Büro für Vieles https://www.gunwalt.de/blog Mon, 29 May 2017 05:33:45 +0000 de-DE hourly 1 https://wordpress.org/?v=4.7.5 17709097 Es ist Sonntag https://www.gunwalt.de/blog/blog/2017/05/es-ist-sonntag/?pk_campaign=feed&pk_kwd=es-ist-sonntag https://www.gunwalt.de/blog/blog/2017/05/es-ist-sonntag/?pk_campaign=feed&pk_kwd=es-ist-sonntag#respond Sun, 28 May 2017 17:50:22 +0000 https://www.gunwalt.de/blog/?p=12928 ]]> Es ist Sonntag und Zeit für den obligatorischen Wochenendrückblick auf den sozialen Netzwerken. Ich poste aber kein Kilometersportwerk, kein Koch- oder Trinkwerk oder sonstige großartigste Taten. Ich poste Bilder eines Spaziergang durch ein verschwindendes Stück Deutschland. Unter dem Titel „Verheizte Heimat“ gibt es jeden 4. Sonntag im Monat eine mehrstündige Wanderung (Treffpunkt: Dortplatz in Kuckum, Email: verheizteheimat@gmx.de) durch die letzten Dörfer, die dem Tagebau Garzweiler II noch weichen müssen.

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Poesie https://www.gunwalt.de/blog/blog/2017/05/das-verschwinden-der-poesie/?pk_campaign=feed&pk_kwd=das-verschwinden-der-poesie https://www.gunwalt.de/blog/blog/2017/05/das-verschwinden-der-poesie/?pk_campaign=feed&pk_kwd=das-verschwinden-der-poesie#respond Sat, 27 May 2017 16:39:28 +0000 https://www.gunwalt.de/blog/?p=12921 ]]> Das Verschwinden der Poesie und die Wiederkehr des Reellen – so ist es nach jeder Wahl. Es ist entschieden. Irgendwie. Manches war schreiend komisch. Die Plakate werden dann eingemottet, es wird wieder still. Schreiend still. Es könnte in dieser Zeit ein gefährlicher Satz sein, der nämlich, den ich im Buch „Hagard“ von Lukas Bärfuss finde. Und wie so immer bei großen Sätzen geht es um Liebe und Wahrheit:
„Wer nur küsst, nachdem er dazu aufgefordert wurde, und wer nur geküsst wird, nachdem er sein Einverständnis gegeben hat, der wird niemals küssen und niemals geküsst werden. Wer etwas von der Welt erfahren will, einen Zugang zu den verborgenen Geheimnissen gewinnen, der muss durch die Tür gehen, unaufgefordert, er kann nicht warten, bis er die Erlaubnis erhält. Keine Geschichte, schon gar keine Liebesgeschichte kommt ohne Übertretung aus.“

Was aber ist Liebe? Und Wahrheit? Und das „System für Soziale Vertrauenswürdigkeit“, eine Überwachungs- und Bewertungsgesellschaft wie sie in China geplant ist, ist eine ohne Übertretung. Und es scheint sehr fern. Noch. Dabei haben wir es längst in Ansätzen im Kopf. Klickraten und Optimierung, die Süßigkeiten des Kostenlosen, usw. Der Weg aus aus der selbst verschuldeten Unmündigkeit (Kant) wird gerade in umgekehrter Weise begangen. Mit der Beschleunigung als Exponentialfunktion. „‚Teilen Sie sich Ihre Zeit ein, sonst tut das Ihr Handy für Sie‘, warnte der Computerwissenschaftler Tristan Harris auf der diesjährigen Ted Conference. ‚Wenn Sie glauben, Sie hätten die sozialen Medien im Griff, vergessen Sie nicht, dass auf der anderen Seite Hunderte hervorragend ausgebildete Ingenieure sitzen, die sich mit nichts anderem beschäftigen, als Ihre Zeit im Sinne ihrer Auftraggeber zu gestalten.'“ Das schrieb die SZ hier.

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Make Action https://www.gunwalt.de/blog/blog/2017/05/make-action/?pk_campaign=feed&pk_kwd=make-action https://www.gunwalt.de/blog/blog/2017/05/make-action/?pk_campaign=feed&pk_kwd=make-action#respond Mon, 22 May 2017 15:17:52 +0000 https://www.gunwalt.de/blog/?p=12900 ]]> Keine Ahnung, wer da mit wem gesprochen hat. Kappe, Messer, Schutzumhang und am besten noch Handschuhe; alles in allem klassischer Arbeitsschutz und eigentlich nichts Neues. Dann kann es also losgehen – in der Küche auf dem Schneidebrett. Der Deliquent – eine Avokado und damit saugefährlich. Bisher galt die grüne Frucht als gesundes Super-Lebensmittel. Doch britische Chirurgen schlagen Alarm: Immer mehr Patienten rutschen mit dem Messer im glitschig-grünen Fleisch ab. Jetzt fordern sie Warn-Aufkleber. Und es auch schon von der Avocado-Hand zu lesen mit der Patienten bevorzugt am Wochenendvormittag vorstellig werden. So weit, so schlecht. Ich halte das Thema aber eher für eine große plötzliche Verschwörung der Botanik und ich könnte mir gut vorstellen, das die Essenz dieser eine ganz einfache ist. Ich – und damit schlüpfe ich mal ganz kurz in diese Frucht hinein – würde auch nicht gerne von einem Veganer gegessen oder als Avolatte getrunken werden, der mich nur als Ersatzstoff für etwas Anderes nimmt. Da kann man ja nur in die gewaltbereite Fundamentalopposition gehen.

