So ist das Leben

Schon auf der Anreise zum diesjährigen Burg Herzberg Festival erübrigte sich die Frage nach der Effizienz von Rauchopfern. Die Einen beten um Regen, die Anderen verfluchen ihn. Und hier stand dann das Subjekt Regen in seiner physischen Form eindeutig im Vordergrund. Zusätzlich noch mit der Mengenbezeichnung des Zuviel, das vielfältige Probleme bereitete. Denn wie mache ich z.B. einen Acker unter diesen Dingen dauerbefahrbar. Währenddessen steht ein alter Jeep mit erotischer Türillustration und Logo des Festivals mir im Blick und Weg. Liebe und Harmonie als Motivationscoach für die Diener im Wegebau aber auch als Regenschutz. Und für die Anderen sowieso. Irgendwann dann am nächsten Morgen sind die Götter besänftigt. Und bei mehreren Dutzend geschmierten Brötchenhälften, auch nutella- und marmeladenlastig, kommt Jugendherbergsfeeling beim Frühstück auf. Wie früher, morgens. Und dort auch irgendwo war 1968. Worüber ein Altrevolutionär mit wallendem Haar am Mikrofon philosophiert, der aber offenbar noch nie etwas von Medienkritik gehört hat – Systemkritik ist etwas ganz anderes – und im nächsten Leben nach dem hier und jetzt das Internet wahrscheinlich mit Orgon-Energie betreiben wird: „Wir haben die Revolution gewonnen. (…)  Wir bauen eine neue Welt in einer geistigeren Art und Weise. (…) Alle Daten müssen befreit werden. (…) Wir haben 1.6 Milliarden Freunde. Früher hatten wir nie Freunde“. Und wenn Rainer Langhans fortfährt „und die Welt besteht aus allgemeiner Zärtlichkeit“ geht wirklich nicht mehr Nähe. That makes my day. Really! Und überwältigt davon gehe ich jetzt erst mal mit Angela M. kuscheln. Meine und ihre Nähe und Zärtlichkeit. Oder ein Friedenspfeifchen rauchen. Auf Möhre. Ob sie auch eine Möhrentyp ist? So ist das Leben!!!!

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