platzmässig gegen Eigentumswohnungen „tauschen“ will. Also – ein Hoch auf die Trinkhalle und den Tante-Emma-Laden!! Auf diese Zukunft!!

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Uncle Ben’s ist wieder da https://www.gunwalt.de/blog/blog/2017/02/uncle-bens-ist-wieder-da/?pk_campaign=feed&pk_kwd=uncle-bens-ist-wieder-da https://www.gunwalt.de/blog/blog/2017/02/uncle-bens-ist-wieder-da/?pk_campaign=feed&pk_kwd=uncle-bens-ist-wieder-da#respond Thu, 16 Feb 2017 09:58:00 +0000 https://www.gunwalt.de/blog/?p=12638 ]]> Uncle Ben’s ist wieder da und hängen geblieben ist aus dem Mund eines älteren, schwarzen Mannes mit blauem Jackett und Fliege „klebiger klumpiger Reis, das muss nicht sein“. Das musste aber wirklich nicht sein. Jetzt ist er wieder da – der neue Uncle Ben’s ist jetzt Farmer. Tritt wieder in einer Rolle als Markenbotschafter auf und will mir den Winter versüßen. Freundlich lächelnd präsentiert er in die Kamera schauend ein paar Heidelbeeren mitten im Winter: „Während die einheimischen Beeren noch Winterschlaf machen, liegen diese schon frisch im Regal“. Wie schön und wie blödsinnig ist dieser hemmlungslose Konsum gepaart mit dem Gefühl einer Dienstleistung für mich, appetitanregend? Nein, das ist er nicht. Und wahrscheinlich ist das auch noch alles Bio. Und dieses Bio ist nur eine Marke der beschleunigten Welt.

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Das Gegenteil von Grau https://www.gunwalt.de/blog/blog/2017/02/das-gegenteil-von-grau/?pk_campaign=feed&pk_kwd=das-gegenteil-von-grau https://www.gunwalt.de/blog/blog/2017/02/das-gegenteil-von-grau/?pk_campaign=feed&pk_kwd=das-gegenteil-von-grau#respond Tue, 14 Feb 2017 10:45:56 +0000 https://www.gunwalt.de/blog/?p=12624 ]]> Brachflächen, Leerstand, Anonymität, Stillstand – nicht alle zwischen Dortmund und Duisburg wollen sich damit abfinden. Im Gegenteil.

Immer mehr Menschen entdecken Möglichkeiten und greifen in den städtischen Alltag ein. Ein Wohnzimmer mitten auf der Straße, Nachbarschaft, Gemeinschaftsgärten. Stadtteilläden, Repair Cafés und Mieter*inneninitiativen entstehen in den Nischen der Städte – unabhängig, selbstbestimmt und gemeinsam.

Das Gegenteil von Grau zeigt unterschiedliche Gruppen, die praktische Utopien und Freiräume leben und für ein solidarisches und ökologisches Miteinander im urbanen Raum kämpfen.

PREMIEREN MIT FILMGESPRÄCH jeweils 19 Uhr
23.03.2017 Dortmund – Roxy Kino
24.03.2017 Essen – Alibi
25.03.2017 Oberhausen – Kitev
26.03.2017 Duisburg – Lokal Harmonie
27.03.2017 Bochum – Kino Endstation

www.gegenteilgrau.de
www.rechtaufstadt-ruhr.de

Das Projekt wurde unterstützt von den Urbanisten e.V. und gefördert durch die LAG Soziokultureller Zentren Nordrhein-Westfalen e.V. und die Montag Stiftung Urbane Räume.

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Le petit nation https://www.gunwalt.de/blog/blog/2017/02/le-petit-nation/?pk_campaign=feed&pk_kwd=le-petit-nation https://www.gunwalt.de/blog/blog/2017/02/le-petit-nation/?pk_campaign=feed&pk_kwd=le-petit-nation#respond Fri, 10 Feb 2017 07:47:45 +0000 https://www.gunwalt.de/blog/?p=12632 ]]> Le petit nation heißt der neue Modeladen für Kinderbekleidung der Französin Mignon. Ist gewissermassen Programm – teure und korrekte Mode für Kinder. Überhaupt ist alles korrekt und ökologisch. Auch die Päarchenaufstellung in dem Film „Was hat uns bloß so ruiniert“ in dessen Zentrum drei aus der Wiener Kreativszene – kurz „Bobos“, soziologendeutsch für „Bourgeoise Bohème“ – stehen, die durch Schwangerschaft und dem neidischen und erfolgreichen Streben danach, sich für alternative Familienkonzepte abstrampeln. Und trotz ihrer Coolheit immer schweißgebadet sind. Le petit nation beschreibt aber auch den in diesem Film und dieser Lebenswelt herrschenden individuellen Protektionismus. Ich bin der Nabel der Welt, und in der Krabbelgruppe muß u.a. Stellung bezogen werden zu Rosinen im Müsli, da diese Trockenfrüchte sowieso nur Gift sind. Fakten! Ach diese schöne neue Welt der Altbauwohnungen und deren Bewohner, die so verzweifelt leben und lieben – auch ihre Kinder – und sich gleichzeitig durch ein sie begleitendes Filmprojekt beobachten.

