artscenico und die Kunst im Stundenhotel

Ein ungewöhnliches „Kunst-Spiel“ mit Klischees hat sich artscenico in Dortmund einfallen lassen: „Kunsthuren“ verkaufen sich in einem ganz realen Stundenhotel.

Schauspielerinnen aus dem „Orient“, dem „Ostblock“ und dem „alten Europa“ laden das Publikum, abgezählt und gegen Bares, ins Zimmer ein. Dort gibt es keinen Sex, sondern künstlerische Angebote – vom Volkslied bis zur dramatischen Szene, von der Lebensbeichte bis zum Soap-Clip. Die „Verkaufsveranstaltung für Kunst“ findet am 29. und 30. Oktober im Dortmunder Stundenhotel „Escort Club“ statt, die künstlerische Leitung hat Rolf Dennemann.

artscenico e.V. ist ein Verein zur Förderung internationaler kultureller Begegnungen. Seit 1991 hat er sich auf die Durchführung und Organisation von überwiegend ortsspezifischen und oft spektakulären Projekten mit meist internationaler Beteiligung spezialisiert. Mit den „Kunsthuren“ will artscenico auf die zunehmende Kommerzialisierung der Kunst aufmerksam machen.

Weitere Informationen unter www.artscenico.de

2 Kommentare

  1. Johannes Weber

    Ihrem Kommentar, Herr Kamenschek, bleibt nichts mehr hinzuzufügen. Auch ich habe mir ob gesellschaftlicher Scheuklappen und Doppelmoral soeben wieder einmal an den Kopf gegriffen.
    Im übrigen, ein sehr anschaulicher und interessanter Artikel. Eine Idee, der ich gerne Applaus zolle.

  2. Jürgen Kamenschek

    … sehr reizvolle Idee ! – Wo ist der Unterschied vom ehrlichen Verkauf von Sex und von Kultur ? Was ist der Unterschied zwischen Kulturarbeit und Sexarbeit ? Warum wird Kunst und Sex moralisch unterschiedlich bewertet – der Mensch braucht beides … !

Kommentare sind geschlossen.