KARUSSELL, die Bergische Zeitschrift für Literatur No.6
Das neue KARUSSELL erscheint am 18. Mai 2017! Wieder wird die neue Ausgabe gebührend gefeiert. Diesmal im wunderbaren Café Hutmacher in UTOPIASTADT (Mirker Str. 48, 42105 Wuppertal), am 20. Mai 2017 ab 19:30 Uhr. Es lesen: Maiken Brathe (Hamburg) Eugen
Suburbia
Grüner Slam oder Streicheleinheiten
Ach die beschädigte Seele, der Wanderer auf der Suche nach Heimstatt, der nach Zärtlichkeit und Trost strebt. Eine Art Psalm. Geschenkt. Den man sich auch selber spenden kann. Wenn kein anderer da ist. Hilft vielleicht, ist aber nicht wirklich gut.
Zahltag
Hunger
Das ist mein Mittagessen, ein veganes Wiener Würstchen mit saisonalen Beilagen. Habe ich so bestellt bei Fleischfrei, dem vegetarischen und veganen Lieferservice. Kam aber nicht. Und dann rief man mich an; stehen im Stau auf der Straße XYZ, kann noch
Theater
Hi There Mai
Es ist jetzt fast Mai und war da nicht etwas mit dem Monat der Liebe, der in der nächste Woche seinen Anfang nimmt. Natürlich. Denn jetzt beginnt die Suche nach einem saisonalen Lebensabschnittpartner und Janis Joplin sang das großartige Stück
Ich oute mich
Ich oute mich. Jawohl. Ich werde übernächste Woche mal wieder wählen gehen. Am 13. Mai. Und ich werde CDU wählen. Heute sah ich dieses Plakat und das hat mich nun wirklich überzeugt!! Also Werbung wirkt.
Verortung
Schlange stehen
Das Ei zum Verlieben gibt es wirklich; ein dezent schmucker Karton mit Druck dieser Worte, der sein behütetetes Produkt umgibt und beschützt. Und dabei Raum für allerlei Phantasien offen lässt. Warum habe ich das gesehen? Weil ich in der Kassenschlange
Ich bin mittendrin
Endlich Zeit für …
Irgendetwas stimmt hier im Zug nach Dortmund nicht und lässt mich sofort an alte Bilderrätsel denken; zwei Bilder sind nebeneinander gedruckt und es galt die Fehler in einem finden. Genauso fühle ich mich gerade auch. Auch wenn der Fehler hier
Vorwärts
NRW geht vor. Ich gehe vor. Ich will Spaß, will AUTO fahren, schnell, schneller. Ich will Beschleunigung. Ich wähle die Beschleunigung. Ich stütze das System. Mir geht es gut. Ich will nichts verändern. Vorwärts!! Weiter so!! Und mit was eigentlich?
Suburbia
Mein grüner Ort ist kein grüner Ort. Das wäre zu langweilig und zu eindimensional. Mir fallen eher Parallel- und Suborte der Mobilitätsgesellschaft ein. Was wäre da naheliegender um an die Orte zu gehen, die das darüber liegende halten und stützen,
Tohuwabohu
Es quietscht
Am S-Bahnhof Wehrhahn sind die Lager der Rolltreppe kaputt. Es quietscht und dann kommt es irgendwie von überall her. Die beiden Herren vor mir scheint das nicht zu stören. Wenn ich der Aufschrift von Taschen und Kisten Glauben schenken darf,
Fake News
Ich wusste gar nicht, das #AmericaFirst sich solch alter historischer, fast vergessener, Symbole bedient; wo Geschichte aus Wut doch gewissermassen mit dem Establischment gleichgesetzt wird, das per se hinweggefegt werden soll. Dabei ist es immer das Volk, das doch aufsteht
Der Prepper
Mein eingebauter Vokabelspeicher hat gerade ein neues Wort gelernt und erfolgreich abgelegt. Neben dem Hipster gibt es auch den Typ des Preppers und das kommt, wie ich einem Zeitungsartikel entnehme, vom englischen to be prepared – bereit sein. Um das
Leben
Der aufgeregte Städter mit den Insignien der Lifestyletrends der liberalen Mittelschicht hetzt von Event zu Event. Eben noch auf der Suche nach veganer Seide aus weltweit wachsendem Pflanzenmaterial kommt er am erst am Streetfood-Wagen am Stadtrand mit dem Collagen-Idylle von
Die guten Dinge
Es gibt sie noch – die guten Dinge oder auch die guten Taten und zwar auch jenseits der kapitalistischen Vermarktung wie sie etwa das Kaufhaus Manufactum betreibt. Reden wir hier zum Beispiel also von der guten alten Hollywoodschaukel, dieser perfekten
Wiedersehen in Mülheim
Kiss the devil
Von Peter Gabriel gibt es den großartigen Song „Kiss that frog“. Und mit Hinblick auf die Szene, die ich neulich am Hauptbahnhof fand, müsste es an dieser Stelle hier heißen „Kiss the devil“. Was nicht viel anderes ist. Und wenn
Der 1000ste
Hier, jetzt; der 1000ste Eintrag im Blog. Jubiläum! Ich habe Jubiläum und darauf schenke ich mir jetzt einen Kuchen und zwar ohne Sorge und Angst vor Kalorien wie man es vielleicht aus der ästhetischen Kleberei am Kucheneck herauslesen könnte. Oder
Altpapier ist Brausepulver
Derniere FischBAR
Glück
Ich sorge mich
Im großartigen Gedicht „Der Tabakladen“ von Fernando Pessoa finden sich die folgenden Zeilen: „Ich bin nichts./ Ich werde nie etwas sein./ Ich kann nicht einmal etwas sein wollen./.Abgesehn davon, trage ich in mir alle Träume der Welt.“ Und die verzweifelte
Auf diese Zukunft
Die vollständige Rückkehr der Trinkhalle respektive des Tante-Emma-Ladens steht kurz bevor. Denn im Zuge eines gesellschaftlichen und individualistischen Me-First verschwinden derzeit immer mehr frei verkäufliche Waren in die Glasvirtrinen. Wie die Süddeutsche Zeitung berichtet, sperrte ein Supermarkt nach Seriendiebstahl Steaks




