Diese vermeintliche Offenheit und Gutmenschentum hinterlässt natürlich auch beziehungstechnisch ihre Spuren. Und so ist Stellas Affäre in einem Hotelzimmer par exellance ein wunderbarer Farbtupfer im ansonsten schwarz-weiß des erfüllten und nicht gefühlten aber diskutierten Lebens. Stella, die eine Filmhochschule besucht hat, ist noch am nächsten am wirklichen Leben dran, denn sie verläßt gegen Ende den Bezirk und damit auch ihre Lebensweltblase. Macht dort einen neuen Laden auf, repariert Fahrräder und „Kochen für Kinder geht gar nicht“. In diesem Bezirk. Gleichzeitig ist sie damit wahrscheinlich die Spitze der gerade dort beginnenden Gentifizierung. Das Rad dreht sich also weiter. Und das nicht nur in diesem Film, den man gekonnt einfach als Phantasieprodukt einer anderen Realtität abtun und damit vergessen könnte. Denn wenn ich gestern gelesen habe, das die Melodie von „Fuchs, Du hast die Gans gestohlen“ erst einmal nicht mehr aus dem Türmchen des Limburger Rathauses erklingen kann, da das Kinderlied einer veganen Tierschützerin auch in der Instrumentalversion zu heftig war, ist das genau der, oben genannte, individuelle Protektionismus. Dieses Mauern bauen. Gleiches finde ich auf „Zeit Online“ in dem Artikel „Vorsicht, Handarbeit!“, der sich mit lokalen Manufakturen und Weltverbesserung beschäftigt.

Wie wäre es also stattdessen einfach mal einen Stuhl zu nehmen, sich in einen Kreis zu setzen und laut und ohne Gender-Regeln über sich selbst loszulachen. Das tut gut. Genau wie Stella, die Gin-Tonic trinkt, im Gegensatz zu den viel anderen gesünderen Getränken im Film. Also einfach mal wieder runter kommen und mitsingen bei „Was hat uns bloß so ruiniert“. Und das verstehen. Das wir selber es waren und sind.

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Bruckhausen – Beispiel oder Machtspiel https://www.gunwalt.de/blog/blog/2017/02/bruckhausen-beispiell-oder-machtspiel/?pk_campaign=feed&pk_kwd=bruckhausen-beispiell-oder-machtspiel https://www.gunwalt.de/blog/blog/2017/02/bruckhausen-beispiell-oder-machtspiel/?pk_campaign=feed&pk_kwd=bruckhausen-beispiell-oder-machtspiel#comments Thu, 09 Feb 2017 09:27:47 +0000 https://www.gunwalt.de/blog/?p=11930 ]]>

Im April 2013 fand ich bei bei einem meiner Nachtspaziergänge durch Duisburg-Bruckhausen an der Heinrichstraße einen unscheinbaren Schriftzug „Crazy“. Er beschreibt eigentlich noch sehr nett den Wahnsinn, der in den letzten Jahrzehnten rund um die Vernachlässigung und späteren Abriß eines Stadtteils und dann Wiedererstehung als sterile Grünfläche mit Mauer und Abstandsbauwerk getobt hat. Hier im Blog habe ich mal die Raumsituation an der Kaiser-Wilhelm-Straße als „Duisburg-Bruckhausen, ‚Bernauer Straße‘ 2014“ bezeichnet. Aber Mauern bauen ist ja derzeit wieder sehr in; oder es zumindestens zu versuchen. Der oben genannte Schriftzug ist auch in meinem Fotobuch über Bruckhausen enthalten.