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Ach Du liebes Festival https://www.gunwalt.de/blog/blog/2017/05/ach-du-liebes-festival/?pk_campaign=feed&pk_kwd=ach-du-liebes-festival https://www.gunwalt.de/blog/blog/2017/05/ach-du-liebes-festival/?pk_campaign=feed&pk_kwd=ach-du-liebes-festival#respond Thu, 18 May 2017 16:48:15 +0000 https://www.gunwalt.de/blog/?p=12915 ]]>

Jetzt wird es immer langweiliger. Nicht Du und nicht die Nächte unter Burg-Herzberger Vollmond mit vielfältiger Poesie und bedingungslosem Antiglauben. Und ich merke, das ich über die Anwendung eines Satz nachdenke, den ich bisher immer weit von mir gewiesen habe: „Früher war alles besser“. Wie ich drauf komme – in der SZ stieß ich heute auf einen Artikel: „Alkohol macht müde und fett – beides ist für Jugendliche uninteressant“. Darin – und darum geht es eigentlich – steht auch „das Ausschweifende ist nicht mehr cool, es geht zunehmend um Leistung.“ Womit ich wieder beim Festival bin. Das ist dann out, denn der Slacker ist out und zur ewigen Verdammnis bestimmt. Ach ihr faden Instagram-Typen, die ihr dem großen Uncle Sam und seinen Weltverbesserungsphantasien nachlauft. Die jegliche Kultur okkupieren und wir machen „kostenlos“ mit. Da kommt das her. Alles ist hier weichgespült, sogar auch der Blues. Bei dem Stück „Zahltag“ von „Das dritte Ohr“ fand ich in den Youtube-Kommentaren den folgenden, äußerst kreativen 6 Monate alten Beitrag von Robert Michael: „Sorry, Musik top, aber mit einer Zigarette/Zigarre auf der Bühne? Das sieht schon mehr als Scheisse aus. Wirkt auf mich auch unhöflich. Schließlich hört das Auge ja mit 😉 Ich persönlich mag es halt nicht, in der Öffentlichkeit seine Abhängigkeit zu demonstrieren..ich verstehe allerdings, wenn es nur mich „stört“… 😉  „. Dann doch lieber Somewhere in California – scene from the movie „coffee and cigarettes“ by Jim Jarmusch.

Und dazu lackiere ich mir weiter meine Fußnägel am Bierfass. Und danach, danach kommt das Pascal Bartoszak Quartett, wo schon das Bandfoto unglaublich inspirierend ist. Auf meinem IPad. Willkommen in der schönen neuen Welt. Ach Du liebes Festival!!

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KARUSSELL, die Bergische Zeitschrift für Literatur No.6 https://www.gunwalt.de/blog/blog/2017/05/karussell-zeitschrift-fuer-literatur/?pk_campaign=feed&pk_kwd=karussell-zeitschrift-fuer-literatur https://www.gunwalt.de/blog/blog/2017/05/karussell-zeitschrift-fuer-literatur/?pk_campaign=feed&pk_kwd=karussell-zeitschrift-fuer-literatur#respond Wed, 17 May 2017 17:20:57 +0000 https://www.gunwalt.de/blog/?p=12909 ]]> Das neue KARUSSELL erscheint am 18. Mai 2017! Wieder wird die neue Ausgabe gebührend gefeiert. Diesmal im wunderbaren Café Hutmacher in UTOPIASTADT (Mirker Str. 48, 42105 Wuppertal), am 20. Mai 2017 ab 19:30 Uhr.

Es lesen:  
Maiken Brathe (Hamburg)
Eugen Egner (Wuppertal)
Sigune Schnabel (Düsseldorf)
Hermann Schulz (Wuppertal)

Moderation: Dieter Jandt, Torsten Krug, Andreas Steffens

Das Thema des Mai-Heftes lautet schlicht „WIR“:
Wir leben im Zeichen einer alles erfassenden, längst weltumspannenden Krise, die alle Selbstverständlichkeiten aufhebt. Und die Gesellschaft wird darüber nachhaltig entsolidarisiert.
Wo bleibt da dieses WIR? Was macht es noch aus? Welche Selbstverständnisse geben uns Halt? Wie lebt es sich in unserer Gesellschaft unter diesen Bedingungen wirklich? Was bleibt von ihr übrig, seit die Ökonomie zur alles beherrschenden, offenbar einzigen Autorität geworden ist? Was bedeutet Gesellschaft noch im weltumspannenden  Wirtschaftskrieg aller gegen alle?
Was verbindet uns miteinander? Was trennt uns? Was muss uns trennen? Wieviel Gemeinsamkeit ist nötig, wieviel erträglich? Welche Werte können unser Handeln begründen? Und wie wirken sich all die Geschehnisse auf die kleineren, versuchten Einheiten aus, auf Nachbarschaft, Familie, Partnerschaft?

Wer sind WIR?
Wuppertal, die Heimat von KARUSSELL, ist ohne Übertreibung in den letzten Jahren zu einem Inbegriff für ein neues WIR-Gefühl geworden. An allen Ecken und Enden blüht bürgerliches wie kreatives Engagement und verwandelt diese von Finanzkrisen und Kulturabbau gebeutelte Stadt. Wo wäre unsere Heft-Premiere besser aufgehoben als in UTOPIASTADT, einem der innovativsten Orte Wuppertals (www.clownfisch.eu/utopia-stadt/)?

Der Eintritt ist frei. Es geht der Hut rum für das Café Hutmacher / UTOPIASTADT.

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Suburbia https://www.gunwalt.de/blog/blog/2017/05/ne_suburbia/?pk_campaign=feed&pk_kwd=ne_suburbia https://www.gunwalt.de/blog/blog/2017/05/ne_suburbia/?pk_campaign=feed&pk_kwd=ne_suburbia#respond Mon, 15 May 2017 16:10:12 +0000 https://www.gunwalt.de/blog/?p=12831 ]]>

Im Januar 2017 erreichte mich eine Email des Ensemble Ruhr, das, wie in den Jahren zuvor, sein Musik- und Kunstprojekt „Die sieben letzten Worte an sieben Orten“ an verschiedenen Orten spielen wollte.

