Ende offen

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Über die Erotik eines Bahnhofs lassen sich viele Geschichten erzählen. Der Bahnfahrer und nicht der Fernbusmitfahrer wird hineingeworfen in eine illustre Welt der Begegnungen und Zufälle. Wenn man aber apriori davon ausgeht, das es keine Zufälle gibt, ist die Besetzung eines rudimentären Wartesaals, namens Sitzbank, die gewissermaßen auch ein Auslaufmodell einer ökonomisierten Gesellschaft ist, eine spannende Begegnung. Man wartet nicht nur und erst recht nicht unter und neben einer wandelbaren Werbetafel, die gegen Bezahlung einen neuen Seinszustand verspricht. Ich parshipe jetzt. Dabei ist selbst dann noch nichts entschieden. Das Ende ist offen. Hier allerdings, auf dem Foto, ist das Ende noch offener. Man befindet sich im Voraum der Entscheidung zur Entscheidung. Hier heißt es. Ich bin noch nicht so weit. Ich habe mich noch nicht entschieden. Ende offen. Es bleibt spannend. Die Sitzbank ist hart. Ich muß endlich zu einem Ergebnis kommen. Ende offen …