Im Rahmen der diesjährigen Duisburger AKZENTE 2017 nimmt jetzt sich eine Ausstellung und Veranstaltungsreihe diesem Thema wieder an.

Bruckhausen – Beispiel oder Machtspiel
Fotografien von Bernd Langmack (1990 – 2015), Prof. Jörg Boström (1970er Jahre), Katrin Gems (2008 – 2017), Frank Napierala (2011 – 2017) und aus dem Bestand der Zeitzeugenbörse ferner Radiobeiträge von Ulrich Land

12. März – 18. April 2017
Eröffnung: 12. März 2017, 12:30 Uhr
Öffnungszeiten: dienstags – sonntags 13 – 18:00 Uhr
Eintritt frei

Kulturkirche Liebfrauen
König-Heinrich-Platz
47051 Duisburg

Einladungskarte Bruckhausen Ausstellung AKZENTE 2017

Weiteres Programm:
14. März 2017, 19:30
„Bilder von Bruckhausen“, Filmbeiträge über den Abriß im Stadtteil,
ausgewählt und vorgestellt von Paul Hoffmann/Kinemathek im Ruhrgebiet
Eintritt frei

21. März 2017, 19:30 Uhr
Bruckhausen – Beispeil oder Machtspiel
Gespräch auf dem Podium und mit dem Publoku, rund um den Abriß im Duisburger Stadtteil  vor den Toren von Thyssen Krupp Steel
Auf dem Podium: Pfarrer Michael Höhn, Prof. Dr. Christoph Zöpel, Prof. Dr. Roland Günter, Turhan Senel – ehem. Bruckhausener Unernehmer, Katrin Gems – Historikerin, Heiner Maschke – Geschäftsführer EG DU
Moderation: Prof. Heinrich Theodor Grütter – Ruhr Museum Essen
Eintritt frei

24. März 2017, 19:30 Uhr
„… reißen unseren Stadtteil ab, als wäe es ein Kalenderblatt. Ich habe es satt“
Protest- und Heimatlieder von und mit KLaus der Geiger, dem Duo FolkaPolka und Frank Baier
Eintritt: € 4,99 oder nach Vermögen

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Schlechte Laune wegen Opa https://www.gunwalt.de/blog/blog/2017/02/schlechte-laune-wegen-opa/?pk_campaign=feed&pk_kwd=schlechte-laune-wegen-opa https://www.gunwalt.de/blog/blog/2017/02/schlechte-laune-wegen-opa/?pk_campaign=feed&pk_kwd=schlechte-laune-wegen-opa#comments Tue, 07 Feb 2017 15:05:15 +0000 https://www.gunwalt.de/blog/?p=12629 ]]> Gerade habe ich schlechte Laune, denn die Zeitung schreibt, das der Opa Jarosław in Polen wieder im Sandkasten mit dem Atom spielen, mit Bum drohen und dazu Panzer und Förmchen zählen möchte. Wen wunderts, denn die regressive Rückentwicklung im Alter hin zu den bekannten goldenen Zeiten früher ist eine wissenschaftliche Tatsache. Und Opa Jarosław – und andere auch – stören im letzten Satz mindestens zwei Worte. Sie lauten „wissenschaftlich“ und „Tatsache“.

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Sicherheit Im Karneval https://www.gunwalt.de/blog/blog/2017/02/sicherheit-im-karneval/?pk_campaign=feed&pk_kwd=sicherheit-im-karneval https://www.gunwalt.de/blog/blog/2017/02/sicherheit-im-karneval/?pk_campaign=feed&pk_kwd=sicherheit-im-karneval#respond Mon, 06 Feb 2017 14:21:09 +0000 https://www.gunwalt.de/blog/?p=12434 ]]> Oh ja, der Zeitgenosse jubelt. Endlich wieder feiern ohne dieses lästige Bedenken von allelei Möglichkeiten im Hinterkopf. Jetzt indirekt delegiert – und siehe an, es scheint zu klappen. Das Zauberwort heißt Sicherheit. Wenn dieses doch nicht so mehrdeutig wäre. Hier im Blog schrieb ich schon einmal etwas zum Thema „Waffenverbot im Karneval“. Aber eine noch bessere Sicherheit gäbe es, wenn der Zoch, jenseits der Prävention von möglichen terroristischen Gefahren, auf ganz andere und smartere Gefährte ausweichen würde. Die Covervorderseite meines 2014er Jahresbuches zeigt, wie ich finde, eine sinnvolle und bedenkenswerte Möglichkeit. Der Zug auf und mit Bobbycars. So sicher könnte der Karnevals-Zoch sein!! Wenn man nur wollte.