In der Email las ich: “Kennen Sie einen Ort in Essen, der für Sie für eine grüne Zukunft und die Energiewende steht? Oder fallen Ihnen sofort Orte ein, an denen „grüne“ Entwicklung angeregt wurde und gescheitert ist? Kontaktieren Sie uns, denn wir machen dort Musik: In unserem Musik- und Kunstprojekt „Die sieben letzten Worte an sieben Orten“ begeben wir uns auf eine musikalische Reise durch Essen und Umgebung und suchen Orte auf, die Veränderungsprozesse durch die Energiewende erlebt haben. An jedem Ort erklingt ein Satz aus Joseph Haydns Werk „Die sieben letzten Worte“. Haydns Musik, die von Glauben, Hoffnung und Scheitern erzählt, verbindet Orte, Musiker und Zuhörer auf eine neue Art und Weise. Mit unseren Kurzkonzerten an den Orten machen wir den aktuellen und zukünftigen Veränderungsprozess des Ruhrgebietes für Jeden und Jede hör- und erlebbar.”

Ausgehend von dieser Email begann ich zu recherchieren, und suchte nach Orten im Sinne des obigen Aufrufs. Ja, das Projekt „Grüne Hauptstadt – Essen 2017“ schafft interessante Gedanken- und Kunsträume. Und wenn man parallel dazu einen erweiterten und auch etwas anderen Begriff von Nachhaltigkeit zugrunde legt findet man wirklich spannende Dinge. Sehr dunkle und mehrdeutige. Auch in Sachen Eschatologie. Und so ist mein grüner Ort kein grüner Ort. Nicht wirklich. Das wäre zu langweilig und zu eindimensional. Mir fallen eher Parallel- und Suborte der Mobilitätsgesellschaft ein. Was wäre da naheliegender um an die Orte zu gehen, die das darüber liegende halten und stützen, nämlich zu schauen und hinzugucken u.a. unter Brücken … das ist Suburbia. Im Pott.

Guntram Walter: Suburbia
110 Seiten, vierfarbig,
28 × 22 cm, broschiert, print-on-demand
ISBN 978-3-942974-45-5
edition dpe

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Grüner Slam oder Streicheleinheiten https://www.gunwalt.de/blog/blog/2017/05/gruener-slam/?pk_campaign=feed&pk_kwd=gruener-slam https://www.gunwalt.de/blog/blog/2017/05/gruener-slam/?pk_campaign=feed&pk_kwd=gruener-slam#respond Wed, 10 May 2017 20:00:26 +0000 https://www.gunwalt.de/blog/?p=12891 ]]> Ach die beschädigte Seele, der Wanderer auf der Suche nach Heimstatt, der nach Zärtlichkeit und Trost strebt. Eine Art Psalm. Geschenkt. Den man sich auch selber spenden kann. Wenn kein anderer da ist. Hilft vielleicht, ist aber nicht wirklich gut. Ist eine Art Filterblase für den zuvor Geprügelten. Und die sind ja ein derzeit sehr aktuelles Thema.

So war es gerade; Düsseldorf-Altstadt, Bauerei Kürzer, wohin die Grünen in den Endwehen des NRW Wahlkampfes zum Slam eingeladen hatten. Und den ich eigentlich als interessante Kunstform kenne. Der aber hier lediglich aus dem lauten und ungeübtem Vorlesen von Postkarten und anderem Papier voller negativer und destruktiver Beiträge über die Partei und deren Arbeit bestand. Vor Parteipublikum. Filterblase. Schade. Das nenne ich eine große Chance vertan. Denn die Aufregung findet genau im erwartbaren Rahmen des/der Gegner statt. Ich hätte mir gewünscht: eine Bühne mit drei oder vier Sprechern, die bestimmte Rollen aus den Zuschriften lesen oder nur bestimmte Stichworte sagen. Schnell, durcheinander und geplant. Ein Theaterdialog, der die Summe der Hassschriften zur Kunstform erhöht. Und damit lächerlich macht.

Aber vielleicht hätte auch so etwas wie Franz Josef Degenhardts „Großer Schimpflitanei“ von 1973 gereicht. Aber gesungen. Auf jeden Fall etwas mit Kunst. Nicht so wie eben. Schade wenn man mit einer propagierten Idee von Dynamik und lebenslangem Lernen nicht selbst darauf kommt.

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Zahltag https://www.gunwalt.de/blog/blog/2017/05/zahltag/?pk_campaign=feed&pk_kwd=zahltag https://www.gunwalt.de/blog/blog/2017/05/zahltag/?pk_campaign=feed&pk_kwd=zahltag#comments Tue, 09 May 2017 07:26:28 +0000 https://www.gunwalt.de/blog/?p=12863 ]]>

Eigentlich wollen alle nur leben. Und gut. So einfach ist das. Die Omas im Stück „Die Nacht der fliegenden Messer“ von artscenico kassieren die Rente ihrer toten Mütter und auch ihre Welt ist bereits auf den Horizont des Zehners geschrumpft. Aber diese Tat schafft auf die Dauer etliche Mitwisser, die ausgezahlt werden müssen. Und in Reihe kassieren. Und dann muss man sich entscheiden, wie es weitergehen soll. Das falsche Leben in die Wertstofftonne? Aber so ist das offenbar in einer, modern ausgedrückt, multikulturellen Gesellschaft oder wie es am Anfang des Stückes aus dem Mund des Conférencier heißt: „Willkommen in the best no-go-area in the world“. Auch hier der weltumspannende Wettbewerb – für alles. Und da steht der Pott – und hier Dortmund-Nordstadt – je nach politischer Sichtweise, gar nicht schlecht da. Aber darum soll es nicht gehen. Hier geht es vielmehr um Traumbilder, Sehnsuchtsorte und die vielen menschlichen Unzulänglichkeiten und Überlebensstrategien; skurille Typen, Gewalt und Diebstahl, gaffende und aufdringliche Touristen, Geranienmitbringsel als Blumen zum ersten Date und Emmis rollender Tante-Emma-Laden – im Discounter-Einkaufswagen. Dazu akustische Gitarreneinlagen von Gregor Hengesbach und Volker Wendland. Und etwas außerhalb der Produktion – nicht nur räumlich, weil in einem zweiten Hinterhof, zum Schluss so etwas wie dem Stück zeitlich folgende Traumbilder; vier menschliche Installationen voller mehrdeutiger Idylle. Die gedankliche und inhaltliche Brücke hierzu schafft eine zuvor gehörte private Bestandsaufnahme der Schauspieler auf der Hinterhofbühne. Geht es wirklich so weiter? Oder hat eher Udo Wolf recht. „Das Dritte Ohr“ singt auf der LP „Zahltag “ von 1979 im gleichnamigen Stück zum Schluss: „Als ich wieder kam war mein Hemd im Arsch und meine Uhr gestohlen“. Alles bleibt wie es ist. Nach einer Auszeit. Nach dem Stück. Willkommen in der Realität.