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In der Welt sein https://www.gunwalt.de/blog/blog/2017/01/in-der-welt-sein/?pk_campaign=feed&pk_kwd=in-der-welt-sein https://www.gunwalt.de/blog/blog/2017/01/in-der-welt-sein/?pk_campaign=feed&pk_kwd=in-der-welt-sein#respond Tue, 31 Jan 2017 14:40:53 +0000 https://www.gunwalt.de/blog/?p=11768 ]]> In der Welt sein; ist das eigentlich Heidegger oder was? Dieses Sein und Eingebundensein in Systeme sozialer oder ökonomischer Natur. Oder Mischungen, im Regelfall aber mit fliessenden Grenzen. Das ist ja so modern, wie ich gerade der SZ entnehme: „Damit die Selbstausbeutung nicht zu offensichtlich wird, wird die berufliche Tätigkeit zur primären Identitätskategorie erhoben. Der Job dient nicht mehr nur der Existenzsicherung und Bedürfnisbefriedigung. Nein, er wird der zentrale Bestandteil des Selbst.“ Wie schön und wie gut. Hinzu kommt der Zeitgeist. Wenn die überwiegende Mehrheit diese Lebensweise glorifiziert oder zumindest hinnimmt, hat jegliches Abweichen negative Konsequenzen. Okay, aber gerade habe ich ein neues Gefühl bekommen, wirklich wieder einmal  in der Welt zu sein; mein Supermarkt bietet ab sofort WLAN an. Nur, was soll ich damit. Vielleicht schauen, ob mir mein Chef geschrieben hat. Oder selber Chef sein, indem ich QRCodes in eine Einkaufsliste und -auftrag scanne, den mir dann, ausgeführt nämlich, ein armer berittener Bote die Treppen hochschleppt. Während ich Yoga mache und am zentralen Bestandteil meines Selbst arbeite.

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Alte Visionen https://www.gunwalt.de/blog/blog/2017/01/alte-visionen/?pk_campaign=feed&pk_kwd=alte-visionen https://www.gunwalt.de/blog/blog/2017/01/alte-visionen/?pk_campaign=feed&pk_kwd=alte-visionen#respond Fri, 27 Jan 2017 18:00:37 +0000 https://www.gunwalt.de/blog/?p=11919 ]]> Ich bin auf einen alten Artikel mit dem Titel „Gewaltige Tastaturen“ hier im Blog von 2009 gestossen. Im Februar 2017 mutet dieser Beitrag und das dahinter liegende Ereignis zumindestens seltsam an – wenn nicht ganz und gar weltfern.

Die Internetseite internetforpeace.org (derzeit, Anfang Februar 2017 – „under construction“, wen wundert’s) schlug damals etwas vor, dass die Welt sich im kommenden Herbst verwirrt die Augen reiben sollte, weil man in Oslo entschieden hat: Das Internet wird mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet. Man findet so großartige Worte wie „kurzfristig wird ein Twitter-Account eine AK-47 nicht zum Schweigen bringen, aber auf lange Sicht ist eine Tastatur gewaltiger als ein Schwert.“ Ist aber vorbei. Diese Hoffnung. Die Welt der großartigen Visionen sieht 2017 leider etwas anders aus. Twitter (Trump und USA) und AK-47 (u.a. Rest der Welt) gibt es immer noch, aber sie tragen nicht, wie gedacht, zum Frieden bei. Vielleicht spielen sie aber nur Hase und Igel mit neuem und unbekanntem Ende. Allein, das wäre schlimm genug.

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Poesie https://www.gunwalt.de/blog/blog/2017/01/poesie/?pk_campaign=feed&pk_kwd=poesie https://www.gunwalt.de/blog/blog/2017/01/poesie/?pk_campaign=feed&pk_kwd=poesie#comments Thu, 26 Jan 2017 14:29:45 +0000 https://www.gunwalt.de/blog/?p=11769 ]]> Wieder einmal – die Poesie der Systemausfälle. Oder sollte man sagen, die Ausreden. Oder ist es schon ein Algorithmus, der jetzt Wörter und Sätze nach einem Ähnlichkeitsprinzip kreiert. Gerade suchte ich die Phrase „Berittener Bote“ und heraus kam das hier … ein mehrdeutiges Kommunikationsproblem.

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