Weitere Aufführungen von „Die Nacht der fliegenden Messer“ Ende der Woche, Termine hier.

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Hunger https://www.gunwalt.de/blog/blog/2017/05/hunger/?pk_campaign=feed&pk_kwd=hunger https://www.gunwalt.de/blog/blog/2017/05/hunger/?pk_campaign=feed&pk_kwd=hunger#respond Thu, 04 May 2017 21:25:33 +0000 https://www.gunwalt.de/blog/?p=12859 ]]> Das ist mein Mittagessen, ein veganes Wiener Würstchen mit saisonalen Beilagen. Habe ich so bestellt bei Fleischfrei, dem vegetarischen und veganen Lieferservice. Kam aber nicht. Und dann rief man mich an; stehen im Stau auf der Straße XYZ, kann noch dauern und ich voll hedonistischer Genußlust, jetzt aber schwer entttäuscht, erinnerte mich spontan an große – fast frei schwebende – Botschaftsinschriften längs der Autobahn in Holthausen: „Das StauChaos beseitigen/ Bewegung wählen“. Klingt ein bißchen wie Nordkorea und Sozialismus. Zuckerbäckerstil prachtvoll und perspektivisch. Aber was soll’s? Das wär’s jetzt. Ich habe Hunger und ich habe ein Glücksbedürfnis. Und ich habe die Wahl am 14. Mai in NRW und im Herbst noch einmal. Aber vorher sollte ich amazon fresh noch einmal ausprobieren. Die sind vielleicht schneller oder bei Katrin Manzkes Manufaktur „im Glas“ Essen holen, denn die wohnt nebenan.

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Theater https://www.gunwalt.de/blog/blog/2017/05/theater/?pk_campaign=feed&pk_kwd=theater https://www.gunwalt.de/blog/blog/2017/05/theater/?pk_campaign=feed&pk_kwd=theater#comments Wed, 03 May 2017 10:00:27 +0000 https://www.gunwalt.de/blog/?p=12789 ]]>

Tal der fliegenden Messer (Tohuwabohu)

Interdisziplinäres Volkstheater im Hinterhof Missundestraße 10, 44145 Dortmund-Nordstadt

Uraufführung am 6. Mai 2017,19.30 Uhr
Weitere Aufführungen: 7., 13. und 14. Mai, 19.30 Uhr
Eintritt: € 12,00/ermäßigt 7,00 €

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Anmeldungen unter:
– artscenico performing arts, orga@artscenico.de und Mobil: 0176 63826162
– Büro des Quartiersmanagements, Mallinckrodtstraße 56, nordmark@nordstadt-qm.de

www.artscenico.de

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Kinder fördern
Müsli essen
Lidl danken

Echt Leben!

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Hi There Mai https://www.gunwalt.de/blog/blog/2017/04/hi-there/?pk_campaign=feed&pk_kwd=hi-there https://www.gunwalt.de/blog/blog/2017/04/hi-there/?pk_campaign=feed&pk_kwd=hi-there#respond Thu, 27 Apr 2017 21:10:14 +0000 https://www.gunwalt.de/blog/?p=12843 ]]> Es ist jetzt fast Mai und war da nicht etwas mit dem Monat der Liebe, der in der nächste Woche seinen Anfang nimmt. Natürlich. Denn jetzt beginnt die Suche nach einem saisonalen Lebensabschnittpartner und Janis Joplin sang das großartige Stück „Summertime“. Passt – und Getränk und Rauchgut dazu dienen als Gleit- und Beschleunigungsmittel Richtung Glück; temporär ist – alles endlos. Und über Getränke kann man diskutieren (mit ihr, mit ihm), über das Rauchgut etwas weniger. Aber was soll’s. Denn die Handy-App „Hi there“ differenziert erfolgreich dem unterschiedlichen Gebrauch von Blattsorten und -formen in der Raucherwelt. Und dann? Es läuft gut. Es kommt gut. Sagt auch der unvermeidliche Rauchsommelier, lt. SZ.  Empfiehlt. Serviert. Ich mache mit. Gerne. Und rege noch an, das in den Ereignisfiltern bei der App „Hi there“ im Energie-Level noch der Begriff „Sommelier“ erscheint. Sonst ist alles zuviel Zufall. Das Kennenlernen. In der Saison. Und außerdem man hat immer etwas auf dem Tisch. Und in der Pfeife. Oder so …

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Ich oute mich https://www.gunwalt.de/blog/blog/2017/04/ich-oute-mich/?pk_campaign=feed&pk_kwd=ich-oute-mich https://www.gunwalt.de/blog/blog/2017/04/ich-oute-mich/?pk_campaign=feed&pk_kwd=ich-oute-mich#respond Fri, 21 Apr 2017 08:46:56 +0000 https://www.gunwalt.de/blog/?p=12823 ]]> Ich oute mich. Jawohl. Ich werde übernächste Woche mal wieder wählen gehen. Am 13. Mai. Und ich werde CDU wählen. Heute sah ich dieses Plakat und das hat mich nun wirklich überzeugt!! Also Werbung wirkt.

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Verortung https://www.gunwalt.de/blog/blog/2017/04/verortung/?pk_campaign=feed&pk_kwd=verortung https://www.gunwalt.de/blog/blog/2017/04/verortung/?pk_campaign=feed&pk_kwd=verortung#respond Wed, 19 Apr 2017 14:58:36 +0000 https://www.gunwalt.de/blog/?p=12815 ]]> Ich greife einen alten Text aus dem Jahre 2013 von mir auf; aus aktuellem Anlass und ohne weitere Worte …

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Schlange stehen https://www.gunwalt.de/blog/blog/2017/04/schlange-stehen/?pk_campaign=feed&pk_kwd=schlange-stehen https://www.gunwalt.de/blog/blog/2017/04/schlange-stehen/?pk_campaign=feed&pk_kwd=schlange-stehen#respond Fri, 14 Apr 2017 07:41:47 +0000 https://www.gunwalt.de/blog/?p=12814 ]]> Das Ei zum Verlieben gibt es wirklich; ein dezent schmucker Karton mit Druck dieser Worte, der sein behütetetes Produkt umgibt und beschützt. Und dabei Raum für allerlei Phantasien offen lässt. Warum habe ich das gesehen? Weil ich in der Kassenschlange im Supermarkt an einem Abend vor einem Feiertag stand. Und in der gespenstige Stille herrschte. Sicher, es war ein leises Schlurfen zu hören, auch das Schieben von Einkaufskörben und -wagen Richtung Kasse von einem Haufen Zeitgenossen mit gesenkten Köpfen. Auch wenn die Apokalypse durch die Realpolitik noch ein hypothetisches Ereignis ist, das ist mir jetzt schlicht und ergreifend zu viel. Denn niemand guckt von seinem persönlichem Einflüsterer in Form seines Smartphones hoch; da werden (private) Katastrophen, niedliche Tierbilder, Ostermahlrezeptvorschläge und das neueste Parship-Angebot gewischt. Schnell, schnell, noch vor der Kasse muss das erledigt sein. Und so bin ich mit meiner spontanen Neugierde des Umherschauens und Entdeckens und Flirtens in diesem spontanen und unerwarteten Freiraum ziemlich allein. Es ist „Eiszeit für Poesie“, wie ich mal geschrieben habe.

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Ich bin mittendrin https://www.gunwalt.de/blog/blog/2017/04/ich-bin-mittendrin/?pk_campaign=feed&pk_kwd=ich-bin-mittendrin https://www.gunwalt.de/blog/blog/2017/04/ich-bin-mittendrin/?pk_campaign=feed&pk_kwd=ich-bin-mittendrin#comments Tue, 11 Apr 2017 14:15:32 +0000 https://www.gunwalt.de/blog/?p=12809 ]]>

Ich bin mittendrin – im Hasenwahnsinn, in der Endzeit, im Ausverkauf. Und in der allgegenwärtigen leeren Geschäftigkeit ist gerade die Hochzeit der Foodblogs. Interessieren würde mich nun – und das wäre eine kreative Erweiterung – wie literarische Texte und Gedichte zum Thema Essen in einem Foodblog umgesetzt werden; z.B. den, den ich vor Ostern im April 1997 geschrieben habe. Schließlich geht es hier auch um ein kulinarisches und geschmackvolles Gericht.

Osterüberraschung
Alles ist lila
BH, Slip

die Blumen, die sie sich
hineingesteckt hat

Veilchen, Iris
ihre Stengel sind bemalt

so kommt die Spinnenfrau
und beginnt mich zu entgarnen

dann fängt sie an, mich mit
Rosmarin und Thymian zu füttern

ich bin wichtig
und ihr Appetit ist groß

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Endlich Zeit für … https://www.gunwalt.de/blog/blog/2017/04/endlich-zeit-fuer/?pk_campaign=feed&pk_kwd=endlich-zeit-fuer https://www.gunwalt.de/blog/blog/2017/04/endlich-zeit-fuer/?pk_campaign=feed&pk_kwd=endlich-zeit-fuer#respond Thu, 06 Apr 2017 17:05:01 +0000 https://www.gunwalt.de/blog/?p=12784 ]]> Irgendetwas stimmt hier im Zug nach Dortmund nicht und lässt mich sofort an alte Bilderrätsel denken; zwei Bilder sind nebeneinander gedruckt und es galt die Fehler in einem finden. Genauso fühle ich mich gerade auch. Auch wenn der Fehler hier irgendwie offensichtlich ist. Und so nebenbei – kaum zu merken – hier, an dieser Tür, erscheint plötzlich das Wort barrierefrei gerade fast in seiner Ursprünglichkeit, aber nur eben fast. Aber was noch nicht ist, kann ja noch werden. Und das mit dem barrierefrei wird schon von den 68er kolportiert, barrierefrei alles, was einen bedrückt, los zulassen. Im Sitzen oder im Stehen. Ob nun die Bahn drauf und dran ist, das zu übernehmen, ist eine Frage, die sich nicht einfach beantworten lässt. Tatsächlich könnte es eher sein, das es sich hier um das Drumherum der Bahnoffensive „Die Bahn macht mobil“ und „Endlich Zeit für …“ handelt. WLAN also immer und ständig und für alle im Zug. Es könnte also sein, das nun mit dem Einbringen eines Gefühls des privaten Unwohlseins in Form dieses eigenwilligen Türanschlusses – wenn man dahinter ist – sanft pädagogisch in die persönliche Zeitgestaltung des Reisenden eingegriffen werden soll. Damit er sich nicht versäume und das Bahnangebot „Endlich Zeit für …“ mittels WLAN wirklich zu seiner vollsten Zufriedenheit nutzen kann. Soll gute Stimmung bringen. Und Likes!!

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Vorwärts https://www.gunwalt.de/blog/blog/2017/04/vorwaerts/?pk_campaign=feed&pk_kwd=vorwaerts https://www.gunwalt.de/blog/blog/2017/04/vorwaerts/?pk_campaign=feed&pk_kwd=vorwaerts#comments Tue, 04 Apr 2017 15:27:40 +0000 https://www.gunwalt.de/blog/?p=12794 ]]> NRW geht vor. Ich gehe vor. Ich will Spaß, will AUTO fahren, schnell, schneller. Ich will Beschleunigung. Ich wähle die Beschleunigung. Ich stütze das System. Mir geht es gut. Ich will nichts verändern. Vorwärts!! Weiter so!! Und mit was eigentlich?

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Suburbia https://www.gunwalt.de/blog/blog/2017/03/suburbia/?pk_campaign=feed&pk_kwd=suburbia https://www.gunwalt.de/blog/blog/2017/03/suburbia/?pk_campaign=feed&pk_kwd=suburbia#respond Fri, 31 Mar 2017 08:02:03 +0000 https://www.gunwalt.de/blog/?p=12792 ]]> Mein grüner Ort ist kein grüner Ort. Das wäre zu langweilig und zu eindimensional. Mir fallen eher Parallel- und Suborte der Mobilitätsgesellschaft ein. Was wäre da naheliegender um an die Orte zu gehen, die das darüber liegende halten und stützen, nämlich zu schauen und hinzugucken u.a. unter Brücken … das ist Suburbia. Im Pott.

Guntram Walter: Suburbia
ca. 100 Seiten, vierfarbig,
25 × 20 cm, broschiert, print-on-demand
ISBN 978-3-942974-45-5
edition dpe

Erscheint im Mai 2017

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Tohuwabohu https://www.gunwalt.de/blog/blog/2017/03/tohuwabohu/?pk_campaign=feed&pk_kwd=tohuwabohu https://www.gunwalt.de/blog/blog/2017/03/tohuwabohu/?pk_campaign=feed&pk_kwd=tohuwabohu#respond Thu, 30 Mar 2017 14:10:47 +0000 https://www.gunwalt.de/blog/?p=12783 ]]>

Der früher öfter gehörte Appell – heute, mit anderen Worten – „Spiel nicht mit den Schmuddelkindern“, weist etwas, was jenseits des persönlichen Ordnungskosmos liegt, weit weg. Was man auch als „Tohuwabohu“ bezeichnen könnte; ein heilloses Durcheinander, Anderes und modernisiert mit „Wirrwarr“ und/oder „Chaos“ zu übersetzen. Damit wäre man aber am Anfang Gen. 1.1. „Die Erde war wüst und leer“ oder im multikulturellen urbanen Raum Dortmund Nordstadt. Und so ist „Tohuwabohu – Tal der fliegenden Messer“ im kommenden Mai (Uraufführung am 6. Mai 2017,19.30 Uhr) ein Stück der Dortmunder Künstlergruppe artscenico, das eben hier stattfindet. Mitten im Kiez. In der kontrolliert chaotischen Inszenierung kommt vieles zusammen, was im Alltag, auf der Straße, in der Politik und in den Privaträumen, auf Sofas, in Küchen diskutiert und erlebt wird – Interaktion, Konfrontation und Irritation.

www.artscenico.de

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Es quietscht https://www.gunwalt.de/blog/blog/2017/03/es-quietscht/?pk_campaign=feed&pk_kwd=es-quietscht https://www.gunwalt.de/blog/blog/2017/03/es-quietscht/?pk_campaign=feed&pk_kwd=es-quietscht#respond Tue, 28 Mar 2017 17:00:04 +0000 https://www.gunwalt.de/blog/?p=12779 ]]> Am S-Bahnhof Wehrhahn sind die Lager der Rolltreppe kaputt. Es quietscht und dann kommt es irgendwie von überall her. Die beiden Herren vor mir scheint das nicht zu stören. Wenn ich der Aufschrift von Taschen und Kisten Glauben schenken darf, sind sie irgendwie vom Fach. Da quietscht es manchmal auch. Nur in einer anderen Dimension. Im Prinzip könnten sie auch jetzt helfen.

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Fake News https://www.gunwalt.de/blog/blog/2017/03/fake-news/?pk_campaign=feed&pk_kwd=fake-news https://www.gunwalt.de/blog/blog/2017/03/fake-news/?pk_campaign=feed&pk_kwd=fake-news#respond Thu, 23 Mar 2017 19:15:00 +0000 https://www.gunwalt.de/blog/?p=12776 ]]> Ich wusste gar nicht, das #AmericaFirst sich solch alter historischer, fast vergessener, Symbole bedient; wo Geschichte aus Wut doch gewissermassen mit dem Establischment gleichgesetzt wird, das per se hinweggefegt werden soll. Dabei ist es immer das Volk, das doch aufsteht – unter Anleitung. So war es schon immer. Die Working Class des Rust Belts huldigt jetzt wieder Herrn Becher und seinen Zeilen „Auferstanden aus Ruinen und der Zukunft zugewandt“. Dazu passen natürlich Hammer und Sichel. Das hat Donald in Moskau gelernt – nämlich das Revolutionmachen. Oder wollte es zumindestens.

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Der Prepper https://www.gunwalt.de/blog/blog/2017/03/der-prepper/?pk_campaign=feed&pk_kwd=der-prepper https://www.gunwalt.de/blog/blog/2017/03/der-prepper/?pk_campaign=feed&pk_kwd=der-prepper#respond Mon, 20 Mar 2017 14:03:13 +0000 https://www.gunwalt.de/blog/?p=12772 ]]> Mein eingebauter Vokabelspeicher hat gerade ein neues Wort gelernt und erfolgreich abgelegt. Neben dem Hipster gibt es auch den Typ des Preppers und das kommt, wie ich einem Zeitungsartikel entnehme, vom englischen to be prepared – bereit sein. Um das zu verstehen reicht eigentlich schon die Lektüre von aktuellen Zeitungen und danach das Schauen von mehreren Folgen der Fernsehserie „The Walking Dead“, was gewissermaßen ein Vor- und ein Nachher von Etwas sein könnte. Und so kommt man unweigerlich auf die Theorie, das der Hipster nur der getarnte und sich versteckende Prepper ist, man wusste es schon lange bevor. Getarnt deswegen um in der Stadtkultur nicht aufzufallen – bei seinen hedonistischen Sammeltouren für Maulwurfsbauten und Bunker und gated communities. Auch hier wiederum sei der Verweis auf „The Walking Dead“ (hier z.B. der Rückzugsort Alexandria) erlaubt. Und irgendwie habe ich es schon immer gedacht; Bärte schonen Ressourcen und Flanellhemden lassen das Horten von Raviolidosen und Fertigmahlzeiten wegen einer möglichen kulturellen und kulinarischen Verwandtschaft weniger offensichtlich werden. Aber natürlich ist der Prepper nicht klassenlos. Das wäre zu einfach. Private Krisenachtsamkeit als höhere Bewusstseinsstufe oder nur Outdoorhobby, das sind sehr entfernte Verwandte und die außerdem nur bedingt miteinander reden. Man teilt eher nur die Philosophie der Sorge oder der der Angst. Gestern zum Beispiel, bei diesem schönen Wetter, saß ich kaffeetrinkend entspannt am Straßenrand und fand diesen Blumenstrauß. Eigentlich schön. Oh no, das geht natürlich gar nicht – für einen Prepper. Ich habe gesündigt gegen das „sei alle Zeit bereit“, nicht Herr Bannon? Und jetzt kann mir nur noch mein Beichtvater helfen. Wer aber könnte das sein? Etwa meine stumme Anti-Depressionslampe? Meine nervöse, eschatogisch angehauchte, Facebookgruppe?

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Leben https://www.gunwalt.de/blog/blog/2017/03/leben/?pk_campaign=feed&pk_kwd=leben https://www.gunwalt.de/blog/blog/2017/03/leben/?pk_campaign=feed&pk_kwd=leben#respond Thu, 16 Mar 2017 11:28:51 +0000 https://www.gunwalt.de/blog/?p=12757 ]]> Der aufgeregte Städter mit den Insignien der Lifestyletrends der liberalen Mittelschicht hetzt von Event zu Event. Eben noch auf der Suche nach veganer Seide aus weltweit wachsendem Pflanzenmaterial kommt er am erst am Streetfood-Wagen am Stadtrand mit dem Collagen-Idylle von Wüste und Kakteen (New Mexiko?) und Rotwild dazu zur Ruhe. Mampft das ökologische Fleischbret, das faire Brötchen, die Gewürze von Welt (echt und glutamatfrei), trinkt ein perfektes IPA und ist mit sich im wesentlichen eins. Das muss natürlich mit Social Media geteilt werden, um die angemessene Huldigung zu erhalten. Und fertig ist das Paradies, wo alle von den richtigen Bäumen essen und jeder sich von seiner besten Seite zeigt. Das Streben nach Makellosigkeit aber ist irre langweilig. Das wusste schon Dante. Und malte das gelebte Leben in der Hölle viel wortprächtiger aus und „was wir beim Lesen der Bibel (und anderer Bücher) immer schon ahnten, wird beim Scrollen Gewissheit: Das Leben, von dem sich zu erzählen lohnt, beginnt erst mit einem kapitalen Fehler. Nicht jedem gelingt eine Erbsünde, zugegeben.“ Muß es auch nicht.

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Die guten Dinge https://www.gunwalt.de/blog/blog/2017/03/die-guten-dinge/?pk_campaign=feed&pk_kwd=die-guten-dinge https://www.gunwalt.de/blog/blog/2017/03/die-guten-dinge/?pk_campaign=feed&pk_kwd=die-guten-dinge#respond Mon, 13 Mar 2017 13:10:46 +0000 http://www.gunwalt.de/blog/?p=10025 ]]> Es gibt sie noch – die guten Dinge oder auch die guten Taten und zwar auch jenseits der kapitalistischen Vermarktung wie sie etwa das Kaufhaus Manufactum betreibt. Reden wir hier zum Beispiel also von der guten alten Hollywoodschaukel, dieser perfekten Zweieridylle und dem auf und ab der Bewegung. Wunderschön. Aber ich schreibe hier nicht nur an einem kulturgeschichtlichen Artikel der Reminiszenz. Denn jenseits von sommerlichem Kaffeetrinken, etc. ist die Sitzfläche aber auch auch multifunktional verwendbar. Und in Zeiten wo jeder Energieerzeuger ist – dank Solarplatten, Wärmepumpe und heimischer Biogasanlage – könnte jetzt sogar die Hollywoodschaukel mittels erweiteter Wankband-Technologie in eine sprudelnde Energiequelle verwandelt werden. Also einfach nur durch Liebe machen – während parallel die Apparaturen zur Vermessung und des Erfolges – und nicht des Gefühls – still und unheimlich ihren Dienst tun. Wir nennen es i.Con. Hat man schon mal irgendwo gehört.

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Wiedersehen in Mülheim https://www.gunwalt.de/blog/blog/2017/03/wiedersehen-in-muelheim/?pk_campaign=feed&pk_kwd=wiedersehen-in-muelheim https://www.gunwalt.de/blog/blog/2017/03/wiedersehen-in-muelheim/?pk_campaign=feed&pk_kwd=wiedersehen-in-muelheim#respond Wed, 08 Mar 2017 16:32:16 +0000 http://www.gunwalt.de/blog/?p=4815 ]]>

Rückbau ist ein sehr schönes Wort für Abriss, Abbruch, österreichisch auch Demolierung, wie ich es bei Wikipedia finde. Und die Perspektive, die dann aus diesem herrührt, sollte doch eine nach vorne, also in die Zukunft gerichtete sein, sonst ist der Rückbau eigentlich obsolet. Das ist wunderbare Theorie denn natürlich gibt es auch den Rückbau und dazu dann die Trostlosigkeit des zurückgebauten Raumes.

Mülheim, Stadtbahnhaltestelle Eichbaum erbaut in den 70er Jahren mit den großen verkehrspolitischen Versionen damals. Und dann? Durchgangsstation, Angst- und Zwischenraum einer mobilen Gesellschaft. Ich bin dort zum ersten Mal im Februar 2009 gewesen, in den Vorbereitungen zu einer kulturellen Umwertung dieses Ortes. Eine Oper an einer Straßenbahnhaltestelle – und weitere Artikel unten – organisiert von raumlabor berlin, das gab es noch nicht. Dazu eine Landmarke in Form von einer deutlich sichtbaren Containerskulptur. Und damit verknüpft weitere Pläne: Kiosk, Verein, ein bisschen 70er Jahre-Visionen. Alles wird besser. Das ist nachzulesen und zu schauen auf einem hölzernem Wandrelief von urbikon, das seit 2010 an den Betonwänden hin zur Blücherstraße hängt. Und dann Stillstand. Nachdem die Container dann noch einmal eine goldene Farbe bekommen haben, sind sie nun rückgebaut worden. Jetzt ist nur noch Stille, Leere dort, außer dem dem Mobilitätsläm der A40 und den Drucklufttüren und -Bremsen der Straßenbahnlinie U18. Der Dornröschenschlaf geht weiter. Die Endzeitstimmung auch. Dazu passen irgendwie die Menschensilhouetten aus Metall, die über die ganze Station verteilt sind. Manches ist kopflos.

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Kiss the devil https://www.gunwalt.de/blog/blog/2017/03/kiss-the-devil/?pk_campaign=feed&pk_kwd=kiss-the-devil https://www.gunwalt.de/blog/blog/2017/03/kiss-the-devil/?pk_campaign=feed&pk_kwd=kiss-the-devil#respond Mon, 06 Mar 2017 12:26:36 +0000 https://www.gunwalt.de/blog/?p=12681 ]]> Von Peter Gabriel gibt es den großartigen Song „Kiss that frog“. Und mit Hinblick auf die Szene, die ich neulich am Hauptbahnhof fand, müsste es an dieser Stelle hier heißen „Kiss the devil“. Was nicht viel anderes ist. Und wenn daneben noch für etwas mit dem Titel „Impuls für Europa“ geworben wird, ist das doch eine großartige Perspektive. Nicht Marine, Jaroslaw, Geert und wie sie alle sonst noch heißen? Diese Zukunftspessimisten.

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Der 1000ste https://www.gunwalt.de/blog/blog/2017/03/jubilaeum-1000-beitraege/?pk_campaign=feed&pk_kwd=jubilaeum-1000-beitraege https://www.gunwalt.de/blog/blog/2017/03/jubilaeum-1000-beitraege/?pk_campaign=feed&pk_kwd=jubilaeum-1000-beitraege#comments Wed, 01 Mar 2017 12:55:56 +0000 https://www.gunwalt.de/blog/?p=12733 ]]> Hier, jetzt; der 1000ste Eintrag im Blog. Jubiläum! Ich habe Jubiläum und darauf schenke ich mir jetzt einen Kuchen und zwar ohne Sorge und Angst vor Kalorien wie man es vielleicht aus der ästhetischen Kleberei am Kucheneck herauslesen könnte. Oder ich schenke mir ein Getränk. Sekt oder Champagner. Mal sehen.

Als ich den ersten Eintrag schrieb – damals am 2. März 2008; das war ein Beitrag zur Vernissage „Zerstörung“ in der Kunsthalle Wuppertal. Das war, von heute ausgesehen, fast Steinzeit für Internet und Blogger und vor allem – bloggen war noch nicht cool, anders als heute wo es nur eine „sinnleere Lifestyle-Pose eines jungen Mainstreams, dessen Hauptproblem sein wählerisches Konsumverhalten ist“ geht.

Okay, ertappt! Ich mache mit. Aber nur ein bisschen. Denn auch hier im Blog geht es natürlich um Konsumverhalten. Und wieder ertappt. Deswegen der Kuchen oben. Aber ich mache keine Werbung. Ich will einfach nur feiern. Und dann weiter schreiben. Den 1001sten Beitrag.

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Altpapier ist Brausepulver https://www.gunwalt.de/blog/blog/2017/02/altpapier-ist-brausepulver/?pk_campaign=feed&pk_kwd=altpapier-ist-brausepulver https://www.gunwalt.de/blog/blog/2017/02/altpapier-ist-brausepulver/?pk_campaign=feed&pk_kwd=altpapier-ist-brausepulver#respond Mon, 27 Feb 2017 14:32:41 +0000 https://www.gunwalt.de/blog/?p=12705 ]]> Altpapier ist Brausepulver!! Das ist sicherlich eine Fake-News genauso wie das, das BILD Düsseldorf heute titelt: „Polizei-Zettel auf arabisch gegen Karnevals-Störer“. In den Bereich weiterer Legende gehört auch die Frage ob sich Theresa May vor dem finalen Schuss mit dem Brexit-Colt in den Mund, den sie sich auf dem Düsseldorfer Rosenmontagszug setzt, die Zähne geputzt hat. Fragen über Fragen also – über Verfassung, Freiheit, Diktatur und gehasste und geliebte öffentliche Personen. Aber wie heißt es immer auch in einer bekannten Genussmittelwerbung: „Vive le Moment“. Und hier sind jetzt ein paar „fotografische Metadaten“.

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Derniere FischBAR https://www.gunwalt.de/blog/blog/2017/02/derniere-fischbar/?pk_campaign=feed&pk_kwd=derniere-fischbar https://www.gunwalt.de/blog/blog/2017/02/derniere-fischbar/?pk_campaign=feed&pk_kwd=derniere-fischbar#respond Fri, 24 Feb 2017 14:11:53 +0000 https://www.gunwalt.de/blog/?p=12683 ]]> Das wars. Aus und vorbei. Nicht nach anderthalb Stunden sondern nach 6 Jahren. Und das ist nicht Cage mit seiner Minimalmusik und dem TON. Hier geht es um die FischBAR, ein Theaterabend im Depot in Dortmund, ein Objekttheater mit ungewissem Verlauf. Gewiss war aber immer nur das abendliche Ende und davor stand ein Herr Matthias Hecht, der alles was er brauchte – Objekte und Gegenstände – sich vom Publikum mitbringen und an den Bühnenrand legen ließ. Und dann begann ein Spiel; Geschichten, Situationen und Begegnungen entstanden. Einfach so und musikalisch begleitet von Philipp Ritter. Gestern war die Derniere dieses Theaterformats in Dortmund und gemäß der allgemeinen Veranstaltungsankündigung weiß nun niemand, „was als nächstes geschehen wird, wie es enden wird und ob es gelingen wird!“